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Veranstaltungsdokumentation (September 2006)

Tipps, Tricks und Pausengespräche


Teilnehmende über den Workshop "Medien 2.0"

Jürgen Oehler
 
Jürgen Oehler, Ressortleiter Online, Kölner Stadt-Anzeiger

Blogs und Social Communities sind bei uns gerade das große Thema. Mir ging es vor allem darum, zu erfahren, welche Möglichkeiten es gibt, neue Formate in unser Angebot einzubinden. Und ich wollte hören, welche Erfahrungen damit bei anderen vorliegen. Die Referenten haben mir in dieser Hinsicht Einiges gebracht. Am ersten Tag gab es viele hilfreiche Informationen, auch aus dem Bereich der Medienwissenschaft. Zu kurz kam mir der Aspekt, auf welche Weise wir auf unsere Konsumenten zugehen können und ob wir in der Lage sein werden, den Input von Bürgerjournalisten zu kontrollieren. Besonders anregend fand ich auch die Gespräche mit den Kollegen in den Pausen – da haben Leute über Dinge geredet, die im Plenum nicht zu Sprache gekommen waren. Insgesamt bin ich sehr zufrieden.

Sabine Stampfel
 
Sabine Stampfel, SWR
Mich interessiert generell jede Art von Bürgerbeteiligung in den Medien – ich bin schließlich mit der Einrichtung der "Offenen Kanäle" beim Fernsehen aufgewachsen. Die Arbeit beim SWR-Kindernetz hat ebenfalls viel mit Partizipation der Zielgruppe zu tun. Die Veranstaltung hat mir die Möglichkeit gegeben zu gucken, ob hinter den technischen Möglichkeiten etwas inhaltlich Neues steckt. Die sehr breite Palette der Referenten, der Studien und Praxisprojekte fand ich total spannend. Ich denke, dass uns die neuen Web-Formate in der täglichen Arbeit nicht unter Druck setzen, sondern eher befruchten können. Überrascht hat mich, dass Männer und Frauen in der Blogosphäre gleichgewichtig vertreten sind. Ich hätte mir gewünscht, dass dies auch bei der Besetzung der Podien deutlich geworden wäre.

Tom Kölm
 
Tom Kölm, RBB-Jugendradio "Fritz", Redakteur und Reporter
Mir schwebt eine aktive Einbindung von Web 2.0-Formaten bei "Fritz" vor – nicht nur im Rahmen des Online-Auftritts. Bürgerjournalismus sollte unmittelbar im Programm seinen Niederschlag finden. Die Beteiligung der Hörer an ihrem Programm dürfen wir nicht verschlafen, weil es die letzte Chance des Jugendradios ist, um die mitzunehmen, für die das Programm gemacht wird. Der Workshop hat mir die Möglichkeit gegeben, die Vorteile der neuen Web-Angebote herauszufiltern und auf die Chancen zu gucken, die eröffnet werden. In den Vorträgen habe ich verschiedene Ansatzpunkte entdeckt, an die ich anknüpfen kann, wenn es um mehr inhaltliche Beteiligung unserer Zielgruppe im Programm geht.

Yvonne Backhaus
 
Yvonne Backhaus, Redakteurin Hanauer Anzeiger
Es gibt bei uns Pläne, die Leser stärker zu beteiligen und die Community weiter zu öffnen. Daher hat mir mein Chef den Workshop schmackhaft gemacht. Besonders interessant fand ich die Praxisrunde, da war viel Neues für mich dabei – vor alle welche Wege der "Südkurier" geht in der Einbindung neuer Formate. Insgesamt fand ich es sehr hilfreich, die verschiedenen Ansätze der Medien kennen zu lernen. Ich glaube auch, dass ich als jüngere Kollegin den Älteren nach dem Workshop ein bisschen die Angst vor "Web 2.0" nehmen kann. Gewünscht hätte ich mir zusätzlich Input über technische Voraussetzungen der neuen Formate, zum Beispiel wie man einen Chat für die Community einrichtet oder einen SMS-Dienst.

Christian Bangel
 
Christian Bangel, zeit.de, Projektleiter "zuender"
Über die Strategien anderer informieren, Kontakte aufnehmen, ein Stimmungsbild bekommen – diese Aussichten haben mich an dem Workshop gereizt. Die technische Seite interessierte mich eher weniger. Und ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich hier erfahren habe. Es ging mir auch nicht um den großen Dreh, sondern darum, Ideen zu besprechen. Überflüssig fand ich die Diskussion darüber, ob Web-2.0-Formate eine Bedrohung darstellen. Sehr gefreut habe ich mich dagegen über die zahlreichen Praxisbeispiele; es war interessant zu erfahren, wie unterschiedliche Bereiche verknüpft werden.

Aufzeichnung und Fotos: Volker Dick
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19. März 2010
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