Veranstaltungen: Dokumentation

Jugendmedientage 2005

Medien. Europa. Zukunft.

6.10.2005
Kann es einen "'europäischen Journalismus" geben? Und was bedeutet das für die Medienmacher von morgen? In praktischen Workshops, Symposien und Diskussionen suchte der journalistische Nachwuchs zusammen mit Medienprofis Antworten und Lösungen. Die Jugendmedientage 2005 gingen der Frage nach: "Quo vadis, Europa?"

"Fertig. Glücklich. Begeistert. Und ein bisschen stolz." Wenn Sebastian Olényi vom Bundesvorstand der Jugendpresse seinen Zustand nach den vier Jugendmedientagen 2005 (JMT) beschreiben soll, verfällt er ins Stakkato. Nicht so, wenn es um die Veranstaltung an sich geht. Da sprudelt der Projektleiter los: Er erzählt von den zahlreichen Symposien, Diskussionsrunden und Workshops, von interessanten Gesprächspartnern und den Redaktionsbesuchen. Vor allem aber sind ihm die engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ans Herz gewachsen. Und das waren eine ganze Menge: 600 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 27 Jahren aus ganz Deutschland und Gäste aus 13 europäischen Ländern trafen sich vom 30. September bis 3. Oktober in der Medienmetropole Hamburg, um sich gemeinsam auf den Weg durch den Mediendschungel zu machen. Titel der Großveranstaltung: "Medien. Europa. Zukunft."

Eröffnet wurden die JMT am Freitag durch Hamburgs Ersten Bürgermeister, Ole von Beust, und Berthold L. Flöper, Leiter des Journalistenprogramms der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. Die bpb ist seit mehreren Jahren enger Kooperationspartner der Jugendpresse Deutschland. "Wir freuen uns, dass wir auch dieses Jahr wieder dabei sind", sagte Flöper, "denn die Veranstaltung bietet engagierten Jugendlichen die Möglichkeit, sich einzumischen und zu lernen. Die Jugendmedientage sind eine Vernetzungsplattform junger Medienmacher und Multiplikatoren."

Vier Tage lang haben die Jugendlichen gearbeitet, debattiert, recherchiert, geschrieben, gefilmt, geschnitten und gesendet. Zudem stellten sich rund 120 Referentinnen und Referenten aus Politik, Wissenschaft und Medien den kritischen Fragen des journalistischen Nachwuchses. Dabei waren etwa Matthias Nass, stellvertretender Chefredakteur der ZEIT, Ingrid Kolb (Henri-Nannen-Schule), der Chefredakteur des Hamburger Abendblatts, Menso Heyl, und Politiker wie Hans Koschnick.

Damit nicht genug: In 14 Hamburger Redaktionen, vom Spiegel über stern.de bis Focus und GEO, von NEON, N-JOY und Tide bis Dbmobil, gaben Medienprofis Einblicke in ihre Arbeit – und überließen den jungen Journalistinnen und Journalisten auch gerne mal das Ruder. So entstanden unter Anleitung Mini-Ausgaben beispielsweise vom Spiegel und der NEON sowie ZEIT- und taz-Seiten – alle im Original-Layout, geschrieben, betextet und gestaltet von den Jugendlichen selbst. Und klar, dass auch in diesem Jahr die Eventzeitung politikorange nicht fehlen durfte. Ganz neu allerdings: Das politikorange-Radio, das live vom Veranstaltungsort berichtet hat. Nach vier engagierten Tagen sind wohl nicht nur Sebastian Olényi und die anderen rund 80 Organisatoren und Helfer, sondern auch die Teilnehmenden fertig. Aber eben auch Glücklich. Begeistert. Und ein bisschen Stolz.

Text: Barbara Lich

Mehr zum Thema im Internet unter:
»www.jugendmedientage.de/«
»www.jugendpresse.de/«


 

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