Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index


Themen
Internationale Politik
Afrika
Geschichte
Gesellschaft
Wirtschaft
Panafrika
Brennpunkte
Afrika und Europa
Afrikanisch- europäische Beziehungen
Akteur EU
Euro-mediterrane Partnerschaft
Afrika - Europa - USA
Nation Building
Strukturen stabilisieren
Game in Town
Heraus-
forderungen
Neokolonialis-
mus
Deutsche Interessen
3. Afrika Forum
Kultur
Links ins Internet
Weitere bpb-Angebote
Publikationen
Veranstaltungen
Wissen
Lernen
ZMI Universität Giessen Arte netzeitung.de Arte ZMI Universität Giessen taz Kulturstiftung des Bundes Berliner Konferenz Universität Duisburg-Essen Köln International School of Design
Suche
Dossier bpb.de


Dossier Afrika

Strukturen stabilisieren, Entwicklung befördern


Dr. Stefan Mair im Video-Interview



Textversion des Video-Interviews

Ich glaube, dass sich das deutsche Entwicklungsprinzip konzeptionell schon sehr stark verändert hat. Man hat darüber nachgedacht: Was heißt der 11. September für die deutsche Entwicklungspolitik? Was heißt das für unsere Sicherheit, wenn in Afrika seit 20 oder 30 Jahren Gewaltkonflikte ablaufen?

Zur Person
Dr. Stefan Mair ist Mitglied des Afrikaberatungskreises des Auswärtigen Amtes. Aktuelle Schwerpunkte betreffen vor allem innerafrikanische zwischenstaatliche Beziehungen, Demokratisierungshilfe und internationale Wahlbeobachtung sowie deutsche Interessen in Afrika, Staatszerfall und Konfliktlösung. Mair veröffentlichte zu diesen Themen mehrere Bücher und Aufsätze, unter anderem "Afrika südlich der Sahara" (1999) und "German-African Relations" (1998).

Auf konzeptioneller Ebene, auf Ebene der politischen Prinzipien, hat sich einiges geändert. Wo wir immer noch hinterher hinken, ist die Frage der Umsetzung dieser Konzepte. Wir haben große Schwierigkeiten, uns weg von der Projektebene zu orientieren, mehr in den gesamtpolitischen Dialog einzusteigen. Da gibt es erste Ansätze, aber ich glaube, da haben wir tatsächlich noch sehr viel zu tun. Wir werden einige Länder haben - Südafrika, Ghana, Kenia, vielleicht noch drei oder vier andere - die wirklich eine gute Chance haben, wirtschaftliches Wachstum zu erzeugen, sich zu stabilisieren, sich weiter zu entwickeln. Wir werden nach wie vor einige Katastrophenfälle haben. Und ich glaube, wir sind gut beraten, unser Augenmerk auf die Länder zwischen diesen beiden Extremen zu richten, weil wir, denke ich, sehr viel mit Instrumentarien, die wir haben, beitragen können, schwachen Staaten zu helfen sich zu entwickeln, Strukturen zu stabilisieren und die Entwicklung zu fördern.

Der Friedensschluss im Sudan zeigt, dass man selbst da bereit ist, Grenzen in Frage zu stellen - was vorher nie der Fall war. Allerdings kann ich mir über den Sudan hinaus nur ganz wenige Konflikte in Afrika vorstellen, die dann wirklich durch eine neue Grenzziehung gelöst werden. Für sehr viele andere Konflikte - Liberia, Sierra Leone, Kongo - ist die Grenzfrage nicht die zentrale Frage. Da geht es um andere Prozesse, Da geht es um Verarmung, um das Fehlen wirtschaftlicher und sozialer Perspektiven, um Ausbeutung von Rohstoffen. Das sind sehr viele Faktoren, die da eine Rolle spielen. Man kann es nicht auf die Grenzziehungsfrage allein zurück führen.

03. Februar 2004

Redaktion: Tatjana Brode, Klemens Vogel, Henry Bräutigam
Kamera: Sandra Kaudelka, Moritz Siebert
Schnitt: Sebastian Vielmeyer


 
Druck-Version
Artikel versenden
Redaktion
Links ins Internet

Auswärtiges Amt

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Deutscher Entwicklungsdienst

Kreditanstalt für Wiederaufbau

Deutsches Insitut für Entwicklungspolitik

Cotonou-Abkommen

EU und Afrika

UNECA - United Nations Economic Commission for Africa

Union for African Population Studies

Weltbank

OECD

UNESCO
Online-Angebot
Schulen - GEMEINSAM FÜR AFRIKA
Schulen - GEMEINSAM FÜR AFRIKA
Die Kampagne "Gemeinsam für Afrika" hat vom 6. bis 17. November 2006 Afrika zum Thema in den Klassenzimmern gemacht. Angeboten wurde dazu unter anderem kostenloses Unterrichtsmaterial.
Schulen - GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home