28 I 28 - Über Mauern im Leben und Mauern im Kopf

Past vs. Future - Ein Mauermosaik am Tag, an dem die Berliner Mauer genauso lange nicht mehr steht, wie sie existierte

Mauersegmente, eins mit dem Aufschrit "Don't disturb history"An der Berliner Mauer nahe dem Potsdamer Platz im Frühjahr 1990 (© Holger Kulick)

Ein historisches Datum: Am 5.2.2018 existiert die Berliner Mauer schon so lange nicht mehr, wie sie Berlin und einen Kontinent in Halbwelten zerschnitt - rund 28 Jahre und drei Monate. Was bleibt von ihrer Geschichte in dem Moment, da sie selbst Geschichte ist? Verschwand sie wirklich, oder hat ihr Fall ganz andere Mauern sichtbar gemacht?

Gezeigt werden Filme, es gibt Live-Musik und zwei Diskussionsrunden: PAST & FUTURE - eine über die Aufarbeitung der 28 Jahre Mauerzeit und die Frage: „Wie zu Ende ist der Kalte Krieg?“, die zweite über die seit dem Mauerfall sichtbar gewordenen Gegenwartsmauern, ob die im Sozialgefälle, in der Flüchtlingsfrage oder zwischen Demokraten und Antidemokraten. Thematisiert wird auch, auf welche Weise Künstler helfen können, Mauern wahrnehmbar zu machen und zu untergraben.

Zur Diskussion sind eingeladen:

Der Filmemacher Jürgen Böttcher, der Autor Durs Grünbein, die Musiker Toni Krahl, Fritz Puppel und Stephan Krawczyk, die Schriftstellerin Gabriele Stötzer, der Kunsthistoriker Eckhart Gillen, die ehemalige Aufarbeitungsbeauftragte Ulrike Poppe, sowie: Thomas Krüger (Präsident der bpb), Prof. Bernd Greiner (Leiter des Berliner Kollegs Kalter Krieg), Prof. Axel Klausmeier (Leiter der Berliner Stiftung Berliner Mauer), Pfarrer Jürgen Quandt (Berliner Gründer des Kirchenasyls), Tim Eisenlohr (Ehemaliger DDR-Bürgerrechtler, jetzt Flüchtlingshelfer in Griechenland), Swanhild Maass (ehemalige DDR-Punkerin, nach dem Mauerfall aktiv im Kulturprojekt "Eimer" u.a.), Joachim Jauer (ehem. DDR-Korrespondent), Peter Wensierski (Publizist), Lyés Bouziane (Fußballer und Leiter eines der größten Sportsozialprojekte im Berliner Wedding), weitere Gäste sowie das Publikum. Es moderiert Christoph Singelnstein (RBB).

Es spielen:

Zwei namhafte Überraschungsbands

Gemeinsame Veranstalter sind die Robert-Havemann-Gesellschaft, das Berliner Kolleg Kalter Krieg, die Stiftung Berliner Mauer, die bpb. u.a.m.

Beginn ist 19 Uhr im Großen Saal der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Einlass ab 18.30 Uhr.
Die Mauer im Jahr 1988 nahe dem Potsdamer Platz - ein Jahr vor ihrem VerschwindenDie Mauer ein Jahr vor ihrem "Sturz". Auf der Ostseite unnahbar, auf der Westseite (hier nahe dem Potsdamer Platz) ein Spazierweg. (© Holger Kulick)

Auf allen Plätzen wird eine Eintrittsgebühr von 3 Euro erhoben, die Einnahmen gehen als Spende an das Archiv der DDR-Opposition der Havemann-Gesellschaft, die in Kooperation mit der bpb die Website www.jugendopposition.de betreut.

Termin

05.02.2018,19:00 bis 05.12.2017,23:30

Ort

Großer Saal der Berliner Volksbühne Rosa Luxemburg Platz 2

Für

Politisch Interessierte