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Entwicklungstrends
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Regionale Entwicklungen |  |
| Dr. Steffen Angenendt |
Die Zahl der internationalen Migrantinnen und Migranten hat sich in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt, und diese
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Libanesischer Imbiss in Berlin-Kreuzberg © Susanne Tessa Müller
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Zunahme hat vor allem in den entwickelten Staaten stattgefunden. In den Entwicklungsländern, in denen etwa 40 Prozent der weltweiten Migranten leben, nahm ihre Zahl hingegen ab. Die meisten Migranten lebten im Jahr 2005 nach Schätzungen der UN-Bevölkerungsabteilung in Europa (64,1 Millionen), Asien (53,3 Millionen) und Nordamerika (44,5 Millionen), gefolgt von Afrika mit 17,1 Millionen, Lateinamerika mit 6,7 Millionen und Ozeanien mit 5 Millionen Menschen. Es ist zu erwarten, dass Asien künftig die wichtigste Region für Wanderungsbewegungen darstellen wird, weil insbesondere Südasien, der Mittlere Osten und die Golfstaaten erhebliche Migrationspotenziale bergen.
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Einwanderung in die USA 1821-2000 nach Herkunftskontinenten © migration-info.de
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Im Jahr 2005 waren die USA das Land mit der größten Zahl an Zuwanderern (38,4 Millionen), gefolgt von Russland mit 12,1 Millionen und Deutschland mit 10,1 Millionen Zuwanderern.
Betrachtet man hingegen den Anteil von Zuwanderern an der jeweiligen Gesamtbevölkerung, verändert sich das Bild grundlegend: Hier standen die Vereinigten Arabischen Emirate mit einem Zuwandereranteil von fast 74 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Kuwait (57,9 Prozent) und Jordanien mit (39,6 Prozent).
Die Dynamik des Wanderungsgeschehens in den einzelnen Weltgebieten wird deutlich, wenn man die jährlichen
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Jährliche Wanderungssalden in entwickelten und weniger entwickelten Staaten 1950-2050 © bpb
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Wanderungssalden (auch "Nettomigration" genannt; siehe "Umfang der weltweiten Migration") vergleicht. Die stärkste Zunahme an Nettozuwanderungen verzeichnete in den vergangenen vier Jahrzehnten Nordamerika, in diesem Zeitraum verdreifachte sich der jährliche Nettozuzug. Auch für das laufende Jahrzehnt erwartet der UN-Bevölkerungsfonds eine weitere Zunahme. In Europa hingegen wird – nach einer dramatischen Zunahme bis in die 1990er Jahre und einer anschließenden Abschwächung – für die kommenden Jahre ein Rückgang der Nettozuwanderungen erwartet. Die Nettofortzüge sind am stärksten in Asien gestiegen, gefolgt von Lateinamerika und Afrika.
01. Juni 2009 |  |
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