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Veranstaltungsdokumentation (Oktober 2002)

Netzwerke des Terrors


Jürgen Roth
Inhalt

Einleitung

Staatliche Verflechtungen

Die Koalition der Guten und Gerechten

Die Macht der finanziellen Netzwerke

Das Modell für bin Ladens Finanzimperium

Die Beteiligungen der Bush-Familie bei undurchsichtigen Saudis

Die Situation in Europa

Einleitung

Im Mittelpunkt des Kampfes gegen den Terrorismus stehen nicht einzelne Attentäter, sondern weltweit operierende Netzwerke des Terrors, die enge Verbindungen zur Organisierten Kriminalität (OK) unterhalten: Milliardenschwere Unternehmer, korrupte Politiker und einflussreiche Mafiabosse, die mit Diebstählen, Mord, Entführungen, Schutzgelderpressungen, Menschenhandel, Korruption, Waffen- und Drogengeschäften – zum Teil mit Unterstützung der Geheimdienste – immense Vermögen angehäuft haben und dieses Geld mit Hilfe von Anwälten und Banken in der „legalen“ Wirtschaft der westlichen Welt investieren.

Wenn vor einigen Jahren Walter Laqueur, Vorsitzender des „International Research Council“ im Washingtoner „Center for Strategic and International Studies“ noch davon ausging, dass „Organisiertes Verbrechen und Terrorismus nicht identisch sind, aber sich aufeinander zu bewegen, eine Entwicklung, die sich in Zukunft noch verstärken könnte“, so ist genau dies inzwischen längst eingetreten. Terrorismus ist, unabhängig davon, ob er religiös oder ethnisch motiviert ist, in weiten Bereichen nichts anderes als der bewaffnete Arm der Organisierten Kriminalität und in den letzten zwanzig Jahren zunehmend ihr ideologischer Überbau. Beides, Terrorismus und Organisierte Kriminalität, sind nichts anderes als eineiige Zwillinge: Terroristen wie kriminelle Syndikate benötigen Dokumente und Waffen. Falsche Dokumente und Waffen werden, wenn sie nicht von Nachrichtendiensten geliefert werden, über kriminelle Netzwerke und einflussreiche Finanziers beschafft. Terroristen wie Kriminelle benötigen einen funktionierenden Nachrichtendienst, politische Kontakte und korrupte Politiker, die sie beschützen. Alles steht auf dem Fundament des Geldes, dem Blut im Kreislauf der Organisierten Kriminalität. Seit Mitte der 1980er Jahre existiert keine terroristische Organisation, die nicht enge Verbindungen zur Organisierten Kriminalität unterhielte. Dies dokumentiert auch das Beispiel des derzeit meistgesuchten Terroristen der Welt, Osama bin Laden, der als Vermittler verschiedenster Anbieter von Dienstleistungen des kriminellen terroristischen Gewerbes gesehen werden muss.

Zur Person
Jürgen Roth
Fachautor. Geboren 1945 in Frankfurt/Main, gilt als einer der bedeutendsten investigativen Journalisten in Deutschland. Seit Beginn der siebziger Jahre zahlreiche Fernsehdokumentationen und mehrere aufsehenerregende Bücher. Seit 20 Jahren arbeitet er fast ausschließlich zum Thema Organisierte Kriminalität weltweit, in den letzten Jahren insbesondere mit Blick auf den osteuropäischen Raum. Referententätigkeit u.a. bei der Polizeiführungsakademie in Hiltrup, bei der Polizeiakademie der International Police Association (IPA) und bei der Katholischen Akademie in Trier.

Veröffentlichungen: (Auswahl) Armut in der Bundesrepublik, Frankfurt/M.: Melzer, 1971; Reportagen vom Elend des Alltags, Reinbek: Rowohlt, 1973; Z.B. Frankfurt – die Zerstörung einer Stadt, München: Bertelsmann, 1975; Geographie der Unterdrückten – die Kurden, Reinbek: Rowohlt, 1978; Zeitbombe Armut. Soziale Wirklichkeit in der Bundesrepublik, Heidelberg: Rasch & Röhring, 1985; Makler des Todes. Waffenhändler packen aus, Hamburg: Rasch & Röhring, 1986; Die Mitternachtsregierung. Reportage über die Macht der Geheimdienste, Hamburg: Rasch & Röhring, 1990; Die Verbrecher-Holding. Das vereinte Europa im Griff der Mafia (mit Marc Frey), München: Piper, 1992; Der Sumpf. Korruption in Deutschland, München: Piper, 1995; Die Russenmafia. Das gefährlichste Verbrechersyndikat der Welt, Hamburg: Rasch & Röhring, 1996; Absturz. Das Ende unseres Wohlstands, München: Piper, 1997; Die Roten Bosse. Russlands Tycoone übernehmen die Macht in Europa, München: Piper, 1998; Die graue Eminenz. Das Netzwerk der Diplomaten, Gangstern und Politikern, Heidelberg: Hoffmann & Campe, 1999; Schmutzige Hände. Wie westliche Staaten mit der Drogenmafia kooperieren, München: Bertelsmann, 2000; Der Oligarch. Vadim Rabinovich bricht das Schweigen, München: Europa, 2001; Netzwerke des Terrors, Hamburg: Europa, 2001; Millionen, Macht und Auftragsmord. Ganz normale Geschäfte, Hamburg: Europa, 2002.
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10. Februar 2012
Veranstaltungs-dokumentation
Der neue Terrorismus

Vorwort

Zur Einführung

Erscheinungsformen, Wurzeln und aktuelle Entwicklungslinien im Terrorismus

Netzwerke des Terrors

Terroristisches Handeln als psychosozialer Prozess

Psychosoziale Hilfe für Opfer, Angehörige und Helfer in Katastrophenfällen und bei terroristischen Anschlägen

Erfahrungen mit dem Thema "Psychosoziale Nachsorge"

Die Rezeption der Lage aus muslimischer Sicht

Literaturhinweise

Linkliste

Veranstaltungsplan