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São Paulo - Dossier Megastädte
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São Paulo |

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Motor der brasilianischen Wirtschaft Sonja Ernst
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18 Millionen "Paulistanos" wohnen in der Metropolregion São Paulo, der bevölkerungsreichsten Stadt Brasiliens. Im Gegensatz zu vielen Großstädten Brasiliens ist São Paulo keine Hafenstadt, sondern liegt etwa 70 Kilometer westlich der Küstenstadt Santos im Landesinneren. São Paulo ist die viertgrößte urbane Agglomeration der Erde und der größte Ballungsraum der Südhalbkugel. São Paulo ist auch die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates.
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São Paulo war zwar nie Hauptstadt, aber die Metropole gilt als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Brasiliens, Quelle: NASA/JPL-Caltech
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Die Megastadt ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Brasiliens und dabei stark multi-kulturell geprägt. Rund ein Drittel der brasilianischen Wirtschaftsleistung wird hier erbracht, zahlreiche multinationale Unternehmen haben in der Stadt ihre Bürotürme errichtet. São Paulo ist auch der größte deutsche Industriestandort außerhalb der Bundesrepublik, fast 1.000 deutsche Betriebe haben sich dort angesiedelt. Die Megastadt gilt als das kulturelle Zentrum Brasiliens: Neben vielen Events gibt es mehr als 150 Theater, 90 Museen und 55 Kinos. Das Museu de Arte São Paulo (MASP) ist eines der bedeutendsten Museen des gesamten Kontinents.
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist São Paulo ökonomisch und kulturell führend in Brasilien. Allerdings: Obwohl der brasilianische Regierungssitz mehrfach wechselte, kam São Paulo nie als Hauptstadt in Betracht. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts war Salvador de Bahia das politische Zentrum, danach Rio de Janeiro, und seit 1960 ist es die eigens zu diesem Zweck erbaute Stadt Brasilia.
Das Stadtbild São Paulos wird beherrscht von Hochhäusern, ein einzelnes Kulturdenkmal oder Gebäude, das als Wahrzeichen fungiert, gibt es nicht. Der Ansammlung von Konsum und Luxus im Zentrum stehen die Favelas – die Armenviertel, die sich an der Peripherie gebildet haben – gegenüber. Die Stadt kämpft nicht nur mit sozialen Spannungen, die aus der Kluft von Arm und Reich resultieren und sich immer wieder entladen, sondern auch mit ökologischen Problemen. Fast täglich herrscht auf Grund des enormen Autoverkehrs Smog. Auch die beiden Flüsse, der Rio Tietê und der Rio Pinheiros sind durch ungeklärte Abwässer stark verschmutzt, Trinkwasser muss aus entfernten Stauseen bezogen werden, ungeachtet dessen ist die Wasserqualität
dennoch schlecht. |
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Dossier |
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Lateinamerika
Lateinamerika befindet sich mitten im Umbruch. Demokratische Strukturen haben sich etabliert, doch die soziale Anspannung ist geblieben. Das Dossier schildert die jüngsten politischen Entwicklungen in 19 Staaten. Im Mittelpunkt stehen zudem die sozialen Bewegungen, aber auch Themen wie Bildung, Emanzipation und Menschenrechte. |
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