Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Rechtspopulismus

Europaskepsis und Islamfeindlichkeit verbinden eine bunte Mischung von Rechtsaußenparteien in Europa. Zum Spektrum gehören rechtsextreme Parteien genauso wie Gruppierungen, die mit populistischen Äußerungen auf sich aufmerksam machen wollen. Ihre politischen Ziele reichen vom Wunsch nach "Ordnung", "Autorität" und "Identität" über die Agitation gegen Minderheiten wie Sinti und Roma bis hin zur Forderung, ein "weißes Europa" ohne "jüdischen Einfluss" zu schaffen. Seit den achtziger Jahren sind Rechtspopulisten in Europa auf dem Vormarsch. Sie verbuchen Mandatsgewinne in regionalen und nationalen Parlamenten, aber auch im Europäischen Parlament. Paradoxerweise bauen die teilweise aggressiv nationalistischen Parteien dabei zunehmend auf eine länderübergreifende Zusammenarbeit und verstehen sich meist als "Freunde" im Kampf gegen multikulturelle Überfremdung.

Anhänger der islamkritischen Bewegung Bagida (Bayern gegen die Islamisierung des Abendlandes) nehmen am 11.01.2016 in München (Bayern) an einer Demonstration teil. Bagida ist ein regionaler Ableger der islamkritischen Pegida-Bewegung (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes).

Armin Pfahl-Traughber

Pegida – eine Protestbewegung zwischen Ängsten und Ressentiments (II)

Der diffuse Protest der Pegida-Bewegung gegen die politische Elite hat sich weiter radikalisiert. Bis zu 25.000 Menschen konnte die Bewegung im Jahr 2015 zeitweilig in Dresden mobilisieren, bis Dezember sank die Zahl der Teilnehmer aber wieder auf 6.000. Die "Montagsspaziergänge" dienen der Artikulation von Ressentiments und dem Ausleben von Stimmungen der Teilnehmer. Armin Pfahl-Traughber meint aber, dass derartige Handlungsformen mit der Zeit ausgereizt sind und ihre Attraktivität verlieren. Weiter...

Pegida - eine "Ressentimentbewegung": Anhänger des islamkritischen Pegida-Bündnisses versammeln sich am 09.02.2015 vor der Frauenkirche in Dresden.

Armin Pfahl-Traughber

Pegida – eine Protestbewegung zwischen Ängsten und Ressentiments

In der Pegida-Bewegung gegen die "Islamisierung des Abendlandes" artikuliert sich ein diffuser Protest gegen die politische Elite. Dabei dominiert aber nicht das differenzierte Argument, sondern die emotionale Pauschalisierung. Insofern handelt es sich auch um eine Ressentimentbewegung. Weiter...

Teilnehmer einer Kundgebung der Anti-Islam-Bewegung Pegida halten am 12.01.2015 während der Kundgebung in Dresden (Sachsen) Plakate und Fahnen in den Händen.

Volker Weiß

Sind sie das Volk? Pegida – die Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes

Es waren nur ein paar Hundert Menschen, die Ende Oktober zum ersten Mal zu einem Spaziergang "Patriotischer Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" in Dresden zusammenkamen. Innerhalb weniger Wochen wuchs Pegida hier zu einer Massenbewegung. Was genau in Dresden passiert und was Pegida ausmacht, analysiert Volker Weiß. Weiter...

Rechtspopulismus, was ist das? Kurz erklärt auf bpb.de

Glossar: bpb.de/rechtsextremismus

Rechtspopulismus, was ist das? Kurz und leicht verständlich erklärt im Glossar des Dossiers Rechtsextremismus auf www.bpb.de. Getextet von Toralf Staud, Johannes Radke, Heike Kleffner und FLMH. Eingesprochen von Jungschauspielern/-innen.

Aus der Mediathek

Jean-Marie Le Pen, der Führer von Frankreichs rechtem Front National, hält eine Rede bei einem Treffen in Saint-Martin de Crau bei Marseille.

Frank Decker und Marcel Lewandowsky

Populismus

Seit Mitte der achtziger Jahre treten neue Parteien in zahlreichen westeuropäischen Ländern in Erscheinung, für die sich in Wissenschaft und im journalistischen Sprachgebrauch der Begriff "rechtspopulistisch" eingebürgert hat. Das Phänomen Rechtspopulismus begann sich auszudehnen und machte auch vor den neuen Demokratien Mittel- und Osteuropas nicht halt. Ein Überblick. Weiter...

Der Vorsitzende der British National Party, Nick Griffin, redet vor Mitgliedern der rechtsextremen ungarischen "Magyar Garda".

Carsten Hübner

Europas Rechtspopulisten auf dem Vormarsch

Nationalistische und rechtsextreme Parteien haben bei den Wahlen zum Europaparlament in mehreren EU-Staaten deutlich zugelegt. Insgesamt konnte das Rechtsaußen-Spektrum die Zahl seiner Mandate in etwa halten – trotz einer Verkleinerung des Parlaments von 785 auf 736 Sitze. Die deutschen Parteien DVU und "Die Republikaner" (REP) spielten dabei keine Rolle. Weiter...

Antiislamismus als einigendes Band von Euroaps Rechtsparteien. Hier ein Wahlplakat der DVU, aufgenommen in Berlin im Mai 2009.

Romano Sposito

Rechtsaußen im Europaparlament

Die europäischen Rechtsaußenparteien sind untereinander so gut vernetzt wie noch nie. Sie bauen auf Europaskepsis, Europakritik und Nationalkonservatismus. Gemeinsame Stoßrichtung ist die Hetze gegen Muslime. Weiter...

