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Vortrag

Google, Blogs & Newsbots


Mediatoren der Internetöffentlichkeit
Christoph Neuberger
Inhalt

Kritik an demokratischen Netz-Utopien

Politische Akteure als Kommunikatoren im Netz

Vermittlungsstrukturen in der Öffentlichkeit

Ist Vermittlung im Internet notwendig?

"Informationsflut" und "Informationsmüll"

Engpass wandert von der Anbieter- auf die Nutzerseite

Neue Angebotstypen als Mediatoren

Suchmaschinen und Nachrichtenaggregatoren

Weblogs und Warblogs

Peer-to-Peer-Angebote

Wirkungen politischer Internetöffentlichkeit?

Offene Fragen

Literatur

Peer-to-Peer-Angebote
"Partizipatorischer Journalismus" hat viele Ausprägungen. J.D. Lasica (2003) hat in "Online Journalism Review" mehrere Formen unterschieden. In geringem Maße ist er auf den Websites von Presse und Rundfunk zu Hause, die noch im Wesentlichen traditionellen, sprich: einseitigen Journalismus betreiben. Doch auch hier gibt es meistens Diskussionsforen; in einigen Fällen können Leser Artikel und Fotos veröffentlichen. Neben Einzelpersonen, die Weblogs und journalistische Nischenpublikationen betreiben, gibt es außerdem kollaborative Websites, die als "Peer-to-Peer-Journalismus" bezeichnet werden. Hier liefern die Nutzer die Inhalte. Und sie kontrollieren gegenseitig die Qualität ihrer Beiträge. Eine professionelle Redaktion scheint nicht erforderlich zu sein.

Das bekannteste dieser Gemeinschaftsprojekte ist "Slashdot.org", eine Website für Computer-Fans. "Slashdot.org" ist seit 1997 im Netz. Teilnehmer können "Stories" (Beiträge) einreichen und Kommentare zu den veröffentlichten Beiträgen schreiben. Bei "Slashdot.org" gibt es ein gemischtes Kontrollsystem: Eine kleine Redaktion stellt die Teilnahmeregeln auf und wählt unter den eingereichten Beiträgen jene aus, die publiziert werden. Die Teilnehmer können, falls sie sich zum "Moderator" qualifiziert haben, die eingegangenen Kommentare bewerten. Außerdem gibt es "Metamoderatoren", ebenfalls einfache Teilnehmer, die wiederum die Moderatoren beurteilen. Es existiert also eine Hierarchie der Teilnehmer, wobei man durch positive Leistungen "aufsteigen" kann. Abhängig ist dies vom "Karma", der Punktezahl, die man durch gelungene Beiträge, Kommentare und Moderationen erhöhen kann.

Das Prinzip dieses "Peer-to-Peer"-Journalismus, nämlich die öffentliche Kommunikation unter Gleichen (= "peer"), findet sich auch in deutschsprachigen Nachrichten-, Verbraucher- und Expertenportalen. Auch hier gibt es interessante Versuche der Qualitätskontrolle, die an den Journalismus angelehnt sind. So hat "Shortnews.de" Richtlinien für die Nachrichteneinlieferung aufgestellt, in denen Aktualität, die Beantwortung der W-Fragen, die Trennung von Nachricht und Kommentar, Quellenangaben und das Vermeiden von Schleichwerbung gefordert werden. Wiederholtes Verstoßen gegen die Regeln soll zur Sperrung des Autors führen. Außerdem gibt es ein Bonuspunktesystem.
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20. März 2010
Strukturwandel der Öffentlichkeit

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Vortrag von Hans-Ulrich Jörges: Embedded in Berlin

Vortrag von Prof. Dr. Dirk Baecker: Die vierte Gewalt

Vortrag von Kai-Hinrich Renner: "Florida-Rolf" und Bohlens Lebensbeichte: zum Agenda-Setting der "Bild"

Thesenreferat von Volker Grassmuck: Neue Medien = neue Formen der Demokratie?

Vortrag von Christoph Neuberger: Google, Blogs und Newsbots. Mediatoren der Internetöffentlichkeit

Video-Interviews: Medienmacher und Politiker