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Informationen zur politischen Bildung (Heft 280)

Zu diesem Heft


Nicole Alexander

"Globalisierung ist sicher das am meisten gebrauchte - missbrauchte - und am seltensten definierte, wahrscheinlich missverständlichste, nebulöseste und politisch wirkungsvollste ( Schlag- und Streit-) Wort der letzten, aber auch der kommenden Jahre." Dies schrieb der Soziologe Ulrich Beck 1997. Trifft diese pessimistische Einschätzung heute noch zu? Sicher ist, dass der Begriff der Globalisierung weiterhin die Schlagzeilen beherrscht, ohne dass immer klar wird, was damit gemeint ist.

Deshalb bietet das vorliegende Heft eine aktuelle und fundierte Einführung in die Thematik. Es versteht Globalisierung als einen primär ökonomischen Prozess, der durch die Ausweitung der internationalen Arbeitsteilung gekennzeichnet ist: Weltweite Märkte bilden sich heraus, auf denen Waren, Kapital und Dienstleistungen gehandelt werden. Eine zentrale Stellung in dieser Publikation nimmt daher das Kapitel "Weltwirtschaft und internationale Arbeitsteilung" ein, das diesen Prozess nachzeichnet und die Merkmale der heutigen Handels- und Kapitalverflechtung beleuchtet. Zuvor wird die Informationsrevolution der letzten Jahrzehnte als eine Voraussetzung der Globalisierung dargestellt.

In den vergangenen Jahren hat die Kontroverse um die Folgen der weltweiten Verflechtung an Heftigkeit gewonnen. Ihre Befürworter betonen, dass dadurch alle beteiligten Staaten Wohlstandsgewinne erzielen. Ihre Kritiker verweisen auf gegenteilige Erfahrungen wie etwa die Finanzkrisen in Asien und Südamerika Ende der neunziger Jahre. Ihrer Ansicht nach dient die derzeitige Form der Globalisierung vorwiegend den Interessen von Finanzanlegern und multinationalen Konzernen.

Im Zentrum der Debatte stehen die gesellschaftspolitischen Folgen der globalen wirtschaftlichen Vernetzung. In dem Kapitel "Gesellschaften unter Globalisierungsdruck" werden daher die Auswirkungen analysiert, die der Standortwettbewerb auf die Arbeits- und Lebensverhältnisse etwa in Deutschland hat. Das Kapitel "Chancen und Risiken für Entwicklungsländer" stellt Faktoren einer erfolgreichen Marktbeteiligung ebenso dar wie die Benachteiligungen, denen Staaten der Dritten Welt im globalen Handel unterliegen. In weiteren Kapiteln werden unter anderem die ökologische und die kulturelle Dimension der Globalisierung betrachtet.
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09. Februar 2012
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Globalisierung
Zu diesem Heft
Grundzüge der Globalisierung
Informationsrevolution und ihre Folgen
Weltwirtschaft und internationale Arbeitsteilung
Gesellschaften unter Globalisierungsdruck
Chancen und Risiken für Entwicklungsländer
Außen- und Sicherheitspolitik vor neuen Herausforderungen
Lösungsansätze für globale Umweltprobleme
Menschenrechte für alle?
Globaler Terrorismus
Regieren im Weltmaßstab
Kulturen zwischen Globalisierung und Regionalisierung
Literaturhinweise und Internetadressen
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