Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Geschichte
Geschichte und Erinnerung
Geschichte - Erinnerung - Politik
Erinnerungskultur
Geschichte der
Erinnerungs
kultur
Erinnerungs-
kultur DDR
Keine gemeinsame Erinnerung
Regieren nach Auschwitz
Flucht, Vertreibung, Versöhnung
"Unser Papa war in Stalingrad."
"Onkel Hitler und Familie Speer" - die NS-Führung privat
Die DDR im neuen deutschen Film
Kollektive Erinnerung im Wandel
Die Akten schließen?
Erinnerung an die DDR
Zukunft der Erinnerung
Bildergalerie
Interviews
Linkliste Webangebote
Weitere bpb- Angebote
Externe Angebote
Publikationen
Veranstaltungen
Wissen
Lernen


Dossier Geschichte und Erinnerung

"Onkel Hitler und Familie Speer" - die NS-Führung privat


Peter Reichel
Inhalt

Einleitung

Die Täter - menschlich gesehen

Frühe Hitler-Bilder

Onkel Hitler, Speer und Familie

Hitlers letzte Tage als "Big-Bunker-Story"

Gewalt und schöner Schein

Ehrenrettung

Einleitung

Untergang_420x250
Filme wie "Der Untergang" aus dem Jahr 2004 behandeln neben dem historischen Geschehen besonders die persönlichen Aspekte der handelnden Personen, hier die Spitze der NS-Führung um Hitler kurz vor dem endgültigen Zusammenbruch des "dritten Reichs". Foto: Constantin Film / Der Untergang
Die jüngste Medienwelle, die uns einmal mehr mit Texten und Bildern zum Nationalsozialismus überschwemmt hat, ist vorüber. Es war nicht die erste, und es wird nicht die letzte gewesen sein. Unsere Geschichtskultur ist zeitgemäß stark visuell geprägt; die Bilder vom "Dritten Reich" spielen darin eine herausragende Rolle. In seinen fotografischen und filmischen Selbstdarstellungen ist es bis heute präsent. Dafür haben dessen Verschönerungsvirtuosen gesorgt, von Heinrich Hoffmann bis Leni Riefenstahl. Auch die zweite Geschichte des Nationalsozialismus ist vor allem eine der Bilder. Die großen filmdokumentarischen Arbeiten von Alain Resnais bis Claude Lanzmann sind aus ihr ebenso wenig wegzudenken wie die fiktionalen Filmerzählungen mit ihren populären Filmhelden, vom Teufelsgeneral bis zum Judenretter.

Zur Person
Peter Reichel
Dr. phil., geb. 1942; Professor für Historische Grundlagen der Politik an der Universität Hamburg, Institut für Politische Wissenschaft, Allende-Platz 1, 20146 Hamburg.
E-Mail: p.reichel@sozialwiss.uni-hamburg.de

Die trivial-unterhaltsame Aufbereitung dieses Katastrophenstoffes wird weiterhin ein Massenpublikum in die Kinos locken. Vor allem dann, wenn Filme hoffnungsvolle Botschaften enthalten, wie in Schindlers Liste, Holocaust, oder Das Leben ist schön. Solange Publikum und Filmproduzenten ein Interesse daran haben, werden neben den trostspendenden Regimegegnern, heißen sie nun Claus Graf Stauffenberg, Sophie Scholl oder Johann Georg Elser, auch die Staatsverbrecher und die zwielichtigen Figuren über die Leinwand laufen. Der filmisch verwertbare Vorrat an biografischer und autobiografischer Literatur ist beachtlich.

Die Produzenten haben dieses Reservoir seit der frühen Nachkriegszeit zu nutzen verstanden. Für welche aktuellen politischen Ereignisse sie auch immer Vergangenheitsbilder anboten, sie mussten für die Gegenwart anschlussfähig sein.[1] Einige Beispiele: Das anfangs, zumal unter ehemaligen Wehrmachtssoldaten, hoch umstrittene Attentat vom 20. Juli 1944 wurde erst unter dem Eindruck des Ost-Berliner Volksaufstandes vom 17. Juni 1953, also in antitotalitärer Sicht, bild- und erinnerungswürdig. Zwei Jahre danach kamen gleich zwei Verfilmungen des Stauffenberg-Stoffes in die Kinos: Falk Harnacks Der 20. Juli und Es geschah am 20. Juli von Georg Wilhelm Pabst.

Auch der ebenfalls nicht unumstrittene Aufbau einer "neuen Wehrmacht", wie man die Bundeswehr zunächst nannte, wurde publikumswirksam filmisch begleitet. Zahlreiche idealisierende Kriegsfilme haben den Mythos von der "sauberen Wehrmacht" bebildert und popularisiert. Man denke nur an den von Paul May verfilmten, dreiteiligen Kriegs- und Wehrmachtsroman 08/15 von Hans Hellmut Kirst - oder an die zahlreichen Stalingrad-Streifen.
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home
10. Februar 2012

 
Druck-Version
Artikel versenden
Redaktion
Datenbank
Erinnerungsorte
Erinnerungsorte
Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote: zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischem Angebot finden, erfahren sie hier.
Erinnerungsorte
Aus Politik und Zeitgeschichte
Gemeinsame Nachkriegsgeschichte?
Gemeinsame Nachkriegsgeschichte?
Gibt es eine gemeinsame deutsche Nachkriegsgeschichte? Während eine "integrierte" Historiographie etwa für die Innenpolitik beider Staaten wenig sinnvoll scheint, sind alltagsgeschichtliche Forschungsansätze vielversprechend.
Gemeinsame Nachkriegsgeschichte?
Schriftenreihe (Bd. 619)
Wohin treibt die DDR-Erinnerung?
Wohin treibt die DDR-Erinnerung?
Debatte rund um den zukünftigen Umgang mit der DDR-Vergangenheit und die Schaffung eines Geschichtsverbundes "Aufarbeitung der SED-Diktatur".
Wohin treibt die DDR-Erinnerung?