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Thüringen-Tour 2004

Politik und Spiele


15. Station: Eisenach, 25. Juni 2004

Die Organisatoren vom Eisenacher Stadtjugendring haben einiges auf die Beine gestellt. Am heutigen Nachmittag wollen sie mit "Politik und Spielen" junge Wählerinnen und Wähler für die Stimmabgabe bei den Kommunalwahlen motivieren. Fast alle Parteien, die am Sonntag in Eisenach antreten, haben ihre jungen Vorzeigekandidaten geschickt: Neben CDU, SPD, Gründen, PDS sind auch "Eisenacher Aufbruch" und "Bürger für Eisenach" vertreten.
Eisenach
Grossansicht des Bildes
Junge Kandidaten beim Eisenacher Politik-Quiz.

Doch die Jugendlichen, die zum CVJM-Gelände gekommen sind, interessieren sich auch heute eindeutig mehr für "Spiele" als für "Politik". Während zwischen Graffiti-übersäten Wänden das Streetball-Turnier tobt, bleiben die jungen Kommunalpolitiker fast unter sich. Die beiden Moderatoren vom Wartburgradio forschen nach: Welche Partei gibt sich nicht nur, sondern ist wirklich "jugendlich"? Sebastian Klopfleisch von der CDU ist zwar erst 26, hat aber auf Listenplatz 17 wenig Chancen, in den Stadtrat einzuziehen. Der Altersdurchschnitt seiner Liste liegt immerhin bei 50 Jahren – nur noch überboten von der Eisenacher SPD mit 52 Jahren.

Katja Wolf von der PDS ist nicht nur Kandidatin für den Stadtrat, sondern als Mitglied des thüringischen Landtags bereits Politik-Profi. Doch auch sie sieht sich manchmal "einer Riege der alten Männer gegenüber". Immerhin liegt die Eisenacher PDS-Liste mit einem Altersdurchschnitt von 44 Jahren im Mittelfeld. "Bürger für Eisenach" und der "Eisenacher Aufbruch" verstehen sich nicht als klassische Parteien. Vielleicht haben deshalb gerade letztere mit der 19-jährigen Marie Hartwig die jüngste Kandidatin und mit 39 Jahren Altersdurchschnitt die jüngste Liste vorzuweisen.

Text und Foto: Sebastian Kauer

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