|
|
 |

 |

Tagungsbeitrag (Februar 2001)
 |
 |
 |
 |
 |
Goldküste versus Armenhaus? Ungleichgewichte in der chinesischen Wirtschaftsentwicklung |

 |
 |
Margot Schüller
|
 |
 |
 |
 |
Die regional ungleichgewichtige wirtschaftliche Entwicklung ist zwar ein verbreitetes Phänomen großer Volkswirtschaften. Nicht nur in China gibt es starke regionale Disparitäten, sondern auch in den meisten Entwicklungsländern wie Brasilien, Indien, Indonesien oder Mexiko und selbst in Industrieländern wie den USA, Kanada oder in den relativ kleinen europäischen Ländern wie Frankreich und Italien. Die Beschäftigung mit regionalen Disparitäten und ihren Auswirkungen ist jedoch aus verschiedenen Gründen von Interesse. So wird aus volkswirtschaftlicher Sicht gefragt, warum das Wachstum regional unterschiedlich ausfällt und welche Faktoren das unterschiedliche Wachstum beeinflusst haben. Weiterhin ist das Phänomen der regionalen Disparität unter ethischen Aspekten von Interesse. Obwohl ein hohes Wachstum wünschenswert ist, ist die Frage zu stellen, wer bei einem hohen Wachstum am meisten profitiert, z.B. nur die Lokalbevölkerung in einer bestimmten Region oder ob auch die Bevölkerung in anderen Regionen daran beteiligt ist. Regionale Disparitäten haben auch eine politische Bedeutung, da sie negative Auswirkungen auf die politische Stabilität und Einheit eines Staates haben können. Regionale Disparitäten können die zentrifugalen Kräfte verstärken, wie dies z.B. in der ehemaligen Sowjetunion oder im ehemaligen Jugoslawien deutlich wurde. (Wang Shaoguang und Hu Angang(1999): The Political Economy of Uneven Development. The Case of China, Armonk, N.Y., S. 7-11).
Hu und Wang zufolge konzentriert sich die Diskussion um regionale Disparitäten in China vor allem auf vier Fragen, deren Beantwortung allerdings sehr unterschiedlich ausfallen kann. So wird 1. gefragt, ob die regionalen Ungleichgewichte sich verschärfen oder ob sie abgenommen haben seit Beginn der marktorientierten Entwicklung des Wirtschaftssystems. Sowohl chinesische als auch ausländische Ökonomen kommen zu teilweise sehr unterschiedlichen Antworten auf diese Frage, vor allem wenn sie unterschiedliche Analyseeinheiten und Konzepte benutzen; manche sehen eine Konvergenz der wirtschaftlichen Entwicklung, andere eine Ausweitung der Disparitäten. 2. wird gefragt, was die Schlüsselfaktoren sind, die zur Veränderung der regionalen Disparitäten beigetragen haben. Diese Frage bezieht sich auch auf die erste Frage, denn solche Wissenschaftler, die von einer Konvergenz ausgehen, sehen in der Ausweitung der marktorientierten Kräfte eine Ursache, die anderen dagegen betonen politische und institutionelle Aspekte wie die fiskalische Dezentralisierung, Preisverzerrungen, Außenwirtschaftspolitik, etc. 3. wird in der Diskussion die Frage aufgeworfen, ob die regionalen Disparitäten in China akzeptiert oder ob sie als zu hoch angesehen werden. Auch hier sind die Ansichten sehr unterschiedlich, denn manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass sie akzeptiert werden müssen als Teil des Entwicklungsprozesses, andere dagegen befürchten politische und soziale Instabilitäten aufgrund der bestehenden Unterschiede. 4. wird gefragt, welche Strategien die chinesische Regierung verfolgt, um die regionalen Disparitäten zu reduzieren. Auch hier gibt es starke Unterschiede in der Einschätzung der richtigen Strategie. Manche Wissenschaftler fordern eine völlige Mobilität der Ressourcen und setzen auf Marktkräfte zum Ausgleich; andere fordern staatliche Investitionen in die Infrastruktur, Bildung, etc.
Die Diskussion über die regionalen Entwicklungsunterschiede in China hat mit dem anstehenden WTO-Beitritt wieder zugenommen. So muss erwartet werden, dass die wirtschaftlich höher entwickelten Küstenprovinzen auch diejenigen Regionen sein werden, die am stärksten von der neuen Liberalisierungsrunde nach dem WTO-Beitritt und von zusätzlichen FDI profitieren werden. Die dualistische Wirtschaftsstruktur mit vielen unrentablen Staatsunternehmen in Zentral- und Westprovinzen wird dagegen noch mehr unter Anpassungsdruck geraten und möglicherweise noch stärker hinter die Wirtschaftsdynamik der "Goldküste" zurückfallen. Eine Zunahme politischer und sozialer Spannungen scheint damit unausweichlich zu sein. In meinem Vortrag zu den Ungleichgewichten in der chinesischen Wirtschaftsentwicklung komme ich zu folgenden Thesen bzw. Hauptaussagen, auf die ich im Anschluss näher eingehen werde:
- Regionale Disparitäten existierten bereits vor Beginn der Transformation des Wirtschaftssystems, haben sich jedoch mit der zunehmenden Marktorientierung und Globalisierung der chinesischen Wirtschaft seit Anfang der 90er Jahre erheblich verstärkt.
