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Veranstaltungen: Dokumentation

26.5.2004 | Von:
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Was Journalistinnen und Journalisten heute Richtung geben könnte

Rede von Ernst Elitz auf der vierten Planungskonferenz des Journalistenprogramms

Journalistinnen und Journalisten sollen informieren, kritisieren, Meinung bilden und kontrollieren – doch wer schaut ihnen prüfend auf die Finger? Ernst Elitz, Intendant des Deutschlandfunks und des DeutschlandRadios, hielt ein Plädoyer für die Achtung des Pressekodex und der journalistischen Ethik auf der vierten Planungskonferenz des Journalistenprogramms.

Journalistinnen und Journalisten sollen informieren, kritisieren, Meinung bilden und kontrollieren – so lautet ihr gesellschaftlicher Auftrag. Doch wer schaut ihnen prüfend auf die Finger? Auf der 4. Planungskonferenz des Lokaljournalistenprogramms in Augsburg vom 21. bis 22. April 2004 hielt Ernst Elitz, Intendant des Deutschlandfunks und DeutschlandRadios, seinen Kolleginnen und Kollegen den Spiegel vor.


Je geringer die Kontrolle von außen, desto wichtiger die journalistische Selbstverpflichtung zur Achtung des Pressekodex. Ethik ist das Rückrat des Qualitätsjournalismus. Doch so häufig auch nach verbindlichen Regeln gerufen wird, ebenso häufig werden sie auch übertreten. Unter dem Titel "Was Journalistinnen und Journalisten heute Richtung geben könnte" hielt Ernst Elitz ein Plädoyer für die journalistische Ethik. Journalistinnen und Journalisten sollten sich an den "Martin Luther-Pressekodex" halten, forderte Elitz, und "ihren Nächsten nicht belügen, verraten, verleugnen und seinen Ruf zerstören".

Rede (ungekürzte Fassung)

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem ich den Titel des Vortrages, den Sie mir vorgegeben haben, gelesen hatte, wollte ich mich für diese Tagung eigentlich schon wieder abmelden. "Richtung geben" - das hört sich so an nach Pastor und Pädagoge. Und das ist eine Aufgabe, an der schon viele Journalisten gescheitert sind.

Was sind wir Journalisten denn? - Wir sind Informationsvermittler und Katastrophenmelder, wir jammern öffentlich, wenn uns der Bundeskanzler ein Reise-Abo in seiner Kanzlermaschine streicht. Wir betreiben Kampagnen gegen alles und gegen jeden und beklagen uns, wenn ein Gericht verlangt, daß Tatsachenbehauptungen - auch wenn sie in einem Kommentar enthalten sind - der Wahrheit entsprechen müssen. Wir sind schon komische Heilige.

Generationen von Pädagogen und Pastoren ist es nicht gelungen, der Menschheit den richtigen Weg zu weisen. Warum bitte erwarten viele man das nun gerade von uns? Diese Frage hat mir noch keiner beantworten können.

Ich könnte den Saal jetzt leer predigen, indem ich aus Martin Luthers "Kleinem Katechismus" zitiere. Der gilt bekanntlich für alle, auch für Journalisten. Und da schreibt der Reformator, was das achte Gebot "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider Deinen nächsten" in der Praxis für jeden - also auch für Journalisten bedeuten muß: "Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unseren nächsten nicht belügen, verraten, verleugnen oder seinen Ruf verderben, sondern wir sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum Besten kehren".

Das ist Dr. Martin Luthers Presse-Kodex.

Und da Sie alle sitzen geblieben sind, freue ich mich, hier zu einem ganz außergewöhnlichen Auditorium sprechen zu können, das sich bei der journalistischen Arbeit sogar an den Katechismus hält. Herzlichen Glückwunsch! In solchen Kreisen verkehre ich selten.

Suchen wir also nach unserer Richtung. Und suchen wir, welche Wegmarken wir für die Leser setzen können.

Der Mediennutzer dagegen sucht enttäuscht von den politischen Händeln, über die wir täglich berichten, enttäuscht von der mangelnden Durchsetzungskraft der Regierung und den Widersprüchen der Opposition, hilflos in einem undurchschaubaren widersprüchlichen Paragraphendschungel aussetzt, eben nicht nur Aufklärung und Orientierung, sondern er sucht erschöpft von dieser nervenden Wirklichkeit vor allem Ablenkung.

Und er freut sich über jeden, der denen da oben einmal kräftig die Meinung geigt. Und darin liegt eine Versuchung, der die Charakterstärkeren von uns nur gelegentlich, die schwächeren Charaktere dagegen häufig erliegen. Wir schreiben dem Leser nach dem Mund. Wir betreiben affirmativen Journalismus.