Ein "Pro Köln" Anhänger steht mit Kreuz und Plakat an einem Treffpunkt für die Teilnehmer des Anti-Islamierungskongresses des rechtspopulistischen Bündnisses "Pro Köln" in Köln.

Gabriele Nandlinger

Rechtsdemokratisch, rechtspopulistisch, rechtsextrem?

Die Bürgerbewegung "pro Köln" ist mit eigener Fraktion im Stadtrat von Köln vertreten und wird seit 2004 unter dem Verdacht einer rechtsextremistischen Bestrebung vom NRW-Verfassungsschutzbericht beobachtet. Jetzt hat sie sich ausgedehnt - auf "pro NRW". Weiter...

Der Bundesparteiobmann der Freiheitlichen Partei Oesterreichs (FPÖ), Heinz Christian Strache, hält am Samstag (22.01.11) in Vösendorf (Niederösterreich) beim traditionellen Neujahrstreffen der Freiheitlichen Partei Österreichs eine Rede.

Anton Maegerle

Modell Österreich: Die rechtspopulistische FPÖ

Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) wurde 1956 gegründet und erlebte ihre größten Wahlerfolge in den neunziger Jahren, als Jörg Haider die Partei anführte. Doch auch heute ist sie eine ernstzunehmende Größe, driftet allerdings unter ihrem neuen Vorsitzenden Heinz-Christian Strache gegenwärtig extrem nach rechts - bei den Nationalratswahlen im vergangenen Herbst hat ihr das neue Erfolge gebracht: gerade unter Jungwählern schnitt sie auffallend gut ab. Weiter...

Ein Mitglied von "Vlaams Belang" trägt einen Button mit der Aufforderung: "Teilt Belgien".

Bernhard Schmid

Auf gebremstem Höhenflug

Der vor 30 Jahren in Belgien gegründete extrem rechte Vlaams Belang definiert sich gerne als "Einzige Opposition gegen die da oben". Doch ihr könnte im flämischen Landesteil Belgiens eine neue rechtspopulistische Formation Konkurrenz machen, die "Liste Dedecker". Weiter...

Mitglieder der neuen rechtsextremen Gruppierung "Magyar Garda" (Ungarische Garde) während ihrer Vereidungs-Zeremonie in Budapest am Samstag, dem 25. August 2007. Die Mitglieder der Ungarischen Garde tragen Uniformen, auf der eine Abwandlung des rot-weiß-gestreiften Arpad-Symbols abgebildet ist, die mit nationalsozialistischer Parteisymbolik während des Zweiten Weltkriegs assoziert wird. Die Gründung der rechtsextremen Partei Jobbik schürt die Ängste der ungarischen und internationalen jüdischen Gemeinschaft. Schon vor der Etablierung der Ungarischen Garde haben ungarische Juden von einem Anstieg des Antisemitismus gewarnt.

Anton Maegerle

Rechts am Rand in Osteuropa

Parteien, die gegen Minderheiten wie Roma und Juden hetzen, gegen Homosexuelle agitieren und sich durch chauvinistische Machtansprüchen auszeichnen, stoßen in vielen Staaten Osteuropas auf erheblichen Zuspruch. Ein Überblick. Weiter...

Rechtsextreme Globalisierungskritiker, Gesehen in Arnstadt.

Britta Schellenberg

Aktuelle Entwicklungen im europäischen Rechtsextremismus

Rechtsradikale argumentieren heute dicht an den Ängsten von Menschen und positionieren sich so mitten in der Gesellschaft. Wie entwickeln sich rechtspopulistische, rechtsradikale und rechtsextreme Strömungen in Europa weiter? Weiter...

Marine Le Pen, Tochter von Jean-Marie Le Pen, vor einem Wahlplakat des Front National 2007.

Bernhard Schmid

Der Auf- und Abstieg von Frankreichs Front National

Der Front National (FN) war lange Zeit eine starke politische Kraft iunter den Rechtsaußen-Parteien in Westeuropa. In jüngster Zeit verlor sie allerdings deutlich an Integrationskraft. Immer mehr Gruppen und Grüppchen spalteten sich vom FN ab. Weiter...

Wahlmobil der Lega Nord 2005 mit Werbung gegen das Ausländerwahlerecht.

Bernhard Schmid

Italiens rassistische Fanatiker

Die in Italien mitregierende Lega Nord hetzt gegen Einwanderer und den Islam – Italiens Postfaschisten versuchen sich dagegen als moderat zu profilieren. Weiter...

Geert Wilders, Vorsitzender der Partei für die Freiheit (Partij voor de Vrijheid).

Jeannette Goddard

Fortuyns politische Erben

Die niederländische "Partei für die Freiheit" hat die Nachfolge der rechtspopulistischen "Liste Pim Fortuyn" angetreten – sie steht für den Kampf gegen eine angebliche Islamisierung Europas. Weiter...

Protest gegen den zweiten Anti-Islamisierungskongress von pro Köln am 8. Mai 2009.

Tomas Sager

Viel heiße Luft

Die rechtspopulistische "Bürgerbewegung pro Köln" versucht jährlich einen groß angekündigten "Anti-Islamisierungskongress" zu veranstalten. Auch 2009 sollte ein Treffen mit "Spitzenpolitikern aus ganz Europa" stattfinden. Tomas Sager war dabei. Weiter...

 
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