- Eine ungleichgewichtige Wirtschaftsentwicklung wurde als Begleiterscheinung der regional unterschiedlichen binnen- und außenwirtschaftlichen Liberalisierung des Wirtschaftssystems von der politischen Führung Chinas Anfang der 80er Jahre akzeptiert. Die Regierung setzte dabei auf einen "trickle down"–Effekt, der positive Wachstumswirkungen für Inlandsprovinzen implizierte.
- Marktwirtschaftliche Reformen haben die regionalen Disparitäten seit Anfang der 90er erheblich verstärkt. Obwohl durchaus positive Wachstumseffekte von den dynamischen Küstenprovinzen ausgehen, hinkte die Wachstums- und Einkommensentwicklung in den Inlandsprovinzen deutlich hinter den Ostküstenprovinzen hinterher.
- Neben natürlichen Standortvorteilen beeinflusste die unterschiedliche außenwirtschaftliche Liberalisierung des Wirtschaftssystems die lokalen Standortbedingungen für ausländische Unternehmen in entscheidender Weise. Hieraus resultierte eine regional stark abweichende Einbeziehung in globale Produktions- und Distributionsnetzwerke multinationaler Unternehmen.
- Die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Folgekosten der ungleichgewichtigen Entwicklung werden seit Mitte der 90er Jahre von der Regierung negativer als zuvor beurteilt und neue Ansätze einer stärker gleichgewichtigen Entwicklung verfolgt.
- Das neue Programm der Entwicklung Westchinas symbolisiert die Anstrengungen der chinesischen Regierung, die wirtschaftlich abgehängten Regionen durch eine stärkere Förderung wieder zu integrieren. Da Regionen nicht nur im geographischen und wirtschaftlichen Sinne existieren, sondern sich auch sozial und politisch artikulieren können, dient die Integrationsstrategie der Zentralregierung auch dem Ziel, die zentrifugalen Kräfte einzuschränken.
Zunächst zur ersten Aussage, dass Disparitäten bereits vor Beginn der Wirtschaftsreform bestanden haben, sich aber seit Anfang der 90er Jahre verstärkten. Vorab stellt sich die Frage, wie regionale Unterschiede gemessen werden können bzw. für China gemessen wurden. Im allgemeinen fragt man nach den Einkommen oder dem Pro-Kopf-BIP von Regionen/Haushalten. Die typische grafische Darstellung ist die Lorenzkurve. Bei einer völligen gleichmäßigen Verteilung hat jeder das gleiche Einkommen, z.B. 10% der Einkommensbezieher erhalten 10% der Einkommen. Bei Abweichungen fragt man, wie groß der "Bauch" der Lorenzkurve ist, z.B. wenn 20% der Einkommensbezieher 40% der Einkommen bekommen. Aus der Lorenzkurve lässt sich ein weiteres Verteilungsmaß entwickeln, nämlich der Gini-Koeffizient. Der Koeffizient beschreibt das Verhältnis der Fläche zwischen der Linie gleicher Verteilung – der Diagonalen – und der Lorenzkurse als Ungleichheitsmaß. Bei völlig gleicher Verteilung ist der Wert 0, bei ungleicher Verteilung ist der Wert größer als Null. Ein weiteres Maß der Ungleichheit ist der Variationskoeffzient, der relatives Streuungsmaß ist und als Quotient aus Standardabweichung und arithmetischem Mittel definiert wird.