Meine Richtungsempfehlung: Bestätigen wir den Leser nicht in seinen Vorurteilen, provozieren wir ihn in seiner Schlafmützigkeit, widersprechen wir ihn, provozieren wir ihn, fordern wir ihn auf zu Engagement wir Meckerer zu Veränderern. Das geht nicht, solange wir selber nur meckern.

Die Zeit, die mit allen heute verfügbaren Medien insgesamt verbracht wird, liegt inzwischen bei über 8,5 Stunden. Die Medienforscher ermitteln den längsten Fernsehtag - es war der 1. Januar 2003 - an dem der Durchschnittszuschauer vier Stunden und 52 Minuten auf die Mattscheibe glotzte.

Vier von fünf Deutschen lesen Zeitung, der Durchschnittsdeutsche hört 1,5 Radioprogramme (80 Prozent hören täglich mehr als vier Stunden zu ), aber er schaltet zwölf Mal am Tag zwischen unterschiedlichen Fernsehprogrammen hin und her. Viele Zuschauer umsteuern in einem täglichen Unterhaltungsslalom gekonnt jede Nachrichtensendung. Angesichts dieser subtilen Guerilla-Taktik der Nutzer wird das medienpädagogische Ideal, den Menschen über die Medien zu bessern und ihn zu neuen Einsichten zu führen, ad absurdum geführt. Der autonome Nutzer entscheidet selber, wie viel Informationen und welche er aufnehmen will. Wer dem Bürger das Recht zubilligt, Parlamente zu wählen, darf sich nicht darüber mokieren, wenn der Bürger sich genauso autonom am Zeitungs-Kiosk, am Radio-Knopf und mit der TV-Fernbedienung für ein Angebot entscheidet, von dem er sich die optimale Befriedigung seiner Bedürfnisse verspricht.

Und da Medien ein Wirtschaftsgut sind, werden Verleger und Anteilseigner von Privatradios und kommerziellen Fernsehketten ihre Angebote systemgerecht an den Interessen ihrer konsumtiven Zielgruppen ausrichten.

Wer zahlt, schafft an. Und mithin stellt sich auch nicht die Frage, warum die Medien das Publikum verdummen, sondern ob das Publikum seine Medien so dumm macht. Auf keinem anderen Markt kann der Kunde sich so spontan und ohne Rückwirkung auf längerfristige finanzielle Verbindlichkeiten entscheiden. Ob Auto oder Anzug, Spülmaschine oder Aktienfonds - überall sind längere Werthaltigkeiten und Abschreibungsfristen zu kalkulieren. Mit der Fernbedienung im Anschlag kann der Zuschauer in Zehntel-Sekundenschnelle von einem Programmangebot zum nächsten switchen, beim Radio genügt ein Knopfdruck, das Zeitungsabonnement kann zum Monatsende gekündigt werden. Der Erwerb von Kaufzeitungen und Illustrierten ist ohnehin eine täglich neue Entscheidung. Ein stärkerer Reiz setzt alte Gewohnheiten schnell außer Kraft. Auf dem Medienmarkt regiert der Absolutismus der Nachfrage. Auf keinem anderen Markt kann der Konsument seine Rolle als König Kunde so perfekt ausspielen wie hier.

Dieses Kundenverhalten bestimmt unseren journalistischen Alltag. Diese Richtung der Nutzer-Autonomie können wir nicht ändern. Wir müssen ihr ein Schnippchen schlagen. Wir dürfen für den Durchschnittsleser gar nicht erst den Gedanken aufkommen lassen, daß irgend etwas kompliziert ist. Wir müssen anschaulich und einfach schreiben und beschreiben, wir müssen auf Theorien verzichten und gleich praktische Beispiele bringen. Wir müssen jede Idee auf ihren Nutzen für den Leser abklopfen. In einer Zeit, in der auch das Lernen Spaß machen darf, muß das Zeitungslesen ein Höchstvergnügen sein.

Die Medien haben neben der Informationsvermittlung – das wird häufig übersehen – auch die Funktion einer psychotherapeutischen, möglicherweise sogar psychiatrischen Praxis. Insoweit sind wir hier alle Laienpsychiater, denn wir tragen zum Abbau des Triebstaus bei unseren Lesern bei, wir befriedigen ihr Klatschbedürfnis und schaffen Substitutions- und Projektionsobjekte, auf die der Mediennutzer seine Probleme abladen und auf dieser seine Sehnsüchte übertragen kann. Der publizistische Therapeut unterhält eine Kassenpraxis für Millionen von Menschen, die der Freiherr Adolph von Knigge etwas arrogant den "müßigen Haufen" nennt, der "ohne Unterlass etwas Neues hören will" und sich ein "Fest daraus macht, Mängel zu entdecken".

