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Genuss und Gewalt: Die Frage nach der Wirkung

Wie virtuelle Welten wirken

Über die Struktur von Transfers aus der medialen in die reale Welt
Jürgen Fritz
Inhalt
Einleitung
Problemaufriss
Transfer und Transformation
Transferebenen
Formen des Transfers
Transfer und Bewusstsein
Bedingungen für den Transfer
Strukturelle Koppelung und Transfer
Rahmungskompetenz
Grundgedanken des Transfer-Modells
Sozialwissenschaftliche Forschungsperspektiven
Einleitung

Der Artikel thematisiert Transfers, ihre Struktur, ihr Vorkommen und anderes mehr. Vor allem geht es um Transfers zwischen der virtuellen und der realen Welt.

Jeder Transfer ist notwendigerweise mit einer Transformation des Transferierten verbunden, die im Kern ein Anpassungsprozess an die je andere Welt darstellt. Transfers passieren nicht einfach so, sie sind gewollt oder setzen zumindest eine gewisse Bereitschaft voraus. Mit Blick auf das Computerspielen fragt sich, ob und welche Transfers vorkommen und welche Transformationen, etwa solche emotionaler Art, mit ihnen verbunden sind.

Zur Person
Prof. Dr. Jürgen Fritz, geb. 1944, lehrt Spiel- und Interaktionspädagogik an der Fachhochschule Köln an der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften. Er ist Leiter des Forschungsschwerpunktes "Wirkung virtueller Welten".

Transferiert werden können Schemata, vor allem Skripts. Gelingen kann dies allerdings nur bei gleichzeitig vorhandener Rahmungskompetenz und wenn dem Skriptangebot auch ein Skriptinteresse gegenübersteht. Ob 'Prints' übertragen werden, hängt hochgradig vom Kontext ab.

Metaphern, hier verstanden als Versuch, Dinge ungewohnt zu betrachten, etwas 'als etwas anderes zu sehen', sind symbolisch-funktionale Schemata mit strukturellen Übereinstimmungen. Es ist offen, ob und inwieweit es auf der metaphorischen Ebene zu Transfers kommt.

Der Transfer auf der soziodynamischen Ebene haftet nicht mehr an einzelnen Szenen, Bildern und Elementen, er bezieht sich auf die dem Handeln wesentlichen Impulse.

Transfers von Skripts, Prints und Facts können bewusst oder routineartig ablaufen. Es lassen sich eine Reihe von Transferformen unterschieden: problemlösender, emotionaler etc. Beim Computerspielen kommen vor allem problemlösende Transfers vor, die in der Regel bewusst ablaufen.

Kommt es zu einem Transfer aus der virtuellen in die reale Welt, der nicht wünschenswert ist, haben entsprechende Kontrollmechanismen versagt.


06. Dezember 2005

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