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"Wir hofften auf Freiräume"





Gerd Poppe wurde 1941 in Rostock geboren. Er ist Vorstandsmitglied der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. In den 1960er Jahren studierte Gerd Poppe in der DDR Physik und arbeitete bis 1976 als Physiker. Schon damals engagiert er sich in oppositionellen Kreisen. Gerd Poppe beschreibt die Stimmung in der DDR im Frühjahr 1968: Auch wenn die Mao-Rufe der westdeutschen Studenten viele DDR-Bürger befremden, verfolgen sie - eingeschlossen in einem autoritären Staat - die antiautoritäre Rebellion im Westen mit großer Sympathie. Noch gespannter aber blicken die Menschen in Richtung Tschechoslowakei. Sie hoffen, dass die Reformen des "Prager Frühlings" sich auch auf ihr Land auswirken werden. Doch dann zerstört die gewaltsame Niederschlagung am 21. August 1968 diese Hoffnung. Gerd Poppe schreibt einen Protestbrief und gibt diesen in der tschechischen Botschaft in Ost-Berlin ab. Trotz Berufs- und Reiseverbot: Gerd Poppe bleibt der Bürgerrechtsbewegung treu. Er zählt zu den geistigen Vätern der friedlichen Revolution von 1989.

Das Interview führte Stephan Trinius; Länge: 7:50 min.
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10. Februar 2012
Redaktion
Aus Politik und Zeitgeschichte
1968
1968
Für die einen bedeutet Achtundsechzig die Demokratisierung aller Lebensbereiche. Für andere sind die 68er Schuld am Werteverfall, Kindermangel und Bildungsnotstand. Auch nach 40 Jahren erregen die Ereignisse um das Jahr 1968 die Gemüter.
1968
ARTE Schwerpunkt
1968 - ARTE geht auf die Barrikaden!
1968 - ARTE geht auf die Barrikaden!
Ab 15. April 2008 nimmt Sie ARTE mit auf eine Reise zurück in das aufregende Jahr 1968, das die Welt auf den Kopf stellte, und lässt das Lebensgefühl der damaligen Zeit zwischen Che und Rock, Haschisch und Sex, Demonstrationen und Hoffnungen wieder aufleben.
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