Veranstaltungen: Dokumentation

Methodische Zugänge

Fragen, Vorstellungen, Ideen und Visionen, zur Zukunft der politischen Bildung

28.10.2004
Wir bieten ihnen zur Problembearbeitung, zum Austausch und zur Entwicklung von Vorstellungen zur Zukunft der politische Bildung drei methodische Zugänge an. Diese Zugänge sind gleichzeitig Beispiele für eine handlungsorientierte, aktivierende politische Bildungsarbeit.

Wir bieten ihnen zur Problembearbeitung, zum Austausch und zur Entwicklung von Vorstellungen zur Zukunft der politische Bildung drei methodische Zugänge an. Diese Zugänge sind gleichzeitig Beispiele für eine handlungsorientierte, aktivierende politische Bildungsarbeit.

Zur Konzeption

Anknüpfend an die einen weiteren Horizont beschreibenden Expertenvorträge und die enger fokussierte Fachdiskussion am Donnerstag, geht es am Freitag, den 05. November 2004 zunächst darum, die Anregungen weiterzuentwickeln und eigene Vorstellungen der politischen Bildnerinnen und Bildner zu wünschenswerten Zukünften der politischen Bildung zu entwerfen. Diese gemeinsam entwickelten Zukünfte werden am Freitagabend vorgestellt und bilden die Grundlage für die Bildung von Diskussions- und Projekt- bzw. Umsetzungsgruppen, die die entstandenen Anregungen und Kontakte nutzen möchten, um einen eigenen Beitrag zur Gestaltung ihrer persönlichen und/oder institutionellen Zukunft in der politischen Bildung zu entwickeln.

Wir gehen dabei von zwei Prämissen aus:

1. Die Zukunft ist unvorhersagbar. Die Gesellschaft befindet sich in einem so rasanten Wandel, dass Planungen nur prozessorientiert erfolgen können.

2. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongresses sind Expertinnen und Experten für den notwendigen Wandel und verfügen über ein vielfältiges Wissen und komplexe Erfahrungshintergründe, deren Austausch und Vernetzung es ermöglicht, die Zukunft der politischen Bildung aktiv mitzugestalten.

Hieraus leitet sich die Frage ab, wie das vorhandene kreative Potenzial, die vorhandenen Fähigkeiten und das Wissen freigesetzt und vernetzt werden können.

  • Zukunftswerkstatt (Teilnehmerbegrenzung 40-60)

    Die auf Robert Jungk zurückgehende Zukunftswerkstatt ist ein dreiphasiges Modell zur Analyse bestehender Problemlagen ("Kritikphase"), zur Entwicklung von neuartigen Zukunftsvorstellungen bzw. Visionen ("Phantasie- bzw. Visionenphase") sowie zur Entwicklung von konkreten Umsetzungsplänen (Realisierungsphase). Obwohl die Zukunftswerkstatt seit den sechziger Jahren über eine ungebrochene Tradition in der politischen Bildungsarbeit verfügt, ist ihr Potential zur Förderung von Beteiligung und "eingreifender Zukunftsgestaltung" aktueller denn je. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Zukunftswerkstatt werden Zukunftsbilder einer wünschenswerten politischen Bildung im Jahr 2020 entwerfen und präsentieren.

  • Wertschätzende Erkundung (Appreciative Inquiry) (Teilnehmerbegrenzung 40-60)

    Wertschätzende Erkundung ist ein von Cooperrider & Whitney (1999) entwickeltes Verfahren, das davon ausgeht, dass nicht nur das Wissen, in welche Richtung der Wandel erfolgen soll, sondern auch die notwendigen Visionen, Erfahrungen, Fähigkeiten etc. bei den jeweils betroffenen Personen bzw. im "Feld" vorhanden sind. Im ersten Schritt geht es deshalb darum, sich über besonders beeindruckende persönliche Erfahrungen in Form von kurzen Berichten auszutauschen. Diese "Erfolgsberichte" werden in einem zweiten Schritt auf ihre Kernaussagen untersucht. Es wird sich zeigen, dass in der bisherigen Praxis der politischen Bildung einige besonders vielversprechende Prinzipien, Methoden, Aspekte etc. vorhanden sind. Die Zukunftsbilder politischer Bildung, die anschließend entworfen werden, entstehen daher nicht aus einem "luftleeren", imaginierten Zukunftsraum, sondern aus der Beantwortung der Frage: Wovon wollen wir mehr? Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in kreativen Formen dieses "Mehr" dem Plenum präsentieren.

  • Open Space Technology (keine Teilnehmerbegrenzung)

    Open Space ist eine von Harrison Owen entwickelte offene Kommunikationsplattform, die es Gruppen von 10 bis 1000 Teilnehmer/innen ermöglicht, ihr Wissen zu vernetzen und zentrale Probleme zu bearbeiten. Nach der Einführung in den Ablauf wird der "Marktplatz" eröffnet. Die Teilnehmer benennen hier Themen bzw. Fragestellungen zur Zukunft der politischen Bildung, die sie in Neigungsgruppen bearbeiten wollen. Dabei gilt, dass nur Themen benannt werden sollen, für deren Bearbeitung sie persönlich ein hohes Maß an "Energie" und "Leidenschaft" besitzen. Die benannten Themen werden auf Themenkarten geschrieben und drei Zeitblöcken zugeordnet (I: 11.30-13h; II: 15-16.30h; III: 16.45-18.15), so dass eine komplexe Agenda mit den Themen entsteht, die das Plenum bewegen.

    Das Open Space fordert sie ausdrücklich dazu auf, nur an den Themen mitzuarbeiten, die sie wirklich interessieren und falls dies nicht der Fall sein sollte, die Gruppe zu wechseln. Die Themengruppen haben nur eine Aufgabe: Sie sollen ein Ergebnisposter erstellen, das das Arbeitsergebnis aussagekräftig darstellt. Die entstehenden Themenposter werden in Form einer Vernissage zur Zukunft der politischen Bildung am Freitagabend präsentiert.

  • Transfer in den Alltag der politischen Bildung

    Nachdem die Vorstellungen zur Zukunft der politischen Bildung am Samstag durch den fremden Blick ergänzt worden sind, werden von den Teilnehmern/innen diejenigen Themen, Fragestellungen, Zukunftsbilder etc. benannt, an deren Umsetzung sie weiterarbeiten möchten. In den jeweiligen Themengruppen wird das weitere Vorgehen benannt, werden Kontakte und ggf. Projektverbünde geknüpft. In Form eines Ergebnisposters werden die weiteren Schritte dem Plenum vorgestellt. Alle Ergebnisse erscheinen im Netz, so dass man sich auch nach dem Kongress über sie informieren und sich ggf. anschließen kann.


     
  • Blog

    Bundeskongress Politische Bildung, Eröffnung

    Bundeskongress Politische Bildung

    Mehr als 900 Teilnehmer diskutierten auf dem Bundeskongress Politische Bildung (21.-23.5) über das Zeitalter der Partizipation. Impressionen, Interviews und Artikel zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie im Blog zum Bundeskongress. Weiter... 

    Veranstaltungsdokumentation (Juni 2011)

    5. Fundraising-Tag der politischen Bildung - 10. Juni 2011, Köln (KOMED)

    Für immer mehr Bildungseinrichtungen wird es unausweichlich, ein professionelles Fundraising aufzubauen. Während des Fundraising-Tages organisieren die Beteiligten seit nunmehr fünf Jahren einen Wissenstransfer. Im Rahmen von acht Workshops wurden konkrete Aktionen und Konzepte des Fundraisings für die politische Bildung vorgestellt und diskutiert. Weiter... 

    Coverbild bpb: magazin HQZeitschrift

    bpb:magazin

    Aus drei mach eins! Kannten Sie bisher das Publikationsverzeichnis, den Veranstaltungskalender und den Flyer für die Studienreisen, so bietet das bpb:magazin den Service dieser drei Publikationen und viele weitere interessante Informationen nun aus einer Hand. Weiter... 

    Themen und Materialien

    Compasito

    COMPASITO bietet Praxisanregungen für Multiplikatoren, die sich mit Menschenrechtsbildung für sieben- bis dreizehnjährige Kinder befassen wollen. Das Buch macht mit den wichtigsten Begriffen der Menschen- und Kinderrechte vertraut und vermittelt theoretisches Hintergrundwissen zu 13 Menschenrechtsthemen. Weiter... 

    Themen und Materialien

    Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit-Werteordnung und Wertevermittlung

    Werte gewinnen in der Gesellschaft wieder an Bedeutung, gerade auch im Schulalltag. Dies stellt den Unterricht vor neue Herausforderungen. Für die Schule und die außerschulische Bildung liefern die zwölf Bausteine des Bandes Vorschläge zur Beschäftigung mit Bereichen unserer Werteordnung. Weiter... 

    Sonstige

    Europa - Das Wissensmagazin für Jugendliche - Schülerheft

    Wer macht Was in Europa? Was ist die Europäische Union? Mit vielen Aufgaben, Quizfragen und Diskussionsideen im Wissensmagazin können Jugendliche sich das Thema Europa erschließen. Weiter...