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Gehirn: Aus Spielen lernen
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Geschichtsverständnis via Computerspiel |

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"Civilization" simuliert Grundstrukturen historischer Prozesse Jürgen Fritz
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Jedes genutzte Feld bringt dem Spieler Einkünfte (Gold) in unterschiedlicher Höhe. Davon "bezahlt" er zunächst seine beweglichen Einheiten und die Unterhaltungskosten für seine Gebäude. Der Rest fließt zu einem Teil in den Staatsschatz, dient mithin als Finanzreserve, und zum anderen Teil in die Forschung. Je höher der Forschungsanteil ist, desto schneller vollzieht sich der technologisch-kulturelle Fortschritt.
Der Spieler kann sowohl das Verhältnis von Staatsschatz zu Forschung bestimmen als auch, was als nächstes erforscht werden soll. Es kann sich um technologische Errungenschaften (wie z.B. Eisenverarbeitung) handeln oder um kulturelle Fortschritte (z.B. Kunst). Ist ein bestimmter Fortschritt erreicht, kann der Spieler neue Bauwerke errichten oder neue Militäreinheiten ausbilden. So ermöglicht z.B. die Eisenverarbeitung die Ausbildung von Schwertkämpfern, falls der Spieler über die strategische Ressource "Eisen" verfügt.
Dank des technologisch-kulturellen Fortschritts erlangt der Spieler deutliche Vorteile gegenüber Kulturen ohne diese Dynamik. Das geht soweit, dass bestimmte Entwicklungsschritte auch andere (und effektivere) Regierungssysteme ermöglichen. Das wenig ertragreiche System der "Despotie" kann erst dann verändert werden, wenn der Spieler "Monarchie" oder "Republik" entwickelt und eine "Revolution" zur Veränderung des Systems durchgeführt hat.
Bei "Civilization 3" hängen die Einkünfte und die zur Verfügung stehenden Ressourcen einer Siedlung auch von ihrer Nähe zur Hauptstadt ab. Je weiter die Ortschaft von der Hauptstadt entfernt ist, desto mehr Einkünfte und Ressourcen gehen durch "Korruption" verloren. Die Verluste verringern sich ein wenig durch bestimmte Bauwerke ("Gerichte", "Polizeistationen") und durch wirkungsvolle Regierungsformen (insbesondere "Demokratie"). Gleichwohl: Weit entfernt liegende Kolonien tragen wenig zu den Einkünften und Ressourcen bei und erweisen sich häufig als "Zuschussgeschäfte". Etwas anderes ist es, wenn diese Kolonien die Nutzung wichtiger strategischer Ressourcen oder begehrter Handelsgüter ermöglichen. |
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