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Rechtsextremismus

Rechtspopulismus

Europaskepsis und Islamfeindlichkeit verbinden eine bunte Mischung von Rechtsaußenparteien in Europa. Zum Spektrum gehören rechtsextreme Parteien genauso wie Gruppierungen, die mit populistischen Äußerungen auf sich aufmerksam machen wollen. Ihre politischen Ziele reichen vom Wunsch nach "Ordnung", "Autorität" und "Identität" über die Agitation gegen Minderheiten wie Sinti und Roma bis hin zur Forderung, ein "weißes Europa" ohne "jüdischen Einfluss" zu schaffen. Seit den achtziger Jahren sind Rechtspopulisten in Europa auf dem Vormarsch. Sie verbuchen Mandatsgewinne in regionalen und nationalen Parlamenten, aber auch im Europäischen Parlament. Paradoxerweise bauen die teilweise aggressiv nationalistischen Parteien dabei zunehmend auf eine länderübergreifende Zusammenarbeit und verstehen sich meist als "Freunde" im Kampf gegen multikulturelle Überfremdung.

Frank Decker und Marcel Lewandowsky

Populismus

Seit Mitte der achtziger Jahre treten neue Parteien in zahlreichen westeuropäischen Ländern in Erscheinung, für die sich in Wissenschaft und im journalistischen Sprachgebrauch der Begriff "rechtspopulistisch" eingebürgert hat. Das Phänomen Rechtspopulismus begann sich auszudehnen und machte auch vor den neuen Demokratien Mittel- und Osteuropas nicht halt. Ein Überblick.

Carsten Hübner

Europas Rechtspopulisten auf dem Vormarsch

Nationalistische und rechtsextreme Parteien haben bei den Wahlen zum Europaparlament in mehreren EU-Staaten deutlich zugelegt. Insgesamt konnte das Rechtsaußen-Spektrum die Zahl seiner Mandate in etwa halten – trotz einer Verkleinerung des Parlaments von 785 auf 736 Sitze. Die deutschen Parteien DVU und "Die Republikaner" (REP) spielten dabei keine Rolle.

Romano Sposito

Rechtsaußen im Europaparlament

Die europäischen Rechtsaußenparteien sind untereinander so gut vernetzt wie noch nie. Sie bauen auf Europaskepsis, Europakritik und Nationalkonservatismus. Gemeinsame Stoßrichtung ist die Hetze gegen Muslime.

Gabriele Nandlinger

Rechtsdemokratisch, rechtspopulistisch, rechtsextrem?

Die Bürgerbewegung "pro Köln" ist mit eigener Fraktion im Stadtrat von Köln vertreten und wird seit 2004 unter dem Verdacht einer rechtsextremistischen Bestrebung vom NRW-Verfassungsschutzbericht beobachtet. Jetzt hat sie sich ausgedehnt - auf "pro NRW".

Anton Maegerle

Modell Österreich: Die rechtspopulistische FPÖ

Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) wurde 1956 gegründet und erlebte ihre größten Wahlerfolge in den neunziger Jahren, als Jörg Haider die Partei anführte. Doch auch heute ist sie eine ernstzunehmende Größe, driftet allerdings unter ihrem neuen Vorsitzenden Heinz-Christian Strache gegenwärtig extrem nach rechts - bei den Nationalratswahlen im vergangenen Herbst hat ihr das neue Erfolge gebracht: gerade unter Jungwählern schnitt sie auffallend gut ab.

Bernhard Schmid

Auf gebremstem Höhenflug

Der vor 30 Jahren in Belgien gegründete extrem rechte Vlaams Belang definiert sich gerne als "Einzige Opposition gegen die da oben". Doch ihr könnte im flämischen Landesteil Belgiens eine neue rechtspopulistische Formation Konkurrenz machen, die "Liste Dedecker".

Anton Maegerle

Rechts am Rand in Osteuropa

Parteien, die gegen Minderheiten wie Roma und Juden hetzen, gegen Homosexuelle agitieren und sich durch chauvinistische Machtansprüchen auszeichnen, stoßen in vielen Staaten Osteuropas auf erheblichen Zuspruch. Ein Überblick.

Britta Schellenberg

Aktuelle Entwicklungen im europäischen Rechtsextremismus

Rechtsradikale argumentieren heute dicht an den Ängsten von Menschen und positionieren sich so mitten in der Gesellschaft. Wie entwickeln sich rechtspopulistische, rechtsradikale und rechtsextreme Strömungen in Europa weiter?

Bernhard Schmid

Der Auf- und Abstieg von Frankreichs Front National

Der Front National (FN) war lange Zeit eine starke politische Kraft iunter den Rechtsaußen-Parteien in Westeuropa. In jüngster Zeit verlor sie allerdings deutlich an Integrationskraft. Immer mehr Gruppen und Grüppchen spalteten sich vom FN ab.

Bernhard Schmid

Italiens rassistische Fanatiker

Die in Italien mitregierende Lega Nord hetzt gegen Einwanderer und den Islam – Italiens Postfaschisten versuchen sich dagegen als moderat zu profilieren.

Jeannette Goddard

Fortuyns politische Erben

Die niederländische "Partei für die Freiheit" hat die Nachfolge der rechtspopulistischen "Liste Pim Fortuyn" angetreten – sie steht für den Kampf gegen eine angebliche Islamisierung Europas.

Tomas Sager

Viel heiße Luft

Die rechtspopulistische "Bürgerbewegung pro Köln" versucht jährlich einen groß angekündigten "Anti-Islamisierungskongress" zu veranstalten. Auch 2009 sollte ein Treffen mit "Spitzenpolitikern aus ganz Europa" stattfinden. Tomas Sager war dabei.


 
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Redaktion
Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 29-30/2009)
Ungarn
Ungarn
Im Sommer 1989 öffnete Ungarn die Grenze zu Österreich und ermöglichte tausenden fluchtwilligen DDR-Bürgerinnen und -Bürgern den Weg nach Westen. Diese mutige Entscheidung beschleunigte die Erosion der DDR. Am 23. Oktober 1989 – dem Jahrestag des blutig niedergeschlagenen Volksaufstandes von 1956 – wurde die Republik Ungarn ausgerufen.
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