Das flexible Geschlecht
Gender, Glück und Krisenzeiten in der globalen Ökonomie
3.11.2010
Geschlechterkategorien sind in den letzten Jahren zunehmend erodiert – haben sich Gender-Debatten damit erübrigt? Sind Emanzipierte und flexible Menschen automatisch glücklich? Die Veranstaltung diskutierte neue und alte Ungleichheiten an den Schnittstellen von Geschlecht, Sexualität, Status, Identität und Differenz und fragte nach den Glücks- und Krisenmomenten heutiger Emanzipation.
Der Internationale Kongress "Das flexible Geschlecht – Gender, Glück und Krisenzeiten in der globalen Ökonomie" der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin fand vom 28. bis zum 30. Oktober 2010 im 'dbb forum' in Berlin statt. Im Rahmen der dreitägigen Veranstaltung beleuchteten Expertinnen und Experten aktuelle Diskurse und diskutierten mit den Teilnehmenden in insgesamt elf unterschiedlichen Foren.
Materialien zum Kongress
Berichte aus den Foren
- Forum 1: Gender, Macht und gläserne Decken - Ernüchterung in der "Frauenrepublik"
- Forum 2: Die neuen Haushälterinnen? – Krisenmanagement in einer männlich geprägten Gesellschaft
- Forum 3: Neue Bündnispolitiken und eine Chance aufs "gute Leben"?
- Forum 4: Medienheldinnen und Vorzeigefrauen – Schmutzige Wäsche und Erfolgsbiographien
- Forum 5: Brain Drain? – Jungs und Mädchen im Bildungswettlauf
- Forum 6: Neue Räume, alte Grenzen? – Gender in der Migrationsgesellschaft
- Forum 7: Fit für die Fortpflanzung? Körper für die Leistungsgesellschaft
- Forum 8: Ich bin Porno! – Die neue sexuelle Revolution?
- Forum 9: Zweisame Demokratie? Gegenwart, Widerstand und Perspektiven
- Forum 10: Verhandlungssache Familie: Wie läuft die Arbeitsteilung im Patchwork?
- Forum 11: Eine Liebe wie Buchhaltung: Romantische Beziehungen im Konsumzeitalter
Welche Rolle spielen Geschlecht/Gender bei gesellschaftlichen Umbrüchen im Zeichen einer globalen Ökonomie? Egal ob Feminismus oder Gender Mainstreaming: Neben gerechten Geschlechterverhältnissen stand und steht auch immer die Vision von einer Gesellschaft, in der die Menschen in gerechten Verhältnissen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Haben bisherige geschlechterpolitische Fortschritte wirklich einen Schritt in diese Richtung gebracht oder entsteht eine neue gemeinsame Klasse der Überforderten? Ist die Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche letztlich der alles bestimmende Faktor, der das Leben der Menschen heutzutage prägt?
Geschlechterkategorien sind in den letzten Jahren zunehmend erodiert – haben sich Gender-Debatten damit erübrigt? Sind Emanzipierte und flexible Menschen automatisch glücklich? Übersehen wir im alltäglichen Kampf um die eigene Wettbewerbsfähigkeit Möglichkeiten für ein besseres Leben? Die dreitägige Veranstaltung diskutierte neue und alte Ungleichheiten an den Schnittstellen von Geschlecht, Sexualität, Status, Identität und Differenz und fragte nach den Glücks- und Krisenmomenten heutiger Emanzipation. Konferenzsprache war Deutsch. All genders were welcome!
Reader: Das flexible Geschlecht in seiner Vielfalt
Der Online-Reader "Das flexible Geschlecht in seiner Vielfalt“ ist die Begleitpublikation der internationalen Konferenz "Das flexible Geschlecht. Gender, Glück und Krisenzeiten in der globalen Ökonomie". Die Artikel erweitern und reflektieren in der Retrospektive, unter Berücksichtigung der Diskussionen, die Themenschwerpunkte der Konferenz.
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Blog: Das flexible Geschlecht
Im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung dokumentierte das Missy Magazine den Kongress "Das flexible Geschlecht. Gender, Glück und Krisenzeiten in der globalen Ökonomie". Weiter...


