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Vortrag
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Google, Blogs & Newsbots |

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Mediatoren der Internetöffentlichkeit Christoph Neuberger
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Politische Akteure als Kommunikatoren im Netz |
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Bisher richtet sich das Augenmerk in der Forschung über Demokratie und Internet vor allem auf die Online-Auftritte der politischen Akteure: auf Parteien, Regierungen, Kommunen und Bürgerinitiativen, die als Kommunikatoren durch das Internet einen direkten Zugang zur Öffentlichkeit erhalten und nicht mehr den Umweg über die Redaktionen von Presse und Rundfunk gehen müssen.
"Kommunikatoren" sind jene Akteure, die ihre eigenen Interessen in der Öffentlichkeit vertreten. Jürgen Gerhards (1993: 35-38) unterscheidet hier genauer zwischen Akteuren der Interessenartikulation (Verbände, Interessengruppen, soziale Bewegungen, Bürgerinitiativen) und Akteuren der Interessenaggregation, also den Parteien, die in einer repräsentativen Demokratie gesellschaftliche Interessen bündeln und sie im Rahmen der politischen Entscheidungen durchzusetzen versuchen.
Kommunikatoren bedienen sich der Instrumente der "Public Relations" und der Werbung, etwa im Wahlkampf (vgl. Bieber 2002) . Selbst Diskursangebote sind offenbar primär PR-Mittel. Beate Hoecker (2002: 40) resümiert Studien über Politikerforen: "[I]nsgesamt [besteht] nur geringe Bereitschaft der politischen Akteure zu einer zweiseitigen und weniger asymmetrischen Kommunikation; ihr Umgang mit der Online-Kommunikation diene vielmehr in erster Linie der eigenen Öffentlichkeitsdarstellung. Das interaktive Potenzial zur Intensivierung der Repräsentationsbeziehung zwischen Wählern und Gewählten bleibt somit (noch) weitgehend ungenutzt."
In einer Untersuchung über Abgeordneten-Homepages kam Nicola Döring (2003) zum Ergebnis, dass rund die Hälfte der Bundestagsabgeordneten über einen eigenen Internetauftritt verfügt (56%). Davon hatten nur 20% ein Gästebuch für Fragen und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern. Zudem war das Interesse daran verschwindend gering: Ein Drittel der Gästebücher enthielt nur 1-10 Einträge (33%), mehr als hundert Einträge fanden sich bei 7%. "Selbst bei den zehn meistgenutzten Gästebüchern gehen im Durchschnitt nur etwa zwei bis drei Einträge pro Woche ein […]." (ebd.: 37) Außerdem handelt es sich dabei zur Hälfte (50%) um "unterstützende" Beiträge eigener Anhänger, die zu Wahlen gratulieren, sich für Reden und Besuche bedanken oder die Politiker ermutigen. Neben jeweils 15% Apolitischem und Hilfegesuchen fanden sich lediglich noch 20% kritischer Einträge (vgl. ebd.: 39). Die Responsivität, also das öffentliche Beantworten der Anfragen durch die Politiker, fällt "sehr gering" (ebd.: 40) aus. Wenn die Zahl der Einträge groß und die Kritik stark wird, so belegt Döring anhand von Beispielen, besteht die Neigung, Gästebücher zu schließen oder Homepages aus dem Netz zu nehmen.
Beschränkt man sich auf politische Kommunikatoren wie Parteien und einzelne Politiker, so ist der Öffentlichkeit im Internet ein schlechtes Zeugnis auszustellen. Jedoch ist damit nur die eine Hälfte der Öffentlichkeit beschrieben. Dies wäre nämlich so, als ob man die Vielfalt und das Diskursniveau im Bereich gedruckter Medien auf die Hochglanzprospekte und Plakate von Parteien beschränken und Zeitungen und Zeitschriften ignorieren würde. |
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10. Februar 2012
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Strukturwandel der Öffentlichkeit |
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