Veranstaltungen: Dokumentation

Wirtschaftswunder, Wohlfahrtsstaat und Wiederbewaffnung

Journalisten-Workshop zu den 1950er-Jahren

24.3.2006
Die 1950er-Jahre: Gründerzeit der Bundesrepublik. Der Journalisten-Workshop "Wirtschaftswunder, Wohlfahrtsstaat und Wiederbewaffnung" widmete sich in wissenschaftlichen Beiträgen und Arbeitsgruppen der Erinnerungskultur, Vertreibung und Parteiendemokratie dieser Zeit.

Die 1950er-Jahre: Gründerzeit der Bundesrepublik. Die Bevölkerung schaut nach vorne, Wiederaufbau und Wohlstand fest im Blick. Eine Zeit also, in der Optimismus vorherrscht und die Menschen durch harte Arbeit und ein gemeinsames Ziel das Wirtschaftswunder initiieren. Doch steckt hinter dieser Vorstellung mehr Mythos als Realität? 49-Stunden-Wochen, kaum Freizeit, väterlose Familien, räumliche Enge – auch das sind die 50er. Und: Die politischen Fronten im geteilten Deutschland verhärten sich. Die Integration vieler Millionen von Flüchtlingen und Vertriebenen, der Streit um die Wiederbewaffnung und den NATO-Beitritt prägen die Anfangsjahre der jungen Bundesrepublik ebenso wie Heimatfilm und Fräuleinwunder.

WirtschaftswunderWirtschaftswunder (© bpb)
Beim Journalisten-Workshop "Wirtschaftswunder, Wohlfahrtsstaat und Wiederbewaffnung", den die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb in Zusammenarbeit mit der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland am 16. und 17. März 2006 in Bonn veranstaltete, ging es um "Geschichten aus der Geschichte der 50er-Jahre". Die zentrale Frage: Wie können Lokaljournalistinnen und Lokaljournalisten dieses dramatische Jahrzehnt ihren Leserinnen und Lesern in Artikeln und Serien im eigenen Blatt näher bringen – ohne die nostalgische Brille?

Keine Frage, Bonn war der ideale Ort für einen 50er-Jahre-Workshop. Der Besuch im Palais Schaumburg, lange Jahre das Zentrum der Macht in Deutschland, und die Sonderführungen im Haus der Geschichte boten den inspirierenden Rahmen für die Veranstaltung.

WirtschaftswunderWirtschaftswunder (© bpb)
Auf der Basis wissenschaftlicher Vorträge unter anderem zu den Themen Vergangenheits- Bewältigung und Erinnerungskultur, Vertreibung und Parteiendemokratie in den 50ern erarbeiteten die Teilnehmenden in thematischen Arbeitsgruppen Ideen und Konzepte für die Zeitung. Stefan Schmid von der Brunsbütteler Zeitung resümiert: "Der Workshop war insgesamt auf sehr hohem Niveau, der Mix aus Theorie und Museumsrundgang sehr gelungen."

Text: Barbara Lich



 

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