Veranstaltungen: Dokumentation

24.3.2009

"Diversität sichtbar machen" - Bewegung in der politischen Bildung

Die Fachtagung bot ein Forum für Tätige in der politischen Bildung, die sich mit der Frage nach Diversität, Vielfalt sowie ihren Herausforderungen und Ressourcen beschäftigen wollten. Das Phänomen wird anhand unterschiedlicher gesellschaftlicher Felder bearbeitet.

PDF-Icon Flyer und Programm (116 KB)

Der Umgang mit kultureller Vielfalt ist für unser demokratisches Gemeinwesen eine der wichtigen Zukunftsfragen. Etwa 20 Prozent unserer Bevölkerung kommt aus Einwandererfamilien. Damit ist eine Vielfalt dynamischer Identitäten, unterschiedlicher Lebensstile und Familienbilder in der Bundesrepublik präsent. Diese Vielfalt ist Ressource und Herausforderung zugleich: Interkulturelle Lebenswelten verbinden Vertrautes mit Fremdem und fordern dazu auf, Stereotype zu hinterfragen und Zugehörigkeiten neu zu definieren. Ein konstruktiver Umgang mit Heterogenität in allen gesellschaftlichen Bereichen durchbricht die Dichotomie von "Wir" und "die Anderen" und ist eine grundlegende Aufgabe von Politik und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Auch die politische Bildung muss dieser Pluralität Rechnung tragen. Diversity Management heißt nicht nur, für die unterschiedlichen Zielgruppen passgenaue Angebote zu entwickeln, sondern bezieht die Vielfalt der Zielgruppen in die Organisation der Maßnahmen mit ein.

Entsprechend ist das Konzept der Veranstaltung in der Zusammenarbeit von fünf Organisationen aus der politischen Bildungsarbeit entstanden. Ihre Kenntnisse und der Zugang zu spezifischen Zielgruppen bildeten die Grundlage der vier Workshops zu den Themenfeldern Familienbilder, Diversität als persönliche Ressource, Pluralistische Diskussion von Werten und Vielfalt im religiösen Alltag. Die in den Workshops erarbeiteten Hauptdiskussionspunkte, Desiderata und Fragen fanden Eingang in die Diskussion des Abschluss-Podiums, das die vier Journalisten/innen bildeten, die als Reporter/innen das Workshop-Geschehen begleitet haben.


Dokumentation der Ergebnisse der Fachtagung

Workshop 1: Diversität von Familienbildern

Reflexion eigener Familienbilder. Welche Möglichkeiten bietet die Biographiearbeit, die Vielfalt von Familien anzuerkennen?
(Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V. - IDA)

Workshop 2: Diversität als persönliches Potential nutzen

Ein erfolgreicher Umgang mit Vielfalt ist nicht an Migrationserfahrung gekoppelt. Wie kann persönliches Diversity Management von Akteuren im sozialen und Bildungsbereich konstruktiv umgesetzt und zu einer Kompetenz in der politischen Bildung werden?
(Verband binationaler Familien und Partnerschaften iaf e.V.)

Workshop 3: Diversität in der Wertediskussion

Die Verständigung über unterschiedliche Werte ist ein Prozess, der Sensibilität und Respekt verlangt. Welche Möglichkeiten, den Kommunikationsprozess darüber zu gestalten, stehen zur Verfügung?
(Institut für Migrations-und Aussiedlerfragen)

Workshop 4: Diversität im religiösen Alltag

Über den Einfluss von Religionen auf das Leben der Einzelnen und die Konsequenzen für die Communities. Wie kann politische Bildung den Austausch innerhalb der religiösen Überzeugungen fördern?
(Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg - TBB)

Abschluss-Podium



Event series

Mapping Memories

Mapping Memories is an event series focusing on commemorative culture in Eastern Europe and beyond. Current events include conferences, summer schools and practical workshops.

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Fachkonferenz

Konferenz zur Holocaustforschung

Die Internationalen Konferenzen zur Holocaustforschung dienen dem Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und der Praxis politischer Bildung. Sie entstehen aus einer Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und Partnern aus der Wissenschaft.

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TiT-Veranstaltungsreihe

Themenzeit im Themenraum

Themenzeiten: Kompakte Informationsmodule und anregende Diskussionen mit männl. und weibl. Experten zu Themen der politischen Bildung.

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Veranstaltungsreihe

Checkpoint bpb – Die Montagsgespräche

Alle zwei Monate montags diskutiert der Checkpoint aktuelle Fragestellungen aus Politik, Gesellschaft und Forschung – anspruchsvoll, unterhaltsam und gerne auch kontrovers.

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Veranstaltungsreihe

What's up, America? – Perspectives on the United States and Transatlantic Relations

Mehr als die Hälfte der Europäer steht TTIP positiv gegenüber – in Deutschland und zwei weiteren Ländern jedoch ist die Ablehnung innerhalb der Bevölkerung groß. Anhand dieses Fallbeispiels beschäftigt sich die Podiumsdiskussion mit der Frage, wieso wirtschaftliche Fragen auf beiden Seiten des Atlantiks und auch innereuropäisch auf so unterschiedliche Art und Weise diskutiert werden.

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Blog zur Fachkonferenz

Medienkompetenz 2014

Zielsetzung der Fachkonferenz Medienkompetenz 2014 ist es, theoretische und praktische Konzepte angesichts aktueller digitaler Umbrüche und vor dem Hintergrund bestehender Modelle der Medienkompetenz zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

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