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Fakten

Neben den sinkenden Mitgliedszahlen sehen sich die Bundestagsparteien einem zweiten Trend ausgesetzt: Ihre Mitglieder werden immer älter. Das zeigt sich beispielhaft am Anteil der über 60-jährigen Mitglieder, der von 1991 bis 2007 bei fast allen Parteien stetig zunahm.

In der CDU wuchs der Anteil von 29,6 Prozent im Jahr 1991 auf 48 Prozent in 2007. Dabei muss man beachten, dass bei der CDU am 31.12.1991 erst wenige ostdeutsche Mitglieder in der zentralen Mitgliederkartei erfasst waren. Die Aufnahme wurde im September 1991 abgeschlossen. Der Altersaufbau der Gesamt-CDU wird daher erst ab dem 31. Dezember 1991 verlässlich wiedergegeben.

Der Anteil der über 60-jährigen Mitglieder der SPD nahm im selben Zeitraum von 25,2 Prozent auf 46,7 Prozent zu. Ähnlich bei der CSU: Hier gehörten 1991 26,8 Prozent der Parteimitglieder zur Gruppe der über 60-Jährigen, 2007 schon 42,7 Prozent.

Für die FDP liegen erst Daten ab 1996 vor. Der Anteil der über 60-Jährigen an den Parteimitgliedern betrug in diesem Jahr 25,3 Prozent, bis 2007 stieg er auf 34,9 Prozent.

Den höchsten prozentualen Anteil an über 60-Jährigen weist DIE LINKE (ehemals Linkspartei.PDS) auf. Daten liegen zwar erst ab 1999 vor, in diesem Jahr gehörten aber 68,3 Prozent der Parteimitglieder zu dieser Altersgruppe. Im Jahr 2007 sank der Altersdurchschnitt durch die Fusion der Partei mit der "Wahlalternative Arbeit & soziale Gerechtigkeit" auf 54 Prozent.

Für Bündnis 90/Die Grünen liegen nur Daten aus dem Jahr 2007 vor. In diesem Jahr waren 11,4 Prozent der Mitglieder älter als 60 Jahre. Damit verzeichnen die Grünen insgesamt den geringsten Anteil an Mitgliedern in dieser Altersgruppe.

Datenquellen

Niedermayer, Oskar, 2009: Parteimitglieder seit 1990. Arbeitshefte aus dem Otto-Stammer-Zentrum, Nr. 15, Berlin. Auf: www.polsoz.fu-berlin.de


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