Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Publikationen
Veranstaltungen
Dokumentationen
Made in Italy / Made in Germany
KinderMedien-
Konferenz 2009
Politik im Freien Theater 2008
Wissen
Lernen


Vortrag

Google, Blogs & Newsbots


Mediatoren der Internetöffentlichkeit
Christoph Neuberger
Inhalt

Kritik an demokratischen Netz-Utopien

Politische Akteure als Kommunikatoren im Netz

Vermittlungsstrukturen in der Öffentlichkeit

Ist Vermittlung im Internet notwendig?

"Informationsflut" und "Informationsmüll"

Engpass wandert von der Anbieter- auf die Nutzerseite

Neue Angebotstypen als Mediatoren

Suchmaschinen und Nachrichtenaggregatoren

Weblogs und Warblogs

Peer-to-Peer-Angebote

Wirkungen politischer Internetöffentlichkeit?

Offene Fragen

Literatur

Offene Fragen
Im Internet bahnt sich ein Strukturwandel der Öffentlichkeit an. Es haben sich neue Angebotstypen herausgebildet, die öffentliche Kommunikation vermitteln. Im Unterschied zum traditionellen Journalismus kennzeichnet sie eine relativ große Offenheit für Teilnehmer, Informationen und Meinungen. Dennoch lässt sich bisher wenig Definitives darüber sagen. Vielmehr stellen sich folgende Fragen:
    1. Wie effektiv ist die Qualitätssicherung der Mediatoren? Wie lässt sich die Qualität durch die Übernahme bewährter journalistischer Standards sicherstellen? Ein Beispiel: Suchmaschinen verkaufen Platzierungen auf ihren Trefferlisten, ohne diese ausreichend für die Nutzer zu kennzeichnen ("Sponsored Link", "Partnerlink", "Empfehlung", "Webtipp"). Die Norm der Trennung zwischen redaktionellem Teil und Werbung hat sich hier noch nicht durchgesetzt (vgl. Machill/Neuberger/Schweiger/Wirth 2003: 91).

    2. Wie lassen sich Mediatoren im Internet finanzieren? Verschwinden Angebote wieder, sobald der Enthusiasmus von Hobbyanbietern erlahmt? Einzelne bekannte Weblogger sind offenbar bereits in der Lage, sich zumindest teilweise zu finanzieren. Der bereits erwähnte Andrew Sullivan (2002) berichtet, dass er im Jahr 2001 von Lesern bereits 27,000 $ an Spenden erhalten habe. Ob professioneller Individualjournalismus eine Zukunft hat, wird vor allem davon abhängen, ob er hauptberuflich ausgeübt werden kann.

    3. Schließlich stellt sich die Frage: Können neue Anbieter im Internet zumindest punktuell Leistungen erbringen, die dem traditionellen Journalismus entsprechen, mit ihm konkurrieren oder ihn ergänzen? Einige Hinweise enthält dieser Text. Für eine genaue Antwort ist empirische Forschung notwendig, die bisher noch nicht stattgefunden hat.


Christoph Neuberger ist Professor für Kommunikationswissenschaft am Institut für Kommunikationswissenschaft der Westfälischen Willhelms-Universität Münster. Arbeitsgebiete: Online-Journalismus, Engagement von Presse und Rundfunk im Internet, Journalismustheorie, Arbeitsmarkt und Qualifizierung im Journalismus. E-Mail: neuberger@uni-muenster.de
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home
10. Februar 2012
Strukturwandel der Öffentlichkeit

Übersichtsseite

Vortrag von Hans-Ulrich Jörges: Embedded in Berlin

Vortrag von Prof. Dr. Dirk Baecker: Die vierte Gewalt

Vortrag von Kai-Hinrich Renner: "Florida-Rolf" und Bohlens Lebensbeichte: zum Agenda-Setting der "Bild"

Thesenreferat von Volker Grassmuck: Neue Medien = neue Formen der Demokratie?

Vortrag von Christoph Neuberger: Google, Blogs und Newsbots. Mediatoren der Internetöffentlichkeit

Video-Interviews: Medienmacher und Politiker