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Dossier

Demografischer Wandel in Deutschland

Bis zum Jahr 2050 wird die Bevölkerung in Deutschland um rund sieben Millionen Menschen auf insgesamt 75 Millionen schrumpfen, hat das Statistische Bundesamt berechnet. Die demografische Entwicklung und der fortschreitende Strukturwandel werden unsere Gesellschaft spürbar verändern. Ob auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene, für ganz Deutschland gilt: Es wird immer weniger zu verteilen geben. Der Druck auf die gewachsenen politischen und sozialen Strukturen steigt.

Im Osten Deutschlands lässt sich einiges über den Umgang mit dem Wandel lernen. Bevölkerungsrückgang und wirtschaftliche Umbrüche haben dort im Zeitraffer vorweggenommen, worauf sich in naher Zukunft auch die meisten anderen Regionen einstellen müssen.
Redaktion Redaktion

Dossierinhalt

Abschied vom Wachstum

Bereits in den kommenden zwei Jahrzehnten wird die Bevölkerung spürbar schrumpfen und altern. Die Sozialsysteme werden enorme Belastungen tragen müssen.

Wirtschaft und Arbeit

Besonders der Osten Deutschlands hat die Folgen von radikalen wirtschaftlichen Umbrüchen und Bevölkerungsrückgang zu spüren bekommen. Von den Erfahrungen können auch andere Regionen profitieren.

Föderale Strukturen unter Druck

Der Verteilungswettbewerb zwischen den Standorten innerhalb Deutschlands wird härter. Unter zunehmender Belastung werden die bestehenden Strukturen und Ausgleichsinstrumente in Frage gestellt.

Leben mit der Leere

Was bedeutet es für die Zurückbleibenden, wenn Arbeitsplätze und "die Jugend" abwandern? Nicht nur das gesellschaftliche Leben ändert sich – es stellt sich auch die Frage, wie die zu groß dimensionierten Infrastrukturen finanziert werden können.

Panorama: Sandra Schmid


Kreisverkehr statt Kindergarten

Billiger Baugrund, Baby-Betreuung und Bonusheftchen: Kommunen werben mit medienwirksamen Aktionen um junge Familien. Doch der Konkurrenzkampf kann kontraproduktiv sein.


 

Ausbau der Bundesstraße bei Weißenfels (Sachsen). (Foto: Carlos Revilla)

Steffen Kröhnert

Wege in die demografische Zukunftsfähigkeit

Im Jahr 2003 hatten 52 Prozent der Deutschen noch nie den Begriff "demografischer Wandel" gehört. Heute klingen einige der Vorschläge zur Organisation des "Schrumpfens" bereits abgenutzt - doch konsequent umgesetzt werden sie bisher nicht.

Ole Wintermann
Die demografische Herausforderung im internationalen Vergleich
In Deutschland müssten die Realitäten des Wandels auf höchster politischer Ebene vorbehaltlos und parteiübergreifend anerkannt werden. Das ist bisher nur in einzelnen Politikbereichen geschehen.

Flash-Animation


Stadtumbau in Eisenhüttenstadt

Eisenhüttenstadt im Wandel: Bis 2010 wird die ostdeutsche Stadt ihr Aussehen erheblich verändert haben.

Bildergalerie


Industriekultur - West: Gelsenkirchen

In 100 Jahren Montangeschichte haben sich die Gelsenkirchener daran gewöhnt, dass alles groß und schwer ist und man für die Arbeit vor allem starke Arme braucht. Die Stadt tut sich noch immer schwer mit dem Abschied von der Industrietradition.

Franz Lehner

"Gesellschaftliche Probleme sind Chancen, Geld zu verdienen"

Dem Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft könne man offensiv begegnen - und auf "problemorientiertes Wachstum" setzen, so Franz Lehner, Experte für Strukturwandel. Doch die Strukturpolitik müsse die wachsenden regionalen Unterschiede berücksichtigen.

Helmut Seitz
Primat des Verteilungsdenkens
Bevölkerungsverluste in Ostdeutschland machen Neugliederungen der Länder notwendig, so Finanzwissenschaftler Helmut Seitz. Er fordert mehr föderalen Wettbewerb - und eine Reform der verkrusteten Finanzbeziehungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen.
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