Veranstaltungen: Dokumentation

JugendMedienEvent 2004

Auf die Medien los: fragen, diskutieren, mitmachen

22.7.2004
Junge Journalistinnen und Journalisten brauchen zwei Dinge: Kontakte und Know-How. Das JME 2004 bot rund 50 verschiedene Workshops, u.a. zu Medienethik, Presserecht und Webdesign. Darüber hinaus ließen sich bei der dreitätigen Veranstaltung Kontakte zu Profis und anderen Jung-Schreibern knüpfen.

  • Grußwort von Thomas Krüger
  • Interview mit dem Dozenten Michael Fuder
  • Interview mit Christian Kolb, Junge Presse NRW
  • Statements der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • PDF-Icon Programm (PDF-Version: 391 KB)

    Wie recherchiere ich gründlich? Wie schreibe ich eine Reportage oder eine Radiomoderation? Wie interviewe ich meinen Gegenüber so geschickt, dass er mir sagt, was er gar nicht sagen will?

    Das journalistisches Handwerkszeug stand beim JugendMedienEvent, das die Junge Presse Nordrhein Westfalen dieses Jahr in Bottrop und Essen organisiert hatte, wieder im Mittelpunkt: Doch in den rund 60 verschiedenen Workshops und Seminaren zu kreativem Schreiben, Texten und Layouten, Fotografieren oder Moderieren ging es auch um die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen wie Rhetorik und Präsentationstechniken. Schließlich waren nicht nur 500 Jungjournalistinnen und -journalisten aus ganz Deutschland vom 9. bis 11. Juli 2004 zum JugendMedienEvent gekommen, sondern auch viele, die wissen wollten, wie Werbung, Public Relations oder Eventmanagement funktionieren oder wie man sich als Unternehmensgründer selbständig macht.

    Neben aller Wissensvermittlung blieb auch viel Zeit, um sich kennen zu lernen, eigene Erfahrungen auszutauschen oder für Schüler- und heimische Tageszeitung hinter den Kulissen des Film- und Entertainmentparks Warner Bros. Movie World in Bottrop zu recherchieren.

    Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, eröffnete die Veranstaltung in Bottrop. Er ermunterte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich für eigene Ideen und Interessen gesellschaftlich einzusetzen, aber auch für sein Handeln Verantwortung zu übernehmen. "Wer sich einsetzt und mitmacht, der "lebt" Demokratie", sagte Krüger, und etwas auf die Beine zu stellen mache schließlich auch Spaß.

    Stellten sich kritischen Fragen: bpb-Präsident Thomas Krüger (links) und Michael Spreng, Ex-Chefredakteur der Bild am SonntagStellten sich kritischen Fragen: bpb-Präsident Thomas Krüger (links) und Michael Spreng, Ex-Chefredakteur der Bild am Sonntag
    Zusammen mit dem ehemaligen Chefredakteur der Bild am Sonntag, Michael Spreng, stellte sich Thomas Krüger anschließend einer Podiumsdiskussion, in der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer es genau wissen wollten: Fördern unpolitische Schlagzeilen der Bild-Zeitung die Politikverdrossenheit der Bürgerinnen und Bürger? Hat Bild nicht einen zu großen Einfluss auf politische Wahlen? Und: Was macht die bpb eigentlich genau für Jugendliche? Wie will die bpb politisches Engagement fördern?

    Thomas Krüger betonte, dass die bpb mit ihren Publikationen und Angeboten Jugendliche zum Weiterarbeiten anregen möchte. "Wir wollen Ihnen nicht nur reine Informationen zu politischen Zusammenhängen geben. Sie sollen sich einmischen und mitmachen können", so der Präsident. Michael Spreng hingegen bezweifelte, dass die Bild-Zeitung wirklich den Einfluss hat, der ihr häufig zugesprochen wird: "Die politische Meinungsbildung findet am stärksten im privaten Umfeld statt, so etwa in Gesprächen mit der Familie oder Arbeitskollegen," meinte Spreng.

    Redaktion: Sandra Schmid
    Kamera: Markus Osterhoff


     
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