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Aktuelles/News
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Juryerklärung |

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Der Regisseur Samuel Schwarz hat in einem offenen Brief das Ausscheiden
der Produktion "Der Bus" seiner Gruppe 400asa aus dem Wettbewerb des
Festivals Politik im Freien Theater erklärt. Als Begründung gibt er an,
durch den Rückzug von der PR-steigernden Maßnahme der Preisverleihung
darauf hinweisen zu wollen, man solle über die Festivalproduktionen
inhalts- statt wettbewerbsorientiert diskutieren. Er möchte auf das
mediale Ritual einer Preisverleihung verzichten, samt des Jubels und der
Hype. Sie argumentieren gegen eine Aufteilung der Festivalteilnehmer in
Gewinner und Verlierer, und verweisen auf triviale Casting-Formate im
Fernsehen.
Hier hat sich aber nicht Deutschland vor dem Bildschirm versammelt, um
die superfreie Produktion zu prämieren. Und wir, die Jury, sind auch
nicht Dieter Bohlen & Co. Vielmehr handelt es sich um ein
Theaterfestival, das von einer Behörde der Bundesrepublik Deutschland
organisiert und aus Steuergeldern finanziert wird. Weshalb der
PR-Vorwurf schon mal ins Leere geht, der ja kommerzielle Interessen
voraussetzen würde, was man beim Bundesministerium des Innern, dem die
Bundeszentrale für politische Bildung untersteht, wohl eher ausschließen
kann. Auch hält sich der mediale Hype in Grenzen, hat es die
Veranstalter einige Anstrengungen gekostet, das Festival in der Stadt zu
verankern um überhaupt in Zeiten, wo Leute lieber Dieter Bohlen als
freie Theaterproduktionen sehen, Aufmerksamkeit auf die eingeladenen
Stücke und das Festival selbst zu richten.
Auch wirft der Rückzug mit dem Argument, lieber über Inhalte als über
Qualität zu sprechen auch die Frage auf, warum im freien Theater nicht
über Qualität gesprochen werden darf, wie über den Einsatz künstlerischer
Mittel bei der Umsetzung.
Die Jury hat gar nicht die Absicht, die Produktionen in Sieger und
Verlierer zu spalten. Wir glauben auch nicht, dass die Entscheidung,
zwei Stücke des Festivals auszuzeichnen, irgendetwas gegen die
herrschende Unsicherheit in dieser Welt ausrichten kann. Sie wird nicht
einmal deren Komplexität berühren, sondern lediglich zwei freien Gruppen
helfen, ihre nächste Produktion zu finanzieren, beziehungsweise im
Ausland zu präsentieren. Theaterpreise sind kein Opium des Volkes. Schon
gar nicht die von der Bundeszentrale für politische Bildung. Schön wärs
ja. Aber die Verhältnisse sind anders. Wir hätten gehofft, Samuel
Schwarz hätte von diesen Verhältnissen mehr begriffen als sein Schreiben
leider befürchten läßt.
Martin Berg, Tina Mendelsohn, Esther Slevogt, Georg Weinand (Die Jury) |
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10. Februar 2012
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Sonstige |
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Echt - Programm zum 7. Festival Politik im Freien Theater
"Echt" lautet das Motto vom 7. Theaterfestival "Politik im Freien Theater".
Die Besucher erwarten zwischen dem 13.und 23. November 15 außergewöhnliche Inszenierungen. Zu seinem 20. Geburtstag kommt das Event nach Köln und ist damit zum ersten mal zu Gast in Nordrhein-Westfalen. |
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Echt! Politik im Freien Theater |
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ECHT! - Das Magazin
"Echt" lautet das Motto vom 7. Theaterfestival "Politik im Freien Theater". In diesem Magazin möchten wir Ihnen auch die Personen hinter den Kulissen
vorstellen: die Korrespondenten, die maßgeblich an der Auswahl
der Stücke beteiligt waren und die unabhängige
Fachjury, die die Qual der Wahl hat und aus den
vielen Produktionen die diesjährigen Preisträger
auswählen wird. (PDF-Version: 5.212 KB) |
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