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Triebkräfte

Politische Wanderungsfaktoren

Dr. Steffen Angenendt
Politische Wanderungsfaktoren sind ähnlich wichtig wie ökonomische Faktoren. Die Staaten haben die Zuständigkeiten für grenzüberschreitende Wanderungen entsprechend der Unterscheidung zwischen politischen und nicht-politischen Wanderungsmotiven definiert.

Der stärkste politische Druck geht naturgemäß von Kriegen und Bürgerkriegen aus.
Dogharun, Iran: Afghanische Flüchtlinge auf dem Heimweg
Grossansicht des Bildes
Dogharun, Iran: Afghanische Flüchtlinge auf dem Heimweg © EC/ECHO/Yvan Hildebrand
Aber auch Kriege führen in den meisten Fällen nicht zu grenzüberschreitenden Wanderungen, sondern zu Vertreibungen innerhalb des Landes. Diese Binnenvertriebenen oder Binnenflüchtlinge sind prinzipiell in einer noch schlechteren Lage als grenzüberschreitende Flüchtlinge, weil es für sie keine völkerrechtlichen Zuständigkeiten gibt. In der Praxis betreuen verschiedene UN-Organisationen, vor allem das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, einen Teil dieser Flüchtlinge.

Besonders problematisch sind so genannte "komplexe Katastrophen“, also die Kombination von menschlich verursachten Katastrophen und Naturkatastrophen. Hier vermischen sich oft grenzüberschreitende und interne Fluchtbewegungen, und es ist nicht nur äußerst schwierig, sondern unter humanitären Gesichtspunkten sogar widersinnig, zwischen internationalen Flüchtlingen und Binnenflüchtlingen zu unterscheiden.


01. Juni 2009


 
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