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Hintergrund aktuell (15.11.2007)
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EU-Parlament: Rechtsextreme verlieren FraktionsstatusWenige Monate nach ihrer Gründung ist die rechtsextreme Fraktion "Identität,
Tradition und Souveränität" (ITS) im EU-Parlament bereits gescheitert. Mit
dem Austritt von fünf rumänischen Abgeordneten verlor die ITS den
Fraktionsstatus.
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Weniger Geld für rechtsextreme Abgeordnete im Europa-Parlament. ITS-
Fraktion hat sich aufgelöst. Foto: AP
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Der Vizepräsident des EU-Parlaments Edward McMillan-Scott teilte am
Donnerstag mit, dass die Fraktion "Identität, Tradition und Souveränität"
(ITS) nicht mehr über ausreichend Mitglieder verfüge, um weiterbestehen zu
können. Fünf rumänische EU-Abgeordnete der ultranationalistischen
Großrumänien-Partei hatten schriftlich Ihren Austritt aus der ITS erklärt.
Anlass waren die Äußerungen der italienischen ITS-Abgeordnete Alessandra
Mussolini, einer Enkelin des italienischen Diktators Benito Mussolini. Sie
hatte den Rumänen in Italien einen kriminellen Lebensstil vorgeworfen.
Mussolini nahm damit Bezug auf den Mord an einer Italienerin, für den ein
Roma aus Rumänien verantwortlich gemacht wurde. Im EU-Parlament muss ein Bündnis mindestens 20 Mitglieder haben, um den Fraktionsstatus zu erhalten. Der ITS gehören nach dem Austritt der fünf rumänischen Abgeordneten nur noch 18 Mitglieder an.
Erst im Januar war es den Rechtsextremen nach 13 Jahren wieder gelungen,
eine eigene Fraktion in der EU-Volksvertretung zu bilden. Möglich wurde der
Zusammenschluss durch den EU-Beitritt von Bulgarien und Rumänien, dem sich
die rechtsextreme französische Partei "Front National", ebenfalls Mitglied
der ITS, stets widersetzt hatte. Zuvor gehörten der rechtsextremen
Gruppierung 14 Abgeordneten aus Frankreich, Italien, Belgien, Großbritannien
und Österreich an. Bulgarien und Rumänien entsandten neun Mandatsträger.
Damit erhielt das Bündnis Fraktionsstatus.
Für die ITS-Abgeordneten bedeutete dies eine Reihe parlamentarischer Rechte:
Laut Geschäftsordnung des Europa-Parlaments haben Fraktionen das Recht,
Änderungen an Gesetzesentwürfen einzubringen, sie erhalten finanzielle
Unterstützung und den Abgeordneten wird mehr Redezeit eingeräumt.
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Hans-Gerd Jaschke
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Rechtsextremismus
Seit den 1970er Jahren ist der Begriff Rechtsextremismus ein fester Bestandteil des öffentlichen Diskurses. Was aber bedeutet Rechtsextremismus konkret? Welche Einstellungen und welches Verhalten zeichnen Menschen aus, die man als Rechtsextreme bezeichnen kann? |
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Die Rechtsextremen im Europäischen Parlament
Im Januar 2007 haben sich die rechtspopulistischen Parteien im Europaparlament neu organisiert: Unter dem Namen "Identität, Tradition und Souveränität" (ITS) bildeten sie mit den hinzugekommenen bulgarischen und rumänischen Abgeordneten erstmals seit 1994 wieder eine Fraktion. Ein Rückblick auf die europäische Presse. |
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09. Februar 2012
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Dossier: Rechtsextremismus |
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Schwerpunkt: Internationale Netzwerke
Rechtsextremismus ist nicht nur auf Deutschland beschränkt: In zahlreichen Ländern Europas und in Übersee agieren Neonazis. Sie kommunizieren via Internet, nutzen Aufmärsche und Konzerte, um ihre Anhänger zusammenzuführen und treiben regen Handel mit brauner Ware. |
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