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Thüringen-Tour 2004
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Keine Frage von "Gut und Böse" |

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18. Station: Rudolstadt, 30. Juni 2004
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"Das widerspricht sich doch total." 21 Schülerinnen und Schüler einer berufsbildenden Schule sitzen auf Sofas verteilt in der Freizeithaus-Station in Rudolstadt: Drogenseminar mit ein wenig Wohnzimmerstimmung. Sie betrachten ein Bild, das einen Straßenzug und zwei Plakatwände zeigt: Die eine wirbt für Alkohol, die andere für die Initiative Sport gegen Drogen und Gewalt. Zu Beginn zeigen sich die jungen Erwachsenen zwischen 16 und 21 Jahren noch etwas gelangweilt, aber nach und nach bringen sie sich in die Diskussion ein. Eine, die sich nicht allein um "für oder gegen", auch nicht nur um "gut oder böse" drehen soll.
"Die Jugendlichen sind schon sehr fit", so Andreas Heimler, Seminarleiter.
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Seminarleiter Heimler fordert zur Diskussion über Widersprüche im Umgang mit Drogen auf.
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"Es geht nicht darum, einen Riesenberg an Wissen zu schaffen." Vielmehr will der Diplom-Sozialpädagoge die vorhandenen Kenntnisse ordnen und auf die persönliche Ebene runterbrechen. Was heißt das für mich? Wie gehe ich damit um? Und warum Drogenkonsum? "Cool sein und dazu gehören, Stress und Probleme, sich wohlfühlen", kommt es aus der Runde. Aber ebenso kennen die jungen Erwachsenen sehr genau die Gefahren, die physischen und psychischen Schäden.
Im Laufe des Seminars unternimmt Heimler Ausflüge in die Geschichte des Drogenkonsums. Er erzählt von der Inka-Welt und davon, dass Kaffee und Tabak einmal verboten waren – nicht nur in Rudolstadt. Heimler spricht auch pflanzliche Drogen an, deren Konsum wieder zunimmt. "Hier geht es nicht um Massenkonsum, aber die Gefahren sind extrem groß." Selten wissen die Konsumierenden um die Wirkungsdosis pflanzlicher Drogen, es geht lediglich um den "Kick", der tödlich enden kann. Für Heimler stellt auch der wachsende Mischkonsum von Drogen eine Gefahr da: Alkohol, synthetische Drogen, etwas zum Aufputschen und dann wieder zur Beruhigung.
Text und Foto: Sonja Ernst
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InfoMobil
Seminar "Drogen - na und?"
Gesprächsrunden für Jugendliche,
Pädagogen und Interessierte
Ort: Freizeitzentrum Station
Albert-Lindner-Str.8
15.00 - 16.30
Forumtheater
Eine theatralische Einmischung in den öffentlichen Raum
Ort: Freizeitzentrum Station
Albert-Lindner-Str.8
19.00
Schminkkasten
Nachlass eines Massenmörders - Serdar Somuncu
In Kooperation mit dem Jugendwerk der AWO Thüringen |
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10. Februar 2012
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