Untersuchungsergebnisse über regionale Disparitäten in China sind nur sehr beschränkt miteinander vergleichbar, da 1. unterschiedliche Raumeinheiten zur Messung der regionalen Wirtschaftsentwicklung herangezogen wurden. Bei der Analyse der Disparitäten zwischen den Provinzen werden von einige Wissenschaftlern beispielsweise nicht alle 30 Provinzen, Autonomen Gebiete und regierungsunmittelbaren Städte gleichrangig behandelt. Mit der Begründung, dass Beijing, Shanghai und Tianjin keine "echten" Provinzen seien, sondern städtische Gebiete ohne (bzw. mit einem extrem kleinen) landwirtschaftlichen Sektor, integriert Tsui diese Städte in die Nachbarprovinzen. Die Städte Beijing und Tianjin wurden zur Provinz Hebei gezählt und Shanghai der Provinz Jiangsu zugeordnet. Da diese drei Städte aufgrund ihrer überdurchschnittlichen Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung bei Berechnungen regionaler Disparitäten mit Hilfe des Variationskoeffizienten Extremwerte aufweisen, wirkt sich ihre Einbeziehung in die Nachbarprovinzen dämpfend auf das Ausmaß regionaler Unterschiede aus. 2. Zur Berechnung der regionalen Disparitäten werden von den Autoren auch unterschiedliche Indikatoren herangezogen. So basiert beispielsweise die Untersuchung von Denny (1991) auf dem Nettomaterialprodukt (NMP), Yang (1992) zieht das Bruttosozialprodukt (BSP) heran, Tsui (1993) sowie Wei und Liu (1994) verwenden das Bruttoinlandsprodukt, während Wei (1992), Huo (1994), Herrmann-Pillath (1995) sowie Song (1995) das Volkseinkommen als Datenbasis benutzen. Dass nicht alle Autoren das BIP als Grundlage ihrer Berechnungen herangezogen haben, liegt im chinesischen Statistiksystem begründet. So weist das Staatliche Statistikamt diesen Indikator, der am vollständigsten die wirtschaftlichen Aktivitäten einschließlich des Dienstleistungssektors wiedergibt, erst seit wenigen Jahren aus. Nur durch Rekonstruktion des BIP für die einzelnen Provinzen durch das Statistikamt stehen diese Angaben seit kurzem auch für die 80er Jahre zur Verfügung. Die Vergleichbarkeit der Ergebnisse wird auch dadurch eingeschränkt, dass in den Untersuchungen entweder verschiedene Indizes zur Deflationierung oder nur Nominalwerte benutzt werden. (Schüller, Margot "Die Schattenseiten des chinesischen Wirtschaftswunders: Entwicklungsgefälle und Armut", in: China aktuell, Februar 1997)
Trotz dieser Unterschiede in der Datenbasis kommen die meisten Untersuchungen zu folgenden Ergebnissen: 1. Die regionalen Disparitäten zwischen den Provinzen sind gegen Ende der 80er Jahr geringer als zu Beginn der Wirtschaftsreformen Ende der 70er bzw. Anfang der 80er Jahre. Trotz einer gleichgewichtigen Entwicklungspolitik unter Mao Zedong mit der Politik der "3.Front-Industrie" war der absolute Abstand zwischen der reichsten und ärmsten Provinz Chinas Ende der 70er Jahre bemerkenswert groß. Während die Provinz Guizhou 1978 ein durchschnittliches Pro-Kopf-Volkseinkommen von 156 RMB aufwies, belief sich der entsprechende Wert für Shanghai auf 2.247 RMB und war damit um rd. das 14fache größer. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt von 315 RMB Pro-Kopf-Volkseinkommen war die Wirtschaftskraft in Guizhou um 50% niedriger und in Shanghai um 613% höher. 2. Ab Anfang der 90er Jahre erhöhen sich die regionalen Disparitäten, insbesondere die Ungleichgewichte zwischen den Provinzen an der Ostchina und den Inlandsprovinzen – hier die These von der Goldküste versus dem Armenhaus. Auch eine Studie der Weltbank von 1997 belegt diese Aussage. So ermittelt die Weltbank einen Gini-Koeffizienten von 0,288 im Jahre 1988, der auf 0,388 im Jahre 1995 steigt. Die Weltbankt weist allerdings darauf hin, dass nach wie vor die Unterschiede im Einkommen zwischen Stadt und Land deutlich höher als zwischen den Regionen sind. Vom gesamten Anstieg der Einkommensdisparitäten trugen die regionalen Unterschiede im Zeitraum 1985-95 mit rd. 34% bei.
Nun zur zweiten Aussage, dass zunächst eine ungleichgewichtige Wirtschaftsentwicklung als Begleiterscheinung der regional unterschiedlichen binnen- und außenwirtschaftlichen Liberalisierung des Wirtschaftssystems von der politischen Führung Chinas Anfang der 80er Jahre akzeptiert wurde. In der Mao-Ära war noch der Versuch unternommen worden, durch den Aufbau der sogenannten "3. Front-Industrie" in Zentral- und Westchina die ungleichgewichtige Wirtschaftsentwicklung zu beeinflussen. So lagen dieser Politik in den 60er und 70er Jahren nicht nur militärstrategische Überlegungen zugrunde, sondern die Förderung der Industrialisierung in der Inlandsregion zielte ebenfalls auf den Ausgleich der regionalen Unterschiede ab, die gerade Folge wirtschaftsgeografischer Faktoren waren. Die aus der divergierenden Wirtschaftskraft der Regionen resultierenden Disparitäten in der Einkommensverteilung wurden in der Mao-Ära als unvereinbar mit den sozialistischen Gerechtigkeitsvorstellungen betrachtet, und so wurde mit der Ansiedlung von Industrieunternehmen in Zentral- und Westchina eine gleichgewichtige Regionalpolitik verfolgt. Mit Beginn der Reform des Wirtschaftssystem nach 1978 wurden mit der Übertragung von Vorzugsrechten auf Sonderwirtschaftszonen und -gebiete bestimmte Regionen besser als andere gestellt. Diese selektive Einräumung von Vorzugsbedingungen für einzelne Gebiete im Rahmen der außenwirtschaftlichen Reform zählt zu den wichtigsten Gründen für das Auseinanderfallen der Regionalentwicklung. Allerdings hatte ich auch darauf hingewiesen, dass die regionalen Disparitäten in der Anfangsphase bis Ende der 80er Jahre zunächst zurückgingen. Bis dahin nämlich konnten die negativen Folgen der Präferenzpolitik für einzelne Regionen ausgeglichen werden, nämlich a) durch die positiven Wirkungen der Agrarreform, die das Einkommen von rd. zwei Dritteln der Bevölkerung verbesserte und gerade den ländlich strukturierten Provinzen in Zentral- und Westchina zugute kamen, b) durch den Transfer von Haushaltsmitteln der Zentralregierung in arme Regionen als Subventionen und c) durch Investitionen aus dem zentralstaatlichen Haushalt für Infrastrukturprojekte in Inlandsprovinzen.
