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Dossier
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Kalkutta |

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Abgehängte Megastadt, trotz Kultur und Tradition Sonja Ernst
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Soziale Situation
Die Lebenserwartung für Frauen in Kalkutta liegt bei 75 und für Männer bei 74 Jahren. 78 Prozent der Frauen und 85 Prozent der Männer können lesen und schreiben. In den Slums sind durchschnittlich nur 67 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner alphabetisiert. Das Geschlechterverhältnis liegt bei etwa 828 Frauen pro 1.000 Männern.
Wohnen
Im Stadtgebiet Kalkutta leben rund 1,5 Millionen Menschen in Slums: Das sind mehr als 30 Prozent der 4,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Im Jahr 2001 hatten 73 Prozent der Menschen in Kalkutta ausreichend Wohnraum, das heißt nicht mehr als drei Menschen teilten sich einen Raum. In den Slums lebt der Großteil der Familien in einem Zimmer zusammen. Etwa 40 Prozent der Hauhalte in den Slums leben schon seit mehr als zwei Generationen in Armutsvierteln Kalkuttas.
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Im Januar wird Makar Sankranti gefeiert, dazu gehört ein Bad im Hooghly Foto: Arnab Chatterjee
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Religion und Sprache
Der Großteil der Menschen in der Megastadt Kalkutta sind Hindus, sie stellen rund 80 Prozent der Bevölkerung. Dann folgen Muslime mit 12, Sikhs mit 4 und Christen mit knapp einem Prozent. Die meistgesprochene Sprache ist Bangla (Bengalisch), dann folgen Hindi, Urdu sowie weitere Regionalsprachen. Auch Englisch wird gesprochen und dient vor allem als Geschäftssprache.
Verkehr
Kalkutta hat ein umfassendes Busnetz, ebenso eine Straßenbahn und eine U-Bahn. Die "Kolkata Metro Railway" wurde 1984 als erste U-Bahn Indiens eröffnet. Erst 2003 wurde auch in Delhi eine U-Bahn in Betrieb genommen. Die U-Bahn Kalkuttas soll weiter ausgebaut werden, bislang transportiert sie rund 25 Prozent der täglichen Pendler. Wichtige Verkehrsmittel sind ebenso Taxis und zunehmend auch private PKWs. Nach dem Human Development Report für Westbengalen 2004 ging die Hälfte der Luftverunreinigung Kalkuttas auf Automobilabgase zurück, vor allem auf Dieselfahrzeuge. In den innenstädtischen Stadtvierteln Kalkuttas gibt es auch noch Rikschas, die von Menschen gezogen werden. Immer wieder gab es den Versuch diese Rikscha-Läufer zu verbieten – als menschunwürdige Arbeit, aber auch um das Stadtbild aufzupolieren. |
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Dossier Indien |
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Indien
Indien: Rund 1,1 Milliarden Menschen leben hier auf einer Fläche, die knapp neun Mal so groß wie Deutschland ist. Es ist die größte Demokratie der Welt – und die vielfältigste dazu. |
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