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Dossier Afrika

Brennpunkte

Ob ökologischer, demografischer oder politischer Natur: Afrika steht zu Beginn des 21. Jahrhunderts vor vielen Herausforderungen. Das schnelle Bevölkerungswachstum ist nur ein Grund dafür, dass in bestimmten Regionen die Lebensbedingungen durch Trinkwasserknappheit schwierig sind. Der eingeschränkte Zugang zu natürlichen Ressourcen sowie die einseitige Kontrolle über gewinnbringende Rohstoffe bergen ein großes Konfliktpotenzial in sich. Eine Politisierung ethnischer und religiöser Zugehörigkeiten und das Fehlen eines funktionierenden Staates können so zum Entstehen von Gewaltmärkten führen.

Video-Interview: Peter Eigen

"Bekämpfung der Korruption"

"Die großen Unternehmen in den reichen Staaten haben systematisch die Korruption in die Länder des Südens hineingetragen." Ein großer Teil der Verantwortung liege also bei uns, sagt Peter Eigen, Gründer von Transparency International.

Peter Meyns

Afrika zwischen Autokratie und Demokratie

Die politische Transition in Afrika hat zu ungleichmäßigen Entwicklungen und unterschiedlichen Ergebnissen geführt. Die Demokratie scheint aber zum generellen Bezugspunkt des politischen Wandels in Afrika geworden zu sein.

Siegmar Schmidt

Wie viel Demokratie gibt es in Afrika?

Anhand eines Demokratieindexes soll versucht werden, die komplexen und widersprüchlichen politischen Entwicklungen in Sub-Sahara-Afrika zu erfassen. Die Dynamik innerhalb des Kontinents nahm ihren Anfang zu Beginn der 1990er Jahre, als Afrika von einer Welle von Demokratisierungsprozessen erfasst wurde.

Belachew Gebrewold

Wenn Kriege zum Geschäft werden

Langwierige und besonders gewaltsame Konflikte in Angola oder Mosambik werfen die Frage auf: Unter welchen Bedingungen entstehen Konflikte? Wie können sie sich über Jahre und Jahrzehnte halten? Bei den meisten Krisen und Bürgerkriegen geht es nicht allein um eine regionale oder nationale Machtausübung.

Volker Matthies

Konfliktlagen am Horn von Afrika

Das Horn von Afrika ist ein chronisch schwelender Krisenherd. Anhaltende Gewaltkonflikte in Teilen Somalias sowie im ungelösten Grenzstreit zwischen Äthiopien und Eritrea tragen erheblich dazu bei. Aus sicherheitspolitischer Sicht ist die Region zudem seit einigen Jahren auch in den globalen Kampf gegen Terrorismus einbezogen worden.

Daniel Stroux

Krieg im ehemaligen Zaire

Mobutus absolutistisches Herrschaftssystem im früheren Zaire stellte ihn an die Spitze von Einheitspartei und Staat. Mit seiner Staatsideologie 'Mobutismus' entfernte er sich als von 'Gott gesandter Messias' schnell von der Wirklichkeit. Mit Ende des Ost-West-Konfliktes musste er zwar das Land politisch öffnen, dennoch folgte ein jahrelanger Reformstau.

Jennifer Bakyawa

Im Kampf gegen HIV/Aids

Uganda war das erste afrikanische Land, das sich öffentlich zu seinem Problem mit HIV/Aids bekannte. Aufklärung über die Immunschwächekrankheit zählt zu den wichtigsten Aufgaben, die der Staat, aber auch kulturelle Netzwerke übernehmen - sei es in Form von Programmen, Fernsehsendungen oder Theaterstücken.

Carsten Friedland

Die digitale Kluft überwinden

Der Begriff der digitalen Kluft entstand Mitte der 1990er Jahre. Er beschreibt den ungleichen Zugang verschiedener Bevölkerungsgruppen zu Informations- und Kommunikations-Technologien - im nationalen, regionalen und internationalen Vergleich. Einer großen Anzahl von Menschen bleibt der Zugang zu diesen Technologien verwehrt.

Frank Bliss

Trinkwasserversorgung und Armut in Sub-Sahara-Afrika

Die Trinkwasserversorgung Afrikas südlich der Sahara ist weiterhin geprägt durch Wassermangel, schlechte Wasserqualität, Saisonalität der Wasserverfügbarkeit und weitgehende Abwesenheit des Staates bei der Versorgung seiner Bevölkerung.


 

DR Kongo: Binnenflüchtlinge © EC/ECHO/F. Goemans

Cord Jakobeit

Fünf Jahre NEPAD

Das Bekenntnis zur Eigenverantwortung der afrikanischen Staats- und Regierungschefs kann als das zentrale Element von NEPAD gelten. Der Beitrag schildert die im Jahr 2001 gegründete "Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung" (NEPAD) für die wirtschaftliche und politische Entwicklung des Kontinents.

Stephan Kaußen

Südafrikas gelungener Wandel

Südafrika hat eine erstaunlich positive, stabile Entwicklung genommen. Die befürchtete "Balkanisierung" nach dem Ende der Apartheid blieb aus; es gibt eine demokratische Normalität. Ein Problem blieb allerdings: Die große Diskrepanz zwischen "Erster" und "Dritter Welt" in einem Land.

Sarah Tietze

Die Aids-Pandemie in Sub-Sahara-Afrika

Das Zentrum der globalen Aids-Pandemie liegt im südlichen Teil des Kontinents. Dort finden sich die weltweit am schwersten betroffenen Staaten. Wo liegen die Ursachen der Aids-Pandemie in Sub-Sahara-Afrika? Welche Auswirkungen haben sie auf die sozialen, ökonomischen und politischen Rahmenbedinungen?

Peter Körner

Nigeria, der volkreichste Staat des Kontinents

Rund 135 Millionen Menschen leben in Nigeria auf einem Territorium, das zweieinhalbfach so groß ist wie die Fläche Deutschlands. Der bevölkerungsreichste Staat Afrikas kämpft gegen ethnische, religiöse, regionale, soziale und politische Gegensätze. Wo liegen die Chancen und Grenzen einer friedlichen Konfliktbearbeitung?

Christiane Fröhlich

Zur Rolle der Ressource Wasser in Konflikten

Der Zugang zu Wasser bestimmt die sozio-ökonomische Entwicklung eines Staates. Wasser ist überlebenswichtig für die Volkswirtschaft und für das allgemeine Existenzniveau. Verteilungskonflikte um Wasser werden mit wachsender Erdbevölkerung, globaler Erwärmung und zunehmender Verschmutzung aller Voraussicht nach zahlreicher.
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