Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Publikationen
Veranstaltungen
Dokumentationen
Made in Italy / Made in Germany
KinderMedien-
Konferenz 2009
Politik im Freien Theater 2008
Wissen
Lernen


Thüringen-Tour 2004

Imbiss im Dunkeln


16. Station: Sonneberg, 28. Juni 2004

Bürgerfest an der Bürgerschule in Sonneberg. Am Nachmittag scheint die Sonne auf den Schulhof, der auch Fußballfeld ist, und man lernt sich gegenseitig kennen. Pro Familia ist angereist und der Migrationsdienst der Arbeiterwohlfahrt, die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihr Posaunenkönnen und der Chor tritt auf. Andere Mutige erklettern Kästenstapel oder nehmen einen kleinen Imbiss ein - und zwar blind.

Sonneberg
Grossansicht des Bildes
Wie ist das, wenn man blind ist? Ein Test mit Marmeladenbrot
Hinsetzen und sich die Augen verbinden lassen. Nun heißt es ein Marmeladenbrot schmieren, es essen und dazu etwas trinken. Das sollte zu schaffen sein. "Das Brot liegt auf der Mitte des Tellers", so der Tipp von den Sehenden. Aber wo ist der Teller, wo die Mitte? Die Gabel scheint sich selbständig mal von hier nach dort zu bewegen. Beim Eingießen steckt man den Zeigefinger in den Becher, um zu spüren, wann dieser voll ist. Zwischendurch heißt es wieder Teller suchen und das Brot darauf. Nach dem letzten Bissen, wenn das Tuch abgenommen wird, herrscht Erleichterung und der Teller ist voller Marmeladekleckse.

Mit dem Imbiss im Dunkeln stellt sich der Blinden- und Sehbehindertenverein Sonneberg vor. Johanna Klausner, selbst blind, ist mitgekommen, um die Blindenschrift zu erklären. Die 65-Jährige hat vor zehn Jahren ihr Augenlicht verloren. Sie musste erneut schreiben und lesen lernen. "Es brauchte viel Zeit", sagt sie. Die Buchstaben der Blindenschrift funktionieren wie Dominosteine mit sechs Punkten, aus ihrer Anzahl und Anordnung ergeben sich Buchstaben. Auch gibt es eine Kurzschrift, in der nur ein Buchstabe für das "sch" oder das "er" steht. Aber trotzdem würde der Duden in Blindenschrift noch immer rund 27 Bände füllen.

Text und Foto: Sonja Ernst

  • Vorherige Station
  • Zur Tour-Übersicht
  • Nächste Station

    8.30 - 14.00
    Bürgerschule
    Untere Markt 4

    InfoMobil
    Seminare zur politischen Bildung

    14.00 - 17.00
    Bürgerschule
    Untere Markt 4

    Politische Bildung zum Anfassen und Mitmachen
    in Zusammenarbeit mit Vereinen,
    Initiativen und Gruppen aus Sonneberg
    Kistenklettern
    InfoMobil

    17.30 - 19.30
    Kammerlichtspiele
    Gustav König Str. 22

    Filmvorführung zur antirassistischen Bildungsarbeit
  • Themen | Wissen | Veranstaltungen |
    Publikationen | Lernen |
    Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
    Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home
    10. Februar 2012
    Druck-Version
    Artikel versenden
    Online-Tagebuch
    Heiligenstadt, 7. Juni:

    Politische Bildung lebendig machen
    Leinefelde/Teistungen, 8. Juni:

    Der Blick zurück, der Blick nach vorn
    Mühlhausen, 9. Juni:

    Zivilcourage als Weg
    Bad Tennstedt, 10. Juni:

    Kultur und Kartenspielen
    Bad Langensalza, 11. Juni:

    Demokratie lebendig halten
    Nordhausen, 14. Juni:

    Nach der Wahl ist vor der Wahl
    Sondershausen, 15. Juni:

    Glokale Wasserwirtschaft
    Greußen, 16. Juni:

    Redet mit Nazis
    Apolda, 17. Juni:

    Kapital auf Reisen?
    Jena, 18. Juni:

    Elite und Lebensperspektive
    Gotha, 21. Juni:

    Mit dem Abi zum Discounter
    Arnstadt, 22. Juni:

    Wie im richtigen Leben
    Ilmenau, 23. Juni:

    Der Aha-Effekt
    Suhl, 24. Juni:

    Fremd sein in Deutschland
    Eisenach, 25. Juni:

    Politik und Spiele
    Sonneberg, 28. Juni:

    Imbiss im Dunkeln
    Saalfeld, 29. Juni:

    Schreiben und Leben
    Rudolstadt, 30. Juni:

    Keine Frage von Gut und Böse