Veranstaltungen: Dokumentation

29.1.2008

Solidarität als internationale Herausforderung

Internationale Konferenz "Conditions for International Solidarity" in Wien

Worauf beruht Solidarität? Und wie funktioniert sie auf internationaler Ebene? Diese und weitere Fragen beantworteten renommierte Wissenschaftler und Politiker im Rahmen der internationalen Konferenz "Conditions on International Solidarity" in Wien.

Charles TaylorCharles Taylor
Worauf beruht Solidarität? Und wie funktioniert sie auf internationaler Ebene? Diese und weitere Fragen beantworteten renommierte Wissenschaftler und Politiker im Rahmen der internationalen Konferenz "Conditions on International Solidarity" in Wien.

Vom 9. bis zum 11. November 2007 hatte das Institut für die Wissenschaft vom Menschen (IWM) ins Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien geladen, um im Rahmen der internationalen Konferenz "Conditions for International Solidarity" sein 25-jähriges Bestehen zu feiern. Zu den Referenten der hochkarätig besetzten Konferenz gehörten auch der ehemalige polnische Außenminister und Mitglied des Europäischen Parlaments Bronislaw Geremek, EU-Kommissarin Danuta Huebner und Wissenschaftler wie Saskia Sassen, Timothy Garton Ash und Charles Taylor.

Michael Sandel, Kurt Biedenkopf, Ute Frevert und Danuta Hübner.Michael Sandel, Kurt Biedenkopf, Ute Frevert und Danuta Hübner.
Das IWM fördert seit seiner Gründung 1988/89 den Austausch zwischen Ost- und Westeuropa in den Geistes- und Sozialwissenschaften und hat sich damit als international angesehene Wissensinstitution etabliert. Jedes Jahr gibt das IWM etwa 40 Stipendiaten die Möglichkeit, ihre Forschung zu vertiefen, außerdem veröffentlicht es Publikationen und verfolgt das Ziel, Forscher aus Ost- und Westeuropa zusammenzubringen.

Internationale Solidarität, eines der Forschungsthemen des IWM, war Schwerpunkt der Jubiläums- konferenz. Solidarität, so die Veranstalter, sei die notwendige Grundlage aller Gesellschaften und stütze sich immer auf das Gefühl, einer Nation anzugehören oder eine gemeinsame Geschichte zu haben. Ein starkes Nationalgefühl, so Charles Taylor, könne wiederum zur Quelle von Ausgrenzung und damit zum Hindernis für universale Solidarität werden. Doch welche Faktoren können auf globaler Ebene Zusammenhalt stiften? Diese und weitere Fragen diskutierten die Konferenzteilnehmer in vier Sitzungen.