Nun zur dritten Aussage, dass marktwirtschaftliche Reformen die regionalen Disparitäten seit Anfang der 90er erheblich verstärkt haben. Verschiedene Autoren haben nachgewiesen, dass die regionalen Disparitäten - gemessen im Pro-Kopf-BIP – seit Anfang der 90er Jahre zugenommen haben. Daraus resultierte eine Zunahme der Wirtschaftskraft in der Küstenregion und Anteilsverluste in der Zentral- und Westregion Chinas. Die Tabelle 1 gibt einen Überblick über die Veränderung des Pro-Kopf-BIP in Zentral- und Westchina gegenüber Ostchina in den Jahren 1981, 1993 und 1998. Während das Pro-Kopf-BIP Ostchinas kontinuierlich steigt, sinkt dieser Wert in Zentral- und Westchina. Die absoluten Unterschiede steigen ebenfalls.
Tabelle 1: Absoluter und relativer Unterschied im Pro-Kopf-BIP zwischen Ost- sowie Zentral- und Westchina 1981 und 1998 (in RMB)
|
| |
1981
|
1993
|
1998
|
|
Ostchina
|
1.602
|
5.235
|
9480
|
|
Zentral- und Westchina
|
1.099
|
2.782
|
4.220
|
|
Absoluter Unterschied
|
503
|
2.453
|
5.260
|
|
Zentral- und Westchina gegenüber Ostchina
in %
|
68.6
|
53.1
|
44.5
|
|
Quelle: Jiang, Xiaoyuan (2001): The Impacts of
WTO Accession on the New Regional Patterns of Trade and Foreign
Investment in China, paper prepared for the Fourth ECAN Annual Conference
on "China’s WTO Accession: National and International Perspectives",
1-2 February, Berlin.
|
|
 |
 |
 |
 |
Die regionalen Unterschiede werden noch deutlicher, wenn die Pro-Kopf-Wirtschaftskraft der einzelnen Provinzen betrachtet wird. Das höchste Pro-Kopf-BIP mit Werten zwischen 30.805 RMB und 15.976 RMB entfiel 1999 auf die Städte Shanghai, Beijing und Tianjin. Auf den Plätzen vier bis sieben rangierten die Küstenprovinzen Zhejiang, Guangdong, Fujian und Jiangsu in Ost- und Südchina mit Werten zwischen 12.037 RMB und 10.665 RMB; die Provinz Liaoning nahm mit einem Pro-Kopf-BIP von 10.086 RMB den Rang acht ein. Die meisten Provinzen Westchinas wiesen dagegen 1999 ein Pro-Kopf-BIP von unter 5.000 RMB auf.
Tabelle 2: Regionale Wirtschaftsentwicklung 1999 und Planung 2000
|
| |
BIP
1999
|
BIP-
Pro-Kopf
|
Wachstum (%)
|
Einwohner
1999
|
Region
|
Mrd. RMB
|
RMB
|
1999
|
2000 (P)
|
Mio.
|
|
Guangdong
|
846,4
|
11.728
|
9,5
|
8,5
|
72,70
|
|
Jiangsu
|
769,8
|
10.665
|
10,1
|
10,0
|
72,13
|
|
Shandong
|
766,2
|
8.673
|
10,1
|
9,0
|
88,83
|
|
Zhejiang
|
536,5
|
12.037
|
10,0
|
k.A.
|
44,75
|
|
Henan
|
457,6
|
4.894
|
8,0
|
8,0
|
93,87
|
|
Hebei
|
456,9
|
6.932
|
9,1
|
9,0
|
66,14
|
|
Liaoning
|
417,2
|
10.086
|
8,2
|
8,0
|
41,71
|
|
Shanghai
|
403,5
|
30.805
|
10,2
|
9,0
|
14,74
|
|
Hubei
|
385,8
|
6.514
|
8,3
|
8,0
|
59,83
|
|
Sichuan
|
371,2
|
4.452
|
5,6
|
k.A.