Und ebenso wie sein approbierter Kollege läuft der publizistische Therapeut Gefahr, die ihm anvertrauten Leser nicht etwa zu heilen, sondern sie weiter abhängig zu halten und in neue Krankheitsbilder zu treiben. Das bindet die Kundschaft. Der Mediennutzer kann sich mit Blick auf das Verhalten anderer von eigenen Schuldgefühlen entlasten und sich durch die Substitution auf Sündenböcke Erleichterung verschaffen.

Berufsmäßiger Substitut und Sündenbock ist der Politiker. Politiker sein ist eine Strafe mit Freigang und auf Bewährung. Aber das Strafmaß ist hoch.

Politiker arbeiten grundsätzlich auf Zeitvertrag. Für sie ist als Ausnahmeerscheinung in der Freizeitgesellschaft Zwölfstundentag und Wochenendarbeit die Regel. Also verschärfter Strafvollzug. Aber dennoch werden Politiker im Medien- und Mediennutzerurteil stereotyp als Faulenzer und Abzocker dargestellt. Sie werden aus dem Amt gejagt aufgrund von Affären, von denen nach ein paar Wochen schon keiner mehr weiß, was eigentlich der Anlaß der hysterischen Anfälle der Öffentlichkeit war.

Hat Wolfgang Schäuble die 100.000 DM vom Rüstungslobbyisten Schreiber nun gestern oder vorgestern in Empfang genommen? Hat er sie nicht heute, sondern erst übermorgen an die Parteikasse weitergereicht? Dieses weltbewegende Thema reichte für ein journalistisches Hochgericht samt Amtsverlust aus. Aber Dank einer ausgleichenden Amnesie wurde Schäuble ein paar Monate später von den meisten seiner Ankläger schon wieder für würdig befunden, Regierender Bürgermeister von Berlin oder gar Bundespräsident zu werden.

Man muß sich schon so nachhaltig lächerlich machen wie Rudolf Scharping in seiner Freiluftbadewanne, um auf Dauer von der Bildfläche zu verschwinden.

Die alljährlichen Flugaffären - mal Eichel, mal Rau, mal dieser Ministerpräsident, mal jener - lösten sich nach dem kostenträchtigen Einsatz von Untersuchungsausschüssen, Revisoren und Rechnungsprüfern in Luft auf oder verschafften den Betroffenen wie Bundesbankpräsident Welteke durch vorzeitige Einlösung der Pensionsansprüche ein Leben in der Villa Sorgenfrei. Es wäre aufschlußreich, einmal eine Vollkostenrechnung jeder dieser Affärenbewältigungen anzustellen.

Wie lächerlich war doch die Bonusmeilen-Affäre.

Einige Abgeordnete verschwanden kurzfristig in der Abstellkammer, wobei nie geklärt werden konnte, welche der journalistischen Anklagevertreter ihre dienstlichen Bonus-Meilen selber privat verflogen und wie viele von den Kollegen, die mangels Fluggelegenheit über kein Meilenkonto verfügten, überhaupt wußten, daß das Bonus-Meilen-System der Fluggesellschaften so angelegt ist, daß es sich aufgrund besonderer Bedingungen, festgelegter Flugzeiten und ausgewählter Strecken dienstlich nur äußerst begrenzt nutzen läßt. Ahnungslos erregt sich´s besser.

In diesem Zustand ständiger Skandalisierung werden Durchstechereien größten Ausmaßes wegplaniert. Das Erregungspotential reicht nur noch für kürzere Wallungen des Gemüts, so daß von Kirch schon heute keiner mehr redet und morgen keiner mehr vom Kölner Müllunternehmer Trienekens. Die Gnade des Ruhestands schützt vor Bestrafung, während die schmählich aus dem Amt gejagten kommunalen Mandatsträger sich in keine Pizzeria mehr wagen.

Das verwandte Interesse auflagefixierter Medien und aufgeschreckter Staatsanwälte bringt Skandale ans Licht, die auch unter verschärfter Computertomographie keinen Befund ergeben. Da gebührt dem Oberbürgermeister von Wuppertal das Bundesverdienstkreuz für seine Nervenstärke, mit der er solchen Verfolgungen widerstand. In den Vereinigten Staaten beschäftigt die Staatsanwaltschaft inzwischen PR-Firmen, um ihre Anschuldigungen wirksam unter die Leute zu bringen.

