Veranstaltungen: Dokumentation
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Sommerschule

Politische Jugend- und Erwachsenenbildung

26.7.2004
Worin liegen die aktuellen Probleme politischer Jugend- und Erwachsenenbildung? Das Sommerschulen-Seminar, das als Dokumentation vorliegt, hat Weiterbildungsmöglichkeiten vor allem in Methodenfragen angeboten.

Einleitung und Weiterbildungsmöglichkeiten



Bunt gemischt war die Teilnehmerschaft der Sommerschule in Weimar, zwischen 24 und 55 Jahre alt, aus dem Nordschwarzwald, Vlotho, Bonn, Berlin oder auch Süd-Korea kommend und zum Teil bei etablierten Einrichtungen beschäftigt, zum Teil aber auch bei Gedenkinitiativen, Nichtregierungsorganisationen oder als Freiberufler tätig. Die jüngere Teilnehmerschaft machte insbesondere deutlich, dass es entgegen dem Augenschein mancher sonstigen Zusammenkünfte, die die politische Jugend- und Erwachsenenbildung als eine Altersstufenveranstaltung der in den 60er und 70er Jahren Sozialisierten erscheinen lässt, eine neue Generation von politischen Bildnerinnen und Bildnern gibt, die sich einerseits kritisch des Gegenstandes vergewissern will, aber auch nach kreativen Wegen der Vermittlung sucht.

24 Frauen und Männer nahmen an der Sommerschule in Weimar teil.24 Frauen und Männer nahmen an der Sommerschule in Weimar teil. (© bpb )
Weiterbildungsmöglichkeiten vor allem in praktischen Dingen und Fragen der Methoden, standen auch im Mittelpunkt der Sommerschule. Ein Workshop über "Biografische Kommunikation" thematisierte die Rolle von Lebensgeschichten in der politischen Bildung: Heidi Behrens und Norbert Reichling führten in die Geschichte und den theoretischen Hintergrund biografischer Ansätze ein, die Teilnehmenden analysierten Auszüge aus lebensgeschichtlichen und berufsbiografischen Interviews und erprobten eine Reihe von Methoden und Impulsen, die zum Erzählen in historisch-politisch bildenden Kontexten anregen und zur gemeinsamen Deutungsarbeit beitragen können. Zeitzeugen haben hier einen unverzichtbaren Stellenwert für die Wahrnehmung und Bewertung von kollektiven Verarbeitungsprozessen und für die gemeinsame Verfertigung komplexer, von Vereinfachungen Abschied nehmender Geschichts- und Gegenwartsbilder. Einige Seminarteilnehmer hatten bereits Erfahrungen in der Zeitzeugenarbeit gesammelt. Ihnen und den übrigen Anwesenden verdeutlichte der Workshop einerseits die Potenziale des Ansatzes, andererseits die Tatsache, dass biografische Kommunikation bestimmte Kompetenzen aller am Lernprozess Beteiligten benötigt.

Mädchen und Jungen, Frauen und Männer kommunizieren unterschiedlich, verfolgen andere Aneignungsstrategien, deshalb sind auch Reflexionen über geschlechtsspezifisches Lernens am Computer und getrenntes Arbeiten der Geschlechter für Lernerfolge sinnvoll und wichtig. Ute Grimminger vom Verein "Neues wagen" leitete einen Workshop, in dem die spezifischen Dimensionen einer geschlechtergerechten Didaktik theoretisch und praktisch behandelt wurden und frauenorientierte Websites und geschützte Lernplattformen für Mädchen und Frauen im Internet näher vorgestellt und diskutiert wurden. Eine kurze Dokumentation des Workshops findet sich unter »www.leanet.de/webspace/Sommerschule«.


 

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