|
85,50
|
|
Fujian
|
355,0
|
10.797
|
10,0
|
9,0
|
33,16
|
|
Hunan
|
332,7
|
5.105
|
8,3
|
8,5
|
65,32
|
|
Anhui
|
290,8
|
4.707
|
8,1
|
8,5
|
62,37
|
|
Heilongjiang
|
289,7
|
7.660
|
7,5
|
7,5
|
37,92
|
|
Beijing
|
217,4
|
19.846
|
10,2
|
9,0
|
12,57
|
|
Guangxi
|
195,3
|
4.148
|
7,7
|
8,0
|
47,13
|
|
Jiangxi
|
196,3
|
4.661
|
7,8
|
7-8
|
42,31
|
|
Yunnan
|
185,6
|
4.452
|
7,2
|
7,0
|
41,92
|
|
Jilin
|
166,9
|
6.341
|
8,1
|
7,5
|
26,58
|
|
Shanxi
|
150,7
|
4.727
|
5,1
|
7,0
|
32,04
|
|
Chongqing
|
147,9
|
4.826
|
7,6
|
8,0
|
30,75
|
|
Shaanxi
|
148,8
|
4.101
|
8,4
|
9,0
|
36,18
|
|
Tianjin
|
145,0
|
15.976
|
10,0
|
9,0
|
9,59
|
|
In. Mongolei
|
126,8
|
5.350
|
7,8
|
9,0
|
23,62
|
|
Xinjiang
|
116,9
|
6.470
|
7,1
|
7,5
|
17,74
|
|
Gansu
|
93,2
|
3.668
|
8,3
|
k.A.
|
25,43
|
|
Guizhou
|
91,2
|
2.475
|
8,3
|
8,0
|
37,10
|
|
Hainan
|
47,1
|
6.383
|
8,6
|
8,5
|
7,62
|
|
Ningxia
|
24,1
|
4.473
|
8,7
|
8-9
|
5,43
|
|
Qinghai
|
23,8
|
4.662
|
8,2
|
8,5
|
5,10
|
|
Tibet
|
10,6
|
4.262
|
9,6
|
10,0
|
2,56
|
|
Anmerkung: Die BIP-Daten wurden aufgerundet.
Quelle: China Statistical Yearbook 2000, S. 60;
62-63; 96; Jingji Ribao, 29.2.00, S. 5.
|
|
 |
 |
 |
 |
Das Wirtschaftswachstum in den einzelnen Provinzen ist ebenfalls sehr unterschiedlich. Die höchsten Wachstumsraten von über 10 Prozent verzeichneten 1999 die Küstenprovinzen Jiangsu, Shandong und Zhejiang sowie die Metropolen Beijing, Shanghai und Tianjin. Allerdings war das Entwicklungstempo mit Wachstumsraten zwischen 7-8 Prozent auch in den meisten zentral- und westchinesischen Provinzen relativ hoch. Ausnahmen hiervon bildeten lediglich die Provinzen Shanxi (5,1%) und Sichuan (5,6%). Die Küstenprovinzen sind die Wachstumsmotoren und Wirtschaftszentren Chinas. Auf die vier Küstenprovinzen Guangdong, Jiangsu, Shandong und Zhejiang entfällt ein Anteil von rd. einem Drittel des gesamten BIP. Allein die Provinz Guangdong trägt mit einem Zehntel zum gesamtwirtschaftlichen Sozialprodukt bei und hat eine doppelt so große Wirtschaftskraft wie die fünf Provinzen Westchinas. Die Wirtschaft einiger zentralchinesischer Provinzen gilt ebenfalls als relativ gut entwickelt. So zählen drei Provinzen der Region Zentralchina zu den zehn Provinzen, regierungsunmittelbaren Städten und autonomen Gebieten mit dem höchsten Sozialprodukt. Beispielsweise erwirtschaftete die Provinz Henan 1999 ein deutlich höheres BIP als Liaoning oder Shanghai, die beide zu den traditionellen Industriestandorten Chinas zählen.
Nun zur vierten Aussage, dass neben natürlichen Standortvorteilen die unterschiedliche außenwirtschaftliche Liberalisierung des Wirtschaftssystems die lokalen Standortbedingungen für ausländische Unternehmen in entscheidender Weise beeinflusste. Insgesamt spielten bei der Ausweitung der regionalen Unterschiede folgende Faktoren eine zentrale Rolle: 1. das Ausmaß, zu dem einzelne Provinzen/Großräume in die Weltwirtschaft über Kapitalströme und Außenhandel integriert sind, 2. der Grad der Liberalisierung der Wirtschaft, gemessen am Umfang des nichtstaatlichen Sektors, sowie 3. die Wirtschaftstruktur, gemessen am Beitrag einzelner Sektoren zur Wirtschaftskraft und Beschäftigung. Im Vergleich der FDI-Anteile wird deutlich, dass die "Goldküste" dominiert sowohl bei den Projektzahlen als auch bei den genehmigten und realisierten FDI. Gleichzeitig sind die Provinzen an der Ostküste auch die wichtigsten Exporteure in China.
Tabelle 3: Anteil an kumulierten FDI im Jahre 1999
|
| |
Anteil an Projekten in %
|
Anteil an genehmigten FDI in %
|
Anteil an realisierten FDI in %
|
|
Ostchina
|
82,13
|
88,13
|
87,84
|
|
Zentralchina
|
12,86
|
8,00
|
8,94
|
|
Westchina
|
5,01
|
3,87
|
3,22
|
|
Quelle: Jiang, Xiaoyuan (2001): The Impacts of
WTO Accession on the New Regional Patterns of Trade and Foreign
Investment in China, paper prepared for the Fourth ECAN Annual Conference
on "China’s WTO Accession: National and International Perspectives",
1-2 February, Berlin.
|
|
 |
 |
 |
 |
Für eine kurzfristige Annäherung der Entwicklungsunterschiede wird das Regionalgefälle als zu groß angesehen und davon ausgegangen, dass die Wachstumsdynamik in den Provinzen Ostchinas auch in den kommenden 10 bis 20 Jahren ungebrochen bleibt. Die Modernisierung der alten Industriestandorte wie Shanghai und Liaoning sowie die Verbesserung der Wachstumsbedingungen in den anderen Küstenprovinzen wird, davon gehen diese Prognosen aus, weiterhin zum höheren Entwicklungstempo Ostchinas beitragen. Mit Blick auf die Erfahrungen der marktwirtschaftlichen Länder wird auch für China angenommen, dass sich die regionalen Unterschiede durch das Wirken von Marktkräften zunächst verstärken werden. Zumindest für die nächsten Jahre werde damit zu rechnen sein, dass weiterhin mehr Kapital und Arbeitskräfte aus den Inlandsregionen in die Provinzen der Ostküste strömen als umgekehrt und durch diese Konzentration die Disparitäten zunehmen werden. Auch vom erwarteten Beitritt Chinas zur WTO wird ein negativer Einfluss auf das Regionalgefälle erwartet. Die neu gegründeten Unternehmen in Zentral- und Westchina würden mit der einher gehenden Liberalisierung unter einem doppelten Wettbewerbsdruck stehen und sowohl durch internationale als auch durch inländische Unternehmen von der Ostküste bedrängt werden.
Nun zur fünften Aussage, dass die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Folgekosten der ungleichgewichtigen Entwicklung seit Mitte der 90er Jahre von der Regierung negativer als zuvor beurteilt und neue Ansätze einer stärker gleichgewichtigen Entwicklung verfolgt wurden. Die negativen Auswirkungen der neuen Regionalpolitik traten Anfang der 90er Jahre in Form massiver Wanderströme von ländlichen Migranten und einer damit verbundenen von der Regierung als "destabilisierend" betrachteten Mobilität. Weiterhin verstärkte sich die Kritik der Lokalregierungen in Zentral- und Westchina an der Regionalpolitik, die Unzufriedenheit mit der Zentralregierung nahm zu und damit die Gefahr eines Auseinanderfallens. Diese negativen Auswirkungen zwangen die Regierung zu einer politischen Umorientierung. Wirtschaftspolitische Fördermaßnahmen wurden deshalb seit Mitte der 90er Jahre für die West- und Zentralregion eingeleitet, eine Ausweitung der Privilegien auf Regionen in Zentral- und Westchina sowie die Bereitstellung von Finanzmitteln aus dem Haushalt der Zentralregierung in Form von Subventionen und Investitionen an die Inlandprovinzen verstärkt. Die 1994 eingeführte Neuverteilung der Steuereinnahmen zwischen Zentrale und Provinzen zielte ebenfalls darauf ab, die regionalpolitischen Einflussmöglichkeiten der Zentrale und die Finanzierung von Infrastrukturprojekten in Zentral- und Westchina zu vergrößern. Weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Inlandsprovinzen wurden im 9. Fünfjahresplan (1996-2000) festgeschrieben. Dazu zählen vor allem die Schaffung eines interregionalen Finanzausgleichs mit schrittweiser Erhöhung der finanziellen Unterstützung (bisher allerdings noch nicht realisiert) sowie die Beschleunigung der Wirtschaftsreformen und der außenwirtschaftlichen Öffnung in Zentral- und Westchina mit dem Ziel, mehr Auslandsinvestitionen in diese Region zu lenken. Weiterhin wurde beschlossen, Projekten zur Erschließung von Ressourcen und dem Bau von Infrastrukturprojekten in diesen Gebieten Priorität einzuräumen. Über eine Preiserhöhung für rohstoffintensive Produkte sollte außerdem die Fähigkeit der Provinzen in Zentral- und Westchina zur selbstständigen Entwicklung gestärkt werden. Auch durch die Umsiedlung von rohstoff- und arbeitsintensiven Industrien aus den Küstenprovinzen sollten Beschäftigungs- und Einkommenschancen in den Inlandregionen erhöht werden. Weiterhin wurde die stärkere verkehrs- und informationstechnische Anbindung der Inlands- an die Küstenprovinzen mit Förderung des Baus von Eisenbahnen, Autobahnen, Telekommunikationseinrichtungen sowie von neuen Agrar- und Industriebasen angekündigt.
Zum Schluss zur sechsten Aussage, dass das neue Programm der Entwicklung Westchinas die Anstrengungen der chinesischen Regierung symbolisiert, die wirtschaftlich abgehängten Regionen durch eine stärkere Förderung wieder zu integrieren. Der 10.Fünfjahresplan (2001-2005) widmet ein eigenes Kapitel der Entwicklung der Region Westchina. Im Mittelpunkt dieser Strategie steht der Ausgleich der regionalen Disparitäten durch eine Beschleunigung der Entwicklung in Westchina, aber auch in der Zentralregion. Instrumente der Strategie sind vor allem der Bau von Schlüsselprojekten der Infrastruktur, insbesondere von Energie, Transport- und Telekommunikation, aber auch von Umwelt- und Bildungsprojekten. Der Planungshorizont für diese Strategie ist fünf bis zehn Jahre. Als Instrumente der Umsetzung dieser Ziele höhere Investitionen für die Entwicklung und Transferzahlungen aus dem Haushalt der Zentralregierung an die Haushalte der Lokalregierungen. Allerdings wird im Bericht zum Fünfjahresplan von der Regierung betont, dass sich die Bevölkerung im Westen Chinas langfristig gesehen jedoch in erster Linie auf ihre eigenen Anstrengungen verlassen muss. Die Regierung will jedoch die Wirtschaftsreform und die außenwirtschaftliche Öffnung in dieser Region beschleunigen und ein attraktives Investitionsumfeld schaffen, um Finanzmittel, Technologie und Fachkräfte aus dem In- und Ausland in die Westregion zu holen. Zu den Infrastrukturprojekten von zentraler Bedeutung zählen die Transmission von Erdgas und Elektrizität aus der Region Westchina in die Ostküstenregion sowie der Bau der Eisenbahnlinie von Qinghai nach Tibet. (Hinweis: während des Seminars hatte ich die Sichtweise vertreten, dass dieser Eisenbahnbau kaum wahrscheinlich ist, musste jedoch feststellen, dass die Regierung tatsächlich dieses Vorhaben verfolgt). Bei der Entwicklung der Westregion wird zunächst mit Projekten entlang der großen Verkehrswege wie der eurasischen Kontinentalbrücke, dem Yangzi sowie den wichtigen zum Meer führenden Verkehrswegen im Südwesten begonnen. Die großen Städte entlang dieser Verkehrswege sollen als Wirtschaftszentren dienen und eine Führungsrolle bei der Entwicklung der umliegenden Regionen spielen. Besondere Förderung sollen die Wirtschaftszonen entlang der Tongguang-Lanzhou-Urumqi-Eisenbahnstrecke, entlang des Yangzi-Oberlaufs sowie entlang der Nanning-Guiyang-Kunming-Eisenbahnstrecke erhalten. Die Kosten für die Infrastrukturprojekte werden sehr hoch sein. Allein für den Ausbau der Eisenbahnstrecken in der Westregion geht das Eisenbahnministerium in den nächsten fünf Jahren von einem Volumen von rd. 200 Mrd. RMB (24 Mrd. US$) aus.
Die Beschleunigung der wirtschaftlichen Entwicklung in Westchina ist für die chinesische Regierung aus verschiedenen Gründen von zentraler Bedeutung geworden. So hofft sie einerseits, durch die Verbesserung der Infrastruktur das Wirtschaftswachstum in der Region und damit die gesamte Konjunktur weiter zu stärken. Die höhere Nachfrage nach industriellen Produkten und Dienstleistungen soll den Investitionsgütermarkt beleben, und durch neue Einkommensmöglichkeiten soll die Bevölkerung der Region zur Ausweitung der Inlandsnachfrage beitragen. Andererseits ist die stärkere Förderung der Westregion notwendig, um die regionalen Disparitäten und damit verbundene soziale Instabilitäten einzudämmen bzw. zu reduzieren. Da in den armen Westprovinzen außerdem viele nationale Minderheiten in den Grenzregionen leben, ist die Förderung dieser Gebiete auch aus sicherheitspolitischen Aspekten dringlich geworden. Insgesamt geht es um die politische Legitimation der KPCh, die vom wirtschaftlichen Erfolg insgesamt und einer Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung abhängt. Weiterhin ist die Anbindung der Westregion an die übrigen Landesteile Voraussetzung für die Schaffung eines gesamtchinesischen Marktes, der bisher erst im Entstehen begriffen ist. So basiert beispielsweise die Produktion der Exportzentren an der Ostküste zum größten Teil auf dem Import von Zwischenprodukten und Komponenten aus dem Ausland. Der innerchinesische Warenverkehr mit den Inlandsprovinzen ist dagegen noch unterentwickelt.
Fraglich ist allerdings, ob ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen werden, um die ehrgeizigen Projekte auch zu realisieren. Weiterhin lassen die natürlichen Bedingungen in der Region Westchina eine vergleichbare Entwicklung wie in den Ostküstenprovinzen sicherlich nicht zu. Es gibt große Wüstengebiete, hohe Gebirge und isolierte Städte. Die Zahl der Bevölkerung ist zwar fast so hoch wie die der USA und Mexikos zusammen. Der überwiegende Teil der Bevölkerung verfügt jedoch nur über relativ niedriges Einkommen, rd. ein Drittel im Vergleich zur Küstenregion. Beispielsweise ist das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen in Guizhou nur 8% des Pro-Kopf-Einkommens in Shanghai. Außerdem stellt sich die Frage, welche Anreize die Regierung zur Motivation der Bevölkerung zur Verfügung stellen kann. So kann sie beispielsweise nicht die Erschließung privaten Landeigentums anbieten. Problematisch ist auch, dass Westchina an noch ärmere Bergregionen ohne Zugang zum Meer im Westen angrenzt. Als die Provinzen Guangdong und Fujian in den 80er Jahren sich öffneten, waren sie zwar auch relativ arme Provinzen, konnten jedoch von der Wachstumsdynamik und den ausländischen Direktinvestitionen aus Hongkong und Taiwan profitieren. Problematisch erscheint auch, dass ausländische Unternehmen bei Direktinvestitionen in Westchina sich noch eher abwartend verhalten, da die Infrastruktur noch nicht vorhanden ist und ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften besteht. Trotz dieser Probleme, die nur begrenzte Erfolge bei der Realisierung der Westchina-Erschließungsstrategie erwarten lassen, symbolisiert das Programm die Anstrengungen der chinesischen Regierung, die wirtschaftlich abgehängten Regionen durch eine stärkere Förderung wieder zu integrieren. Da Regionen nicht nur im geographischen und wirtschaftlichen Sinne existieren, sondern sich auch sozial und politisch artikulieren können, dient die Integrationsstrategie der Zentralregierung vor allem dem Ziel, die zentrifugalen Kräfte einzuschränken. (Schüller, Margot (2001): Chinas Wirtschaft am Ende des Millennium, in: China aktuell, März.)
Weiterführende Literatur
Siehe auch die umfangreiche Literaturliste in Schüller, Margot (1997): Die Schattenseiten des chinesischen Wirtschaftswunders: Entwicklungsgefälle und Armut, in: China aktuell, Februar.
Boillot, Jean-Joseph and Nicolas Michelon (2000): The New Economic Geography of Greater China, in: China Perspective, No. 30, July – August, S. 18-30.
Boillot, Jean-Joseph and Nicolas Michelon (2000): The South China Triangle and Taiwan, in: China Perspective, No. 30, July – August, S. 32 –41.
Falkenheim, Victor C. (1994): China’s Regional Development: Trends and Implications, Eastern Asia Policy Papers, Toronto.
Fleisher, Belton M. and Chen, Jian (1997): "The Coast-Noncoast Income Gap, Productivity, and Regional Economic Policy in China", Journal of Comparative Economics, 25, S. 220-236.
Giese, Karsten (2001): Internet, E-Business und digital divide in der VR China. Eine kritische Bestandaufnahme, in: China aktuell, Januar.
Gipouloux, Francois (1998): Integration or Disintegration? The Spatial Effects of Foreign Direct Investment in China, in: China Perspective, No. 17, May-June, S. 6-13.
Jiang, Xiaoyuan (2001): The Impacts of WTO Accession on the New Regional Patterns of Trade and Foreign Investment in China, paper prepared for the Fourth ECAN Annual Conference on "China’s WTO Accession: National and International Perspectives", 1-2 February, Berlin.
Lin, George C.S (1997): Red Capitalism in South China. Growth and Development of the Pearl River Delta, Vancouver.
Nakajima, Seiichi (1998): A Study of China’s Economic Growth – The Regions and Industries Led the Chinese Economy, in: JETRO China Newsletter, Vol. 1, No. 132, S. 14-24.
Rozelle, Scott (1994): Rural Industrialisation and Increasing Inequality: Emerging Patterns in China's Reforming Economy, Journal of Comparative Economics, 19, S. 362-391.
Rozelle, Scott et al. (1999): Leaving China's Farms: Survey Results of New Paths and Remaining Hurdles to Rural Migration", The China Quarterly, No.158, June, S. 367-393.
Schüller, Margot (1995): Ansturm auf die Städte: Regionalgefälle und Binnenmigration in China, in: China aktuell, Juni.
Schüller, Margot (1999): Globalisierung und regionale Wirtschaftsentwicklung in der VR China, in: Nord Süd aktuell, 3, S. 403-417.
Schüller, Margot (1997): Die Schattenseiten des chinesischen Wirtschaftswunders: Entwicklungsgefälle und Armut, in: China aktuell, Februar.
Schüller, Margot (2000): Die sozialen Herausforderungen der Globalisierung für Chinas Regionen: Das Beispiel der Provinz Liaoning, in: China aktuell, März.
Schüller, Margot und Höppner, Florian(1997): Shanghai auf dem Weg zu einem regionalen und internationalen Wirtschaftszentrum?, in: Shanghai Chinas Tor zur Welt, Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg, S. 85-118.
Wang, Shaoguang and Hu, Angang (1999): The Political Economy of Uneven Development. The Case of China, Armonk/New York.
Wright, Daniel (1999): The Other Side of China’s Prosperity, in: The China Business Review, September-October, S. 22-29.
World Bank, China 2020 (1997): Disparities in China: Sharing Rising Income, Washington, D.C.
Kontakt
ifahh.schueller@uni-hamburg.de |
 |
 |
|
 |
09. Februar 2012
 |
|