Darf man überhaupt etwas Nettes über Politiker sagen? Darf man?

Spätestens bei dieser Frage hätten achtzig Prozent aller Leser der Tages- und Wochenpresse schon umgeblättert. Watschenmann bleibt Watschenmann. Regelmäßig wird schon vom Volontär in seinem ersten Meinungsbeitrag die Forderung nach Minister-Rücktritt, zumindest aber Urlaubsabbruch und vor allem nach dem gläsernen Abgeordneten erhoben. Dabei muß man erfahren haben, daß Journalisten es meist als Extremform von Mobbing betrachten, wenn man sie bittet, aufgrund aktueller Ereignisse ihren Urlaub zu verschieben, zu unterbrechen oder eher zurückzukehren. Politiker sollen ihre Einkommensverhältnisse samt Steuererklärungen offen legen. Redakteure, Landwirte und Mittelständler brauchen das nicht. Wer also will, daß jeder erfährt, ob die Eigentumswohnung schon abgezahlt oder wie viel Festgeld zu welchem Zinssatz angelegt ist, der eignet sich bestens zum Politiker.

Wann legen Journalisten, die solche Forderungen rituell erheben, endlich ihre eigenen Einkommenssteuererklärungen vor? Auch sie sind für milde Gaben, die abhängig machen, empfänglich. Während sie andere der Vorteilsannahme beschuldigen, fahren sie in der Bahn auf Journalistenrabatt - vom djv angepriesen - dienstlich und privat zum halben Preis. Nichts dagegen, wenn Journalisten wie jeder andere Berufsstand auch Rabatte in Anspruch nehmen. Sie haben schließlich nicht Armut, Keuschheit und Gehorsam gelobt. Nach meinen Erfahrungen sind Journalisten durch irgendeinen genetischen oder moralischen Defekt ohnehin äußerst undankbar. Einen ihnen gewährten Gefallen entgelten sie in den seltensten Fällen. Aber wer sich hier wie andere Gruppen in der Gesellschaft verhält, sollte davon Abstand nehmen, die läßlichen Sünden anderer wie Sonderbeauftragte der heiligen Inquisition zu verfolgen. Wann tritt schon ein Journalist nach einer Falschmeldung zurück? Die Zahl der arbeitslosen Kollegen würde merklich steigen.

Als Journalisten erinnern wir uns nicht gern an den Fall Sebnitz. Hätten wir damals die gleichen Regeln auf unseren Berufsstand angewandt, wie wir sie von den Politikern täglich fordern, hätte es einen riesigen Kahlschlag in den Redaktionen gegeben – vom Nachrichtenredakteur bis zum Chefredakteur und das bei den meisten Publikationsorganen. Endlich hätte der Nachwuchs mal wieder eine Chance gehabt.

Die Fälschung der Hitler-Tagebücher war nichts gegen Sebnitz. Da hatte lediglich ein journalistischer Gangster Geld abgezockt. Aber in Sebnitz wurden von Journalisten die Bürger einer ganzen Stadt gedemütigt und unschuldige Jugendliche an den Pranger gestellt. Da helfen anschließend auch ein paar flaue moralingetränkte Entschuldigungen nicht.

Wenn der Titel dieses Vortrages lautet, "Was Journalistinnen und Journalisten heute Richtung geben könnte ..." - dann dies: Der Fall Sebnitz sollte in jedem Volontärskurs verbindliches Lehrprogramm sein. Ebenso wie die Frage: Was unterscheidet eine Journalisten-Fünfzig-Prozent-Rabatt-Fahrkarte bei der Bahn vom Bonusmeilensystem für Bundestagsabgeordnete?

Aber wir beschäftigen uns ja lieber mit den Fehlleistungen der Politiker als mit unseren eigenen. Wir stellen den öffentlichen Auftritt von Politikern unter schärfste Beobachtung. Dabei müssen unsere Politikerpartner unter dem permanenten Interview- und Talkshowdruck die Erfahrung machen, daß jede flapsige Bemerkung zum grundsätzlichen Bekenntnis hochstilisiert und als Angriffsfläche genutzt wird. Die Politik zieht sich zwangsläufig auf eine gestanzte Formelsprache zurück. Und damit wird die Politikersprache unpräzise und phrasenhaft. Das veranlaßt uns wiederum zu neuen Vorwürfen gegen diese Phrasendrescher.

Auch das könnte uns Richtung geben: Helfen wir den Politikern, ihre Vorstellungen so zu formulieren, daß das Publikum versteht, worum es geht. Und betrachten wir nicht jedes Interview als willkommene Gelegenheit, unseren Partner aufs Glatteis zu führen. Freuen wir uns nicht so heimtückisch über jede Panne.

Lassen sie mich ein paar abschreckende Beispiele anführen.

Der Journalist, immer eingedenk des Unterhaltungsbedürfnisses seiner Leser, lockt Politiker in Situationen, in denen sie sich zum Pausenclown machen lassen. Als die Grünen-Vorsitzende Angelika Beer, sich auf einer Party einen lebenden Affen in den Arm drücken ließ, brachte ihr das die Bildunterschriften: "Grünen-Chefin Angelika Beer (46) hat einen neuen Freund." Wochen vorher war die Unglückselige schon bei n-tv in die Falle gelaufen. Sie wurde sturzbetrunken in einer Talk-Show präsentiert, und die Sendung wurde weder abgebrochen noch abgesetzt, sondern wiederholt.

Die Neigung von Politikern, sich in zum Ergötzen der Pressefotografen in unterschiedlichen Kostümen volksnah zu geben, ist endemisch. Nachdem selbst ein chinesischer Partei-Vorsitzender greisenhaft durch den Jangtse tappte, stürzten sich seine deutschen Kollegen in deutsche Flüsse, um den Erfolg ihrer Umweltpolitik zu demonstrieren. Politiker treten gern mit Schutzhelm auf diversen Baustellen auf, besichtigen in weißen Kitteln Labors, von denen sie nur erahnen, was dort wirklich erforscht wird. Sie zwingen sich in Radlerhosen, machen schwitzend bei Volksläufen mit, beißen wie jüngst der Staatssekretär aus dem Bundesbauministerium Thilo Braune in eine Tiefkühlpizza mit Soljanka-Auflage (igitt!) oder haben plötzlich wie Umweltminister Jürgen Trittin bei der Inbetriebnahme eines Dosenrücknahme-Automaten (Was für ein Termin für ein Mitglied der Bundesregierung!) einen durchgeknallten Supermarkt-Mitarbeiter im Hundekostüm neben sich auf dem Foto.

Der Politiker macht sich aus Geltungssucht zum Harlekin.

Um im Bild zu bleiben: Der Journalist ist der Zirkusdirektor.

Die Medien – so lautet eine häufig gehörte Forderung – sollten Leitbilder präsentieren. Die Politik bietet diese Leitbilder offenbar nicht. Und da der Kunde durch sein Nachfrageverhalten die Inhalte der Medien entscheidend mitbestimmt, müssen die von den Medien präsentierten Leitbilder kompatibel zu den Publikumswünschen sein. Und so werden auf dem Nachfragemarkt der Medien Leitbilder geboren, die eher schnelle Glücks-Surrogate versprechen und die sich nicht an den Anforderungen eines idealen Gutmenschen orientieren.

Mal ehrlich, allein die öffentliche Existenz eines sittlich einwandfrei handelnden Charakters muß als Bedrohung der schnöden Alltagsroutine empfunden werden. Moralisch einwandfreie Vorbilder werden dann akzeptiert, wenn sie sich und ihr Handeln in weiter Ferne entfalten und damit nicht zum heimischen Störfaktor werden: Rupert Neudeck, Mutter Theresa, Albert Schweitzer.

Gütig, mit weißem Schnauzbart und wallendem Haupthaar sah Schweitzer aus wie der liebe Gott persönlich und bot damit ein treffliches Vorbild. Er half im tiefsten afrikanischen Busch den armen Negerlein, wie sie die Älteren kopfnickend und ewig Dankeschön sagend als Pappmaché-Figuren von den Missions-Sammlungen in den Kirchen kennen. Nebenbei spielte er Orgel, daß es nur so dröhnte und verfaßte erbauliche Schriften. Die Postanschrift dieses Vorbildes lautete: Missions-Krankenhaus Lambarene, Gabun, West-Afrika. Ganz schön weit weg. Und so blieb Albert Schweitzer der Held der besonders an Feiertagen gern moralisierenden Presse und alle durften sich in dem wohligen Gefühl, ein tolles Vorbild zu haben, wieder auf die andere Seite drehen, denn wer wollte schon verlangen, daß die Deutschen daheim es dem guten Menschen von Lambarene gleich täten.

Deshalb gibt es die treffende Formulierung von "unerreichten Vorbildern", sagen wir den glücklicherweise "unerreichbaren". Einerseits wiegen sie uns in der beruhigenden Gewißheit, daß es tatsächlich bessere Menschen gibt. Das läßt hoffen für den Gang dieser Welt. Andererseits darf Bequemlichkeit nicht allzu sehr stören. Deshalb wird auch von den Medien reflexartig jedes Vorbild schnell wieder auf Mittelmaß zurückgestutzt.

So wissen wir inzwischen auch, daß sich Rupert Neudeck auf seiner vor Flüchtlingen berstenden Cap Anamur nicht an die in Deutschland geltenden Beschaffungsregeln gehalten hat, daß ihm die Rettung von Menschen wichtiger war, als das Sammeln von Belegen und daß im Südchinesischen Meer nicht die Aktenordnung des Bundesverwaltungsamtes eingehalten werden konnte. All das wurde ihm in einer Kampagne zum Vorwurf gemacht.

Apropos Vorbilder.

Erinnern wir uns an den Erfurter Lehrer Heise. Der brave Mann hatte bei dem gräßlichen Schulmassaker dem Serienkiller die eigene Brust dargeboten, um ihn dann in der Gerätekammer außer Gefecht zu setzen. Endlich hatten wir einen Helden, der die ganze pädagogische Misere wie eine klassische Dramenfigur beendete: Er bot sich selber als Opfer an und beschämte damit das abgrundtief Böse. Bravo, Lehrer Heise!

Doch über Nacht wurde klar, daß der Feigling in uns, der Wegschauer und Wegducker mit dem Lehrer Heise doch nicht so gut bedient war, denn wenn in der Straßenbahn eine Ausländerin angepöbelt, wenn einem alten Mütterchen die Handtasche weggerissen wird, Skins auf der Straße dem frommen Juden die Kippa wegreißen, dann müßten wir - dieses Vorbild vor Augen - selber einschreiten und uns zum Opfer darbieten. In diesem Moment beschloß die Öffentlichkeit: Der Lehrer Heise darf kein Vorbild sein, und die Medien als willige und servile Vollstrecker des Volkswillens, begannen sofort am Sockel der Heldengestalt herumzusägen.

Lehrer Heise wurde als Aufschneider madig gemacht - bis eine paar Monate später der abschließende Polizeibericht seine Darstellung voll bestätigte. Aber da war Lehrer Heise schon längst aus dem journalistischen Kurzzeitgedächtnis verschwunden.

Langwährende Medienleitbilder heißen nicht Heise, sie heißen Bohlen und Beckham. Mit ihrem kontrastreichen Habitus eigenen sie sich besser als der Mann der guten Tat zur Serienberichterstattung.

Hätte Lehrer Heise sich gleich nach der Erfurter Bluttat von seiner Lebensabschnittsgefährtin getrennt, eine Schülerin geheiratet, die gepierct und nabelfrei bei "Star-Search" auftritt, hätte er nebenbei ein paar weitere Proben seines Könnens in der Bekämpfung von Gewaltverbrechen geliefert, dann hätte er als Serienheld überdauern können.

Mediale Leitbilder werden nach den Gesetzen des Marktes geboren und nicht aus der Sehnsucht nach einer besseren Welt.

Und damit sind wir bei David Beckham. Waren die letzten Meldungen nun gezielt gesetzte PR-Gerüchte oder hatten Wichtigtuer oder Neider sie in die Medien gebracht. Der Effekt ist der gleiche. Nach einem leichten Tief in der öffentlichen Wahrnehmung steigerten sie die Frequenz der Artikel über Beckham. Und für einen Werbeträger wie ihn, der für unterschiedliche Produktlinien vom Niedrigpreis- bis zum Hochpreisprodukt eingesetzt wird, ist Medienpräsenz die alles entscheidende Währung.

Beckham wurde als Projektionsfläche von Sehnsüchten und Konsumphantasien diverser Zielgruppen durchgestylt. Frauen und homosexuelle Männer begehren ihn, Heteros wünschen sich seine erotische Ausstrahlung und jeder möchte finanziell so erfolgreich sein wie er. Mit ihm wurde der Konsumtypus des Metrosexuellen kreiert. Der metrosexuelle Mann legt Wert auf gepflegte und auffällige äußere Erscheinung (wechselnde Haartrachten, Körperpflege, exklusive Kleidung), er rasiert sich die Brust, verwendet Nagellack, trägt schon mal die Dessous seiner Frau, verpflegt sich nach Single-Art mit Fertiggerichten, trägt Brillianten im Ohrläppchen und wertet das eigene Selbst durch Markenartikel auf.

Wenn ich mich hier umsehe, sehe ich in diesem Saal wenig Metrosexuelle. Meine Herren, Sie müssen was für sich tun.

Mit Haargel, Nagellack, Haarkamm, Sarong-Röckchen, Faltencreme, teuren Klamotten und schnellen Autos ist es Beckham gelungen, zum vollendeten Symbol einer Marken-Wunschwelt von Heteros, Homos und Transsexuellen zu werden. Auch die Berichte über seine angeblichen Seitensprünge regen die Phantasie seiner Werbezielgruppen an und machen ihn zum Leitbild sexueller Freizügigkeit und zum Werbeträger der Diamanten-Industrie: Ein Diamant für Posh.

Gemessen an Beckham ist Dieter Bohlen der Inbegriff deutschen Biedersinns. Bohlen verhält sich zu Beckham ungefähr so wie Harald Juhnke zu Frank Sinatra. Mag Bohlen sich noch so sehr als Pop-Ikone und Frauenvernascher stilisieren, er bleibt Werbung für "Reine Buttermilch" - mit "Ansteck-Naddel".

Wenn Marken zur Steigerung des Selbstwertgefühls dienen und zum Image-Faktor werden, wenn jeder Semi-Prominente zum Leitbild für eine bestimmte Lebenshaltung samt Konsumverhalten wird, da enthält auch jede redaktionelle Berichterstattung über diese Personen einen werblichen Subtext. Indem der Berichterstatter Personen präsentiert, assoziiert der Leser Produkte.

Eine Richtung könnte sein, den Leser über diese Zusammenhänge nachdrücklich aufzuklären. Ich habe den Eindruck, daß dies ausgesprochen einprägsam und unterhaltend zugleich geschehen kann. Das gilt gleichermaßen für das Thema Promis und Werbung.

"Human brands" (menschliche Marken) heißt die Branche, die Promis und Produkte zusammenbringt. Zuweilen nimmt die Werbung mit Personalities eine ironische Wendung, und das menschliche Schicksal des Mietgesichts bildet den Abstieg des Auftraggebers paßgerecht ab.

So stieg Telekom-Typ Jan Ulrich genau zu dem Zeitpunkt vom Rad, als die Telekom-Aktie im Keller war. Er wurde als Pillenschlucker enttarnt, als drei Millionen Telekom-Aktionäre erkennen mußten, daß die Papiere des Kommunikationskonzerns so gedopt waren wie viele Fahrer der Tour de France. Boris Becker dagegen hatte mit seinem Werbeslogan "Ich bin drin!" die treffende Formel für alle seine Lebenslagen gefunden. Nachdem er als Geschäftsmann erfolglos blieb, drohte ihm das Finanzamt auch noch mit Gefängnisstrafen. Es setzte zwei Jahre Haft mit Bewährung. Ohne Bewährung hätte sich Becker mit seinem treffenden Werbespruch "Ich bin drin" nicht nur aus der Londoner Besenkammer, sondern auch aus München-Stadelheim live im Fernseh-Programm melden können.

Bei Thomas Gottschalk fragt sich der Betrachter ohnehin, ist das Blondchen tatsächlich ein Entertainmentstar oder doch nur die menschliche Inkarnation eines Gummibärchens, gezeugt von einem Chemiker namens Haribo. Vergeblich klagte eine Gottschalk-Verehrerin, daß sie, nachdem sie drei Monate lang täglich 400 Gramm Haribo-Lakritz verputzt habe, mit Herz- und Kreislaufproblemen zusammengebrochen und ein halbes Jahr arbeitsunfähig gewesen sei. Warum haftet der Werbeträger nicht wie der Anlageberater der Bank für das faule Produkt, das er uns andreht?

Welche Gefahr droht da Manne Krug, der uns mit der Treuherzigkeit eines Kleine-Leute-Anwalts aus Berlin-Kreuzberg die Telekom-Aktie aufschwatzte? Was passiert vor dem Haus von Uschi Glas, wenn uns nach dem Genuß ihrer Soja-Würstchen ein plötzliches Unwohlsein überfällt? Inzwischen wissen wir auch, daß die Benutzerinnen von Uschi-Glas-Faltencreme plötzlich Pickel bekamen. Uschi Glas hat keine Pickel. Sie hat offenbar eine bessere Creme benutzt.

Auch seriöse Blätter personalisieren und wecken werbliche Assoziationen. Aber sie analysieren die Idolatrie des Marktes und liefern damit auch Aufklärung über das herrschende Zeit-Phänomen. Das ist eine wichtige und richtige Richtung.

Glimmt im Geflecht von Publikumswünschen, Renditezwängen und Werbeinteressen überhaupt noch der Funke Aufklärung, oder ist dieses hehre Ideal vollständig abgeschrieben? Ein paar Hinweise habe ich gegeben, wie sich Aufklärung mit Publikumsinteressen verbinden läßt.

Journalistische Aufklärung kann nicht den großen überregionalen Zeitungen, dem DeutschlandRadio Berlin oder dem Deutschlandfunk und den Magazinen von ARD und ZDF überlassen bleiben. Für sie sind in erster Linie – das wird sie nicht überraschen – die Regionalzeitungen verantwortlich. Denn mit ihrer Auflage – insgesamt 16 Millionen – haben sie eine weit größere Reichweite als die überregionalen Blätter mit ihren 1,6 Millionen. Sie haben eine entscheidende Funktion für die Informationsgebung und Qualitätssicherung vor Ort.

Dabei muß klar sein: Würden die Qualitätsangebote sich bestimmten Zeitphänomenen - stärkere Orientierung auf Personalities, private Aspekte des politischen Lebens, Werbung und Konsum - verschließen, verlören sie an Interesse beim Publikum, das in seinem Lebens- und Berufsumfeld permanent mit diesen Trends konfrontiert wird und darauf reagieren will. Es ist und bleibt eine journalistische Handwerksregel: Der Wurm muß dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Und was machen wir mit der Politik?

Ein begabter Kollege hat im Jahre 1920 geschrieben: Gesetze sind "das einzige, das dieser arme Staat aus eigener Kraft und in beliebiger Menge herzustellen vermag. Kein Wunder, daß jede Partei sich bemüht, solchen blühenden Produktionszweig in ihre Hand zu bekommen". Das Zitat stammt von Alfred Polgar.

Jenseits der Personalisierung können die Medien jeden Tag auf die ihre Leser bedrängenden Probleme in der BRD - der Bürokratischen Republik Deutschland - aufmerksam machen. Jeden Tag anschauliche Bürokratiekritik, jeden Tag das Anprangern absurder Paragraphen, jeden Tag der Hinweis auf offenkundige Gesetzeswidersprüche und weltfremde Gerichtsurteile - das macht den Politikern und den keinem verantwortlichen und nur sich selbst kontrollierenden Richtern Dampf. Und den Lesern Freude. Und führt vielleicht zu Veränderungen.

Es gibt keinen wohlfeileren Job im Journalismus, als den Irak-Krieg zu kommentieren. Je weiter weg, desto einfacher und kaum überprüfbar ist das Kommentatoren-Urteil. Jeder kann auch den Rücktritt eines Ministers oder des Bundesbankpräsidenten fordern. Aber als Lokal-Journalist einem Stadtrat oder Bürgermeister Fehlverhalten nachzuweisen, das ist die wahre Herausforderung des Journalismus. Da muß jedes Detail bis ins letzte belegt sein. Da kann man von keinem abschreiben und muß für die eigene Recherche geradestehen. Solcher Mut und solche Professionalität ist richtungsweisend.

Auch darüber hinaus bleiben ein paar Regeln, die jeder von uns bei einigem guten Willen beachten kann. Die Leser werden sie nicht grundsätzlich ablehnen, wenn wir sie ihnen als Grundlage unserer Arbeit präsentieren.

Diese Regeln lauten:

- Was Du Deinen Kindern nicht zumuten würdest, mute auch nicht den Kindern anderer zu, die freien Zugang zu den von ihren Eltern genutzten Medienprodukten haben. - Was Du nicht willst, was man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu. Das gilt für die Verbreitung von Klatsch und Gerüchten. - Medien müssen nicht unbedingt die Bauchredner des Publikums sein. Sie müssen sich an den Wünschen ihrer Nutzer orientieren, aber sie müssen nicht im vorauseilenden Gehorsam die Standards weiter nach unten verschieben. - Jeder Bericht und jede Kommentierung sollte so viel Nachhaltigkeit haben, daß sie auch nach vier Wochen, vielleicht sogar nach einem Jahr noch Bestand hat. - Breite Privates und Intimes nur über die Personen aus, die sich selbst dazu andienen. Es sind genug. Respektiere den Wunsch derjenigen, die davon verschont bleiben möchten. - Formuliere Deine Botschaften so präzise wie die Kollegen von BILD. Da sitzt jedes Wort. - Verschwende ab und zu einen Gedanken daran, daß auch diejenigen, