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Spezial: Schule und Integration
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Bildung und Integration |
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Lisa Britz |
| Integration geschieht vor allem durch Bildung. Allerdings sind Migrationsjugendliche weniger erfolgreich in Schule und Ausbildung als deutsche Jugendliche. Bislang ist unser Bildungssystem unzureichend an die Erfordernisse einer Einwanderungsgesellschaft angepasst. |
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 Auszug aus:
Bildung und Integration, Integration und Partizipation
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Einleitung
Zur gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft gehört Bildung. Daher hat das gesamte
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Barbara und Bennet I. sind beide in Deutschland geboren und besuchen eine Gesamtschule. © Isadora Tast für Körber-Foto-Award 2003
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Bildungs- und Ausbildungssystem
eine Schlüsselfunktion für das Gelingen der Integration von Zuwanderern. Allerdings setzt "Integration durch Bildung" voraus, dass Migrationskinder und -jugendliche einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung erhalten. Ein Indikator hierfür ist der Schulerfolg: sie können als schulisch integriert gelten, wenn sich ihre Leistungen und Schulabschlüsse in der Statistik nicht mehr von denen ihrer "deutschen" Mitschüler unterscheiden.
Ein erster integrativer Schritt war die Ausdehnung der allgemeinen Schulpflicht auf Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund Mitte der 1960er-Jahre. Allerdings war und ist damit die Gleichheit der Bildungschancen nicht hergestellt. Die Schieflagen im Bildungssystem zu Ungunsten der Heranwachsenden mit Migrationshintergrund sind durch die Schulleistungsvergleiche der PISA-Studien (Programme for International Student Assessment) belegt worden. Die Forschung hebt dabei auch die mangelnde Integrationsfähigkeit des deutschen Bildungswesens hervor: Schulerfolg hängt von der sozialen Herkunft und dem Sprachvermögen ab. Migrationskinder und -jugendliche sind besonders stark von der Ungleichheit der Bildungschancen betroffen. Das Bildungssystem ist durch die wachsende sprachliche und kulturelle Heterogenität in den Schulen offensichtlich überfordert. Die PISA-Forscher betonen, dass die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund die wichtigste bildungspolitische Herausforderung für die nächsten Jahre sei; insbesondere müsse es gelingen, den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft, Bildungsbeteiligung und Kompetenzerwerb zu verringern.
Bei der Benachteiligung von Migrationskindern und -jugendlichen muss zwischen der formalen Bildung und ihren Kompetenzdefiziten mangels ausreichender Förderung unterschieden werden. Während der erste Aspekt sich überwiegend auf die mangelnde Chancengleichheit bezieht, verweist der zweite auf die Chancengerechtigkeit. Letztere drückt sich in Fördermaßnahmen aus, die ungleiche Startbedingungen idealerweise vor dem Schuleintritt auffangen und schulbegleitend zum Abbau von Sprachdefiziten beitragen. Hierzu zählen beispielsweise systematische und gezielte Hilfestellungen beim Erlernen der Unterrichtssprache und bei der Alphabetisierung in der Familiensprache.
 Auszug aus:
Bildung und Integration, Integration und Partizipation
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10. Februar 2012
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