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Veranstaltungsdokumentation (August 2008)
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Jugendmedienevent 2008 in Mainz und Essen |

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"Lesen Sie die Nachrichten im Internet?", fragt ein Teilnehmer des Jugendmedienevents Kurt Beck. Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Schirmherr der Veranstaltung antwortet: "Morgens beim Frühstück läuft das Radio, da bekomme ich dann die wichtigsten Nachrichten mit. Für mehr fehlt mir die Zeit!"
Leute, die den Umgang mit dem World Wide Web erst lernen müssen, weil sie nicht damit aufgewachsen sind, nennt man "Digital Immigrants". Die "Digital Natives" hingegen sind mit dem Internet aufgewachsen. Sie nutzen es als Nachrichten- und Informationsquelle wie andere die Zeitung lesen oder eine Bücherei besuchen. Die Jugendlichen, die am Jugendmedienevent teilnahmen, sind "Digital Natives". Was könnten sie, die sich mit der modernsten Technik auskennen, noch von den Älteren, den "Digital Immigrants", lernen?
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Kritisch und neugierig - die Teilnehmer des Jugendmedienevents wollen es wissen.
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Das Jugendmedienevent, eine gemeinsame Veranstaltung von Junge Presse e.V., ZDF und der Bundeszentrale für politische Bildung, zeigte, dass die Journalisten und Medienexperten in Seminaren und Diskussionen viel Fachwissen und Berufserfahrung an die medienbegeisterten Jugendlichen weitergeben konnten. Diese Informationen aus erster Hand waren für die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die den Journalismus oft nur von der Schülerzeitung oder einem Praktikum kennen, viel wert.
Blick hinter die TV-Kulissen
500 Jugendliche nahmen vom 14. bis zum 17. August 2008 am Jugendmedienevent teil. Das Besondere: Die Veranstaltung fand an zwei Orten statt. An den ersten beiden Tagen konnte der journalistische Nachwus beim ZDF in Mainz einen Blick hinter die Kulissen eines Fernsehsenders werfen. Die Eröffnungsdiskussion im ZDF-Fernsehgarten führte Kurt Beck gemeinsam mit dem Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, und Gottfried Langenstein, Intendant von 3sat und Arte.
Thomas Krüger betonte, Jugendliche sollten entdecken, welchen Einfluss sie über das Internet selbst ausüben könnten.
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Thomas Krüger (bpb), Kurt Beck (SPD) und Gottfried Langensten (ZDF) stehen im ZDF-Fernsehgarten Rede und Antwort.
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Er verglich die heutige Zeit, in der der freie Meinungsaustausch über das Internet selbstverständlich ist, mit seiner Jugend in der DDR: "Dahin möchte ich nie wieder zurück!" Für die jungen Teilnehmer des Jugendmedienevents wurde deutlich, warum es so wichtig ist, die politische Bildung voranzutreiben. In den anschließenden Panels debattierten die Teilnehmer beispielsweise über den "Journalismus 2.0", "Gewalt in den Medien", "Copyright und Co." und "Citizen Journalists".
Workshops für Anfänger und Fortgeschrittene
Am Samstag und Sonntag ging es nach Essen. Dort stellte sich jeder Teilnehmende aus 140 Seminaren rund um das Thema Medien und Journalismus sein individuelles Programm zusammen.
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Handshake mit Heute-Journal-Moderator Klaus Kleber - das Jugendmedienevent und die Blue Box des ZDF machen es möglich.
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Dabei gab es Angebote für die, die schon mit konkreten Vorstellungen nach Mainz und Essen gekommen waren. Sie besuchten zum Beispiel Seminare über Radiojournalismus, Fotografie oder Moderieren fürs TV. Es gab aber auch Angebote für die, die noch am Anfang ihrer Überlegungen stehen. Sie nutzten Seminare wie "Chrashkurs Schülerzeitungen", "Einstieg in Journalismus und PR" oder ganz allgemein "Was mit Medien".
Medienexperten gaben hierbei Tipps und Anregungen rund um den Beruf des Journalisten. Manche Teilnehmer wurden so in ihren Berufsvorstellungen gefestigt, andere vielleicht das erste Mal mit der Realität der Medienwelt konfrontiert. Regina aus Wiesenbronn bei Würzburg wollte immer einen Dokumentarfilm drehen: "Aber das war mehr so ein Traum, eine Wunschvorstellung. In einem sehr guten, interaktiven Seminar zum Thema "Dokumentarfilm" wurde mir dann klar, wie viel Arbeit wirklich dahinter steckt. Jetzt sehe ich das realistischer!"
Bei allem Sinn für Realität: Die meisten Teilnehmer des Jugendmedienevents wurden ermutigt, selbst in der Medienlandschaft aktiv zu werden. Die Worte von Thomas Krüger in der Eröffnungsdiskussion galten als Leitfaden für das ganze Jugendmedienevent: "Um Medienkompetenz entwickeln zu können sind zwei Dinge entscheidend: ein kritisches Bewusstsein und Interaktivität!" Und über diese Eigenschaften verfügten die jungen Teilnehmer ausnahmslos.
Text und Fotos: Stephan Thomas |
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10. Februar 2012
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Veranstaltungs- dokumentation |
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Jugendmedientage 2007 in Leipzig
Sind Blogs das journalistische Format der Zukunft oder nur eine Spielwiese für Selbstdarsteller? Die Teilnehmer der Jugendmedientage in Leipzig suchten nach Antworten auf diese Fragen. |
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