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Vortrag
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Google, Blogs & Newsbots |

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Mediatoren der Internetöffentlichkeit Christoph Neuberger
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"Informationsflut" und "Informationsmüll" |
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Das neue Problem ist nicht mehr ein "Zuwenig", sondern ein "Zuviel". Weil sich jeder öffentlich zu Wort melden kann, schwillt die "Informationsflut" an. Diese Flut ist schon länger ein Topos der Kommunikationswissenschaft. Das Internet verschärft dieses "Überlast-Syndrom" (Merten 1994: 155) ganz erheblich.
Die "Informationsflut" hat eine subjektive und eine objektive Seite: Mit "objektiv" ist der Anstieg der absoluten Datenmenge durch das Internet gemeint. In der gerade veröffentlichten Studie "How Much Information?" der University of California Berkeley wurde für das Jahr 2002 die Datenproduktion der verschiedenen Medien berechnet. Danach umfasste das Oberflächen-Web (statische Seiten) ein Datenvolumen von 167 Terabytes. Ein Terabyte sind 1012 Bytes. Dies entspricht der siebzehnfachen Größe der Printsammlung in der Library of Congress. Deutlich größer ist das Tiefen-Web, das sind die dynamischen, durch Datenbanken auf Abruf generierten Seiten: Hier soll die Datenmenge zwischen 67.000 und 92.000 Terabytes liegen. In dieser Größenordnung lag auch die weltweite Fernsehproduktion des Jahres 2002: 31 Millionen Sendestunden von Originalmaterial entsprachen rund 70.000 Terabytes (vgl. Lyman/Varian 2003).
Noch wichtiger als diese Berechnung der Datenmenge ist die subjektive Seite: Bisher war ein Großteil der vorhandenen Informationen für den einzelnen Rezipienten gar nicht oder nur unter erheblichem Aufwand erreichbar. Der "Dammbruch" besteht also vor allem darin, dass nun jeder auf viele Informationen bequem und billig zugreifen kann. Am heimischen PC kann man Zeitungen aus der ganzen Welt lesen und oft auch in ihren Archiven stöbern. Die räumliche und zeitliche Zugänglichkeit erhöht sich ebenso wie die soziale. So kann sich das Publikum via Internet häufig aus den gleichen Quellen informieren wie die Redaktionen der Medien.
Der vereinfachte Zugang zur Öffentlichkeit hat nicht nur quantitative, sondern auch qualitative Auswirkungen auf das Angebot: Weil mit einer Veröffentlichung im Internet für viele kein – wenigstens partiell – disziplinierendes ökonomisches Risiko mehr verbunden ist, stößt man auch auf eine Menge "Informationsmüll" im Netz. |
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10. Februar 2012
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Strukturwandel der Öffentlichkeit |
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