Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Internationale Politik
Afrika
Geschichte
Gesellschaft
Wirtschaft
Panafrika
Brennpunkte
Afrika und Europa
Afrikanisch- europäische Beziehungen
Akteur EU
Euro-mediterrane Partnerschaft
Afrika - Europa - USA
Nation Building
Strukturen stabilisieren
Game in Town
Heraus-
forderungen
Neokolonialis-
mus
Deutsche Interessen
3. Afrika Forum
Kultur
Links ins Internet
Weitere bpb-Angebote
Publikationen
Veranstaltungen
Wissen
Lernen

Dossier Afrika

Herausforderungen

Grenzüberschreitende Wanderungsbewegungen bieten Chancen, sind häufig aber auch mit Problemen verbunden. Die Staaten stehen vor zahlreichen migrationsbedingten Herausforderungen, die nur gemeinsam bewältigt werden können.

Herausforderungen


 1 / 2 
weiter

Auszug aus:
Herausforderungen, Migration weltweit
Dr. Steffen Angenendt
Inhalt
Neuer Eintrag

Im Zuge der wirtschaftlichen Globalisierung werden die internationalen Wanderungsbewegungen weiter zunehmen.
Burundi: Flüchtlingslager 2002
Grossansicht des Bildes
Burundi: Flüchtlingslager 2002 © EC/ECHO/Yves Horent
Die Integration der Märkte wird für viele Menschen neue Möglichkeiten, aber auch neue Zwänge zur Migration schaffen. Generell wird die individuelle Mobilität zunehmen, sowohl in den wirtschaftlich entwickelten als auch in den weniger entwickelten Weltregionen. In vielen Gebieten wird angesichts von Armut, Unterentwicklung und Konflikten der Abwanderungsdruck weiterhin steigen, und es wird auch künftig ethnisch-religiöse Konflikte mit ethnischen Vertreibungen (wie in den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien oder den Bürgerkriegen in Ruanda oder in Sudan) geben. Wahrscheinlich wird die Verschlechterung der Umweltbedingungen vor allem in den wüstennahen Gebieten zu neuen Wanderungsbewegungen führen, und es können weitere komplexe Katastrophen mit Massenfluchtbewegungen ausbrechen.

Steuerung und Kooperation

Vielen Regierungen ist bewusst, dass sie diese globalen Herausforderungen nicht mehr im Alleingang bewältigen können. Zahlreiche Staaten haben bereits mit der Konzeption und Gestaltung der nationalen Migrationspolitik erhebliche Schwierigkeiten. Den Regierungen fällt insbesondere die Balance zwischen der wirtschaftlich als notwendig erachteten Öffnung für Zuwanderer und der häufig von den Einheimischen geforderten Begrenzung der Wanderungsbewegungen schwer: Unternehmen drängen auf eine Ausweitung der Zuwanderung, um Engpässe am Arbeitsmarkt auszugleichen, während bei der Bevölkerung die Sorge über zusätzliche Konkurrenz um wenige Jobs wächst. Auch wissen die Regierungen oft nicht, wie sie mit den migrationsbezogenen Folgen der regionalen Integration umgehen sollen. Die Debatten über die Personen- und Dienstleistungsfreiheit in der EU oder in der Nordamerikanischen Freihandelszone (NAFTA) sind dafür Beispiele.

Die Industriestaaten reagieren auf diese Entwicklungen ambivalent: Einerseits versuchen sie, ihre nationalen Handlungskapazitäten auszubauen und die Wanderungsbewegungen zu kontrollieren. Andererseits bemühen sie sich um gemeinsame Regelungen, indem sie die regionale Zusammenarbeit wie beispielsweise im Rahmen der Gemeinsamen Innen- und Justizpolitik der EU vertiefen. Zum Teil bemühen sie sich auch um die Kooperation mit internationalen Organisationen, an die sie Aufgaben delegieren. So haben in den vergangenen Jahren der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge (UNHCR) und die International Organisation for Migration (IOM) neue Aufgaben in der Betreuung von Flüchtlingen und Migranten übernommen.





Auszug aus:
Herausforderungen, Migration weltweit


 1 / 2 
weiter
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home
10. Februar 2012

 
Druck-Version
Artikel versenden
Redaktion
Dossier
Migration
Migration
16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund leben 2010 allein in Deutschland. Was bedeutet das für die Integration? Wie sieht das Asyl- und Zuwanderungsrecht in Europa aus, und welche globalen Trends zeichnen sich ab?
Migration