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Veranstaltungsdokumentation (März 2006)

Sektion 8: Wissen ist Macht – wer verfügt über das im Internet vermittelte Wissen?


10. Bundeskongress für Politische Bildung
Tim Schmalfeldt
Inhalt

Einleitung

Jeanette Hofmann: Wer regiert im Internet?

Erik Möller: Freie Software – freie Inhalte. Neue Partizipationsmöglichkeiten im Internet

Bernd Kreissig: Die Grenzen freier Inhalte

Einleitung
Das totgesagte Internet erlebt eine Renaissance. In den letzten Jahren sind neue Strukturen wie das Web 2.0 entstanden, die sich von den heute dominierenden statischen Webseiten abzusetzen versuchen und darauf abzielen, einen wirklich interaktiven sozialen Kommunikationsraum zu schaffen. Das Internet soll dabei als Plattform fungieren, unter der verschiedene Dienste wie Blogs, Foren oder redaktionell aufbereitete Nachrichten zusammengefasst werden. Neben diesen Entwicklungen, die wie die technische Einlösung der Ansprüche in der politischen Bildung klingen, können zurzeit auch restriktive Tendenzen beobachtet werden: so wurde etwa in China kürzlich eine "Offensive zur Reinhaltung des Internet und Schaffung einer harmonischen Netzumwelt" gestartet, die de facto einer staatlichen Kontrolle gleichkommt. US-Firmen sind in die Kritik geraten, weil sie um des Geschäfts willen die gewünschte Zensur in China ausüben. Die Frage, wer über das im Internet vermittelte Wissen verfügt oder konkreter: wer im Internet "regiert", bleibt also virulent.

In der achten Sektion des Bundeskongresses waren die Politikwissenschaftlerin Dr. Jeanette Hofmann vom Wissenschaftszentrum Berlin, der Journalist und Wikipedia-Mitarbeiter Erik Möller und der Geschäftsführer des Bereichs Neue Medien im Verlag Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, Bernd Kreissig, angetreten, diesen Aspekt zu diskutieren. Während sich Hofmann gezielt mit Fragen der "Internet Governance", also der Regierbarkeit des Internets auseinander setzte, entwickelte sich zwischen den vermeintlichen Konkurrenten Möller als Stellvertreter für eine freien partizipative Enzyklopädie und Kreissig, stellvertretend für eine klassische, kommerzielle und redaktionell aufgearbeitete Enzyklopädie, eine Kontroverse über die Möglichkeiten und Grenzen freier Inhalte.
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10. Februar 2012
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