Veranstaltungen: Dokumentation

Panel 1

Macht – Ohnmacht – Gegenmacht: Postdemokratischer Stillstand oder Demokratieentwicklung in Deutschland und Italien?/ Potere – partecipazione – difficoltà di governance: Stasi post-democratica o trasformazione della democrazia in Germania e Italia?

28.3.2012
Eröffnet wurde das Panel durch einen Vortrag von Donatella Della Porta vom European University Institute, Florenz zum Thema: "Demokratien in Bewegung: Krise der Repräsentation und neue Formen der Partizipation"/ "Democrazie in movimento: crisi della rappresentanza e nuove forme di partecipazione"

Donatella Della PortaDonatella Della Porta
Prof. Dr. Donatella Della Porta ist Professorin für Soziologie am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften des European University Institute: http://www.eui.eu/Home.aspx
Sie leitete das Demos Projekt, das sich mit der Analyse von Konzeptionen und Praktiken von Demokratie in sozialen Bewegungen in sechs europäischen Ländern beschäftigt hat. Ihr jüngstes Projekt ist das bedeutende ERC Projekt Mobilizing for Democracy über zivilgesellschaftliche Partizipation in Demokratisierungsprozessen in Europa, dem Mittleren Osten, Asien und Lateinamerika. Ihre Forschungsgebiete sind soziale Bewegungen, das ‚policing‘ der öffentlichen Ordnung, partizipatorische Demokratie und politische Korruption. Ihre jüngsten Publikationen sind u.a.: Mobilizing on the Extreme Right (mit M. Caiani und C. Wagemann), Oxford University Press, 2012; Meeting Democracy (hg. mit D. Rucht), Cambridge University Press, 2012; Democrazie, Il Mulino, 2011; The Hidden Order of Corruption (mit A. Vannucci), Ashgate 2012; L’intervista qualitativa, Laterza 2011; (with M. Caiani). 2011 erhielt sie den Mattei Dogan Prize für bedeutende Leistungen im Bereich politischer Soziologie. Das anschließende Streitgespräch wurde durch einen Beitrag des TV-Magazins Report (Rai3) zur "NO TAV" Bewegung eröffnet, die gegen den Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Lyon-Turin agiert. Im Vergleich dazu präsentierte Dieter Rucht vom Wissenschaftszentrum Berlin im Laufe der Diskussion einen Filmbeitrag über Stuttgart21.
An dem vom italienischen Journalisten und TV-Moderator Gad Lerner (La/7) moderierten Streitgespräch nahmen neben Donatella Della Porta und Thomas Krüger teil:

Francesca Gelli (Universität IUAV, Venedig)

Francesca GelliFrancesca Gelli
Dr. Francesca Gelli, Ph.D. in Regional Planning und Public Policies (2000). Sie ist Senior Researcher und Assistenzprofessorin für Politikwissenschaft an der Universität IUAV in Venedig, wo sie Policy Analysis, Local Government und Public Administration unterrichtet. An der Universität Ca’ Foscari lehrt sie außerdem Public Policies und Active Citizenship. Zudem widmete sie sich Hintergrundstudien in Musik und Architektur. Sie war von 1998 bis 2002 zu Forschungsaufenthalten an folgenden Institutionen in den USA: Department of City and Regional Planning, Institute of Urban and Regional Planning, The University-Oakland Metropolitan Forum, UCB, CA; Meyner Center for the Study of State and Local Government, Lafayette College, Easton, PA. 2009 war sie Senior Fellow am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen. Francesca Gelli lehrte und forschte von 2001 bis 2006 an der Universität Padua (EU Public Policies), an der Universität Lecce (Theories of Social Planning), an der Universität Trento (Urban Policies) und an der Universität Trieste (Theory of the State and civil society). Sie veröffentlichte Bücher, Beiträge und Aufsätze über Demokratie-Theorie und Föderalismus, Stadtregierung, italienische Lokalpolitik, EU Politikfeldern, Partnerschaften zwischen Universität und Gemeinde zur Förderung von lokaler Entwicklung und Stadterneuerung sowie über qualitative Forschungsmethoden. Alexander Grasse (Universität Giessen)

Alexander GrasseAlexander Grasse
Prof. Dr. rer. soc. habil. Alexander Grasse ist Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt "Politik und Wirtschaft im Mehrebenensystem" am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seine Arbeitsgebiete sind Politische Ökonomie, Steuerungs- und Modernisierungspolitik, Multi-level Governance und Demokratisierung (insbes. EU, Föderalismus und Regionen), vergleichende Systemanalyse sowie Italien-Studien. Er lehrte und/oder forschte an den Universitäten Milano Statale, Padova, Bologna, North Carolina State und Athen Panteion. Alexander Grasse ist Leiter des deutsch-italienischen Forschungsnetzwerks PIFO (Politische Italien-Forschung; www.pifo.eu). 2007 erhielt er den Clemens Maria Brentano-Preis in Politikwissenschaft, verliehen vom Deutsch-Italienischen Hochschulinstitut / Ateneo Italo-Tedesco: "In Anerkennung herausragender Beiträge auf dem Gebiet der Italienstudien sowie besonderer Verdienste um die Kooperation und kulturelle Verständigung zwischen Italien und Deutschland."

Dieter Rucht (Wissenschaftszentrum Berlin

Dieter RuchtDieter Rucht
Prof. Dr. rer. pol. Dieter Rucht ist Professor für Soziologie. Er war bis zu seiner Emeritierung im Juni 2011 Ko-Leiter der Forschungsgruppe „Zivilgesellschaft, Citizenship und politische Mobilisierung in Europa“ am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin. Er lehrte bzw. forschte auch in den USA, Großbritannien und Frankreich. Seine wichtigsten Arbeitsgebiete sind politische Partizipation, Öffentlichkeit, soziale Bewegungen und politischer Protest. Neuere Publikationen sind: (zus. mit Stefan Walgrave, Hg.), The World Says No to War. Minneapolis/London 2010; (zus. mit Roland Roth, Hg.), Die sozialen Bewegungen in Deutschland seit 1945. Ein Handbuch. Frankfurt/M. 2008.

Moderation: Gad Lerner

Gad LernerGad Lerner
Gad Lerner, Journalist und TV-Moderator. Wurde in Beirut als Sohn einer jüdischen Familie geboren, die drei Jahre später den Libanon verlassen musste und nach Mailand emigrierte. Nach ersten Erfahrungen als Journalist bei Lotta continua, arbeitete er bei Radio Popolare und wechselte dann zur Redaktion von Espresso (1983-1990). 1993 war er Vizedirektor von La Stampa, danach Berichterstatter und Kolumnist bei Corriere della sera und Repubblica. Nach verschiedenen Sendungen bei Rai wurde er 2000 zum Direktor von Tg1. Seit 2001 ist er bei La7, wo er zunächst die Nachrichtenredaktion leitete, eröffnete dann zusammen mit Giuliano Ferrara Otto e mezzo und moderiert jetzt seit neun Jahren L’Infedele. Er schreibt für Repubblica, Vanity Fair und Nigrizia. Er ist außerdem Autor verschiedener Publikationen.



 

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Mapping Memories

Mapping Memories is an event series focusing on commemorative culture in Eastern Europe and beyond. Current events include conferences, summer schools and practical workshops. Weiter... 

Fachkonferenz

Konferenz zur Holocaustforschung

Die Internationalen Konferenzen zur Holocaustforschung dienen dem Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und der Praxis politischer Bildung. Sie entstehen aus einer Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und Partnern aus der Wissenschaft. Weiter... 

TiT-Veranstaltungsreihe

Themenzeit im Themenraum

Themenzeiten: Kompakte Informationsmodule und anregende Diskussionen mit männl. und weibl. Experten zu Themen der politischen Bildung. Weiter... 

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Alle zwei Monate montags diskutiert der Checkpoint aktuelle Fragestellungen aus Politik, Gesellschaft und Forschung – anspruchsvoll, unterhaltsam und gerne auch kontrovers. Weiter... 

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Mehr als die Hälfte der Europäer steht TTIP positiv gegenüber – in Deutschland und zwei weiteren Ländern jedoch ist die Ablehnung innerhalb der Bevölkerung groß. Anhand dieses Fallbeispiels beschäftigt sich die Podiumsdiskussion mit der Frage, wieso wirtschaftliche Fragen auf beiden Seiten des Atlantiks und auch innereuropäisch auf so unterschiedliche Art und Weise diskutiert werden. Weiter... 

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Zielsetzung der Fachkonferenz Medienkompetenz 2014 ist es, theoretische und praktische Konzepte angesichts aktueller digitaler Umbrüche und vor dem Hintergrund bestehender Modelle der Medienkompetenz zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Weiter... 

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Die neue Ausgabe des bpb:magazins ist dem Thema Flucht gewidmet. In Reportagen, einem Glossar und Berichten werden zentrale Aspekte der Debatte aufgegriffen. Außerdem bietet das Heft Beiträge zum Arabischen Frühling, dem Thema Mediennutzung und Datensicherheit sowie zahlreiche Hinweise aus bpb-Angebote und eine umfangreiche Backlist. Weiter... 

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Die Publikation geht der Frage nach, wie durch politische Bildung, inklusiv geplant und gestaltet, die politische Teilhabe aller ermöglicht werden kann. Denn Inklusion ist ein Menschenrecht, eine Aufgabe für alle. Der Fokus liegt auf der Förderung der Politikkompetenz von Menschen mit Lernschwierigkeiten. Weiter... 

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Die öffentliche Diskussion wird derzeit beherrscht von der wachsenden Zahl an Flüchtlingen in Deutschland – und nicht selten auch von Angst. Um Ängsten zu begegnen, braucht es vor allem eins: Information! Woher kommen Flüchtlinge, wohin fliehen sie, und warum? Und was hat das alles mit der Stadt Dublin zu tun? Weiter... 

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Mehr als 900 Teilnehmer diskutierten auf dem Bundeskongress Politische Bildung (21.-23.5) über das Zeitalter der Partizipation. Impressionen, Interviews und Artikel zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie im Blog zum Bundeskongress. Weiter...