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Sophie Scholl und Die Weiße Rose

Angeklagt und verurteilt

Die Prozesse gegen die Weiße Rose
Kirsten Schulz
Sämtliche Prozesse gegen die Mitglieder der "Weiße Rose" sowie gegen deren Unterstützerinnen und Unterstützer fanden vor dem Volksgerichtshof statt. Der Volksgerichtshof war ein politisches Gericht. Seine Aufgabe war es nicht, Recht zu sprechen, sondern vielmehr politische Gegner des Dritten Reichs zu vernichten. Der einzelne Mensch rückte dabei in den Hintergrund, die Ziele der nationalsozialistischen Staatsführung standen an oberster Stelle. Unter Roland Freisler, der seit 1942 Präsident des Volksgerichtshofs war und sich selbst als "politischer Soldat" Adolf Hitlers verstand, entwickelte sich dieses Gericht zu einem reinen Terrorinstrument.

Sophie und Hans Scholl, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Willi Graf und Kurt Huber wurden wie viele andere auch von Roland Freisler zum Tode verurteilt. In den Monaten nach ihrer Verhaftung und Hinrichtung verfolgte die Gestapo weiterhin aktive Sympathisantinnen und Sympathisanten der "Weißen Rose" und sprach gegen sie Todes- und hohe Freiheitsstrafen aus.


20. April 2005



 
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Redaktion

Sitzungssaal des Volksgerichtshofes in München. Mit Genehmigung der Weiße Rose Stiftung e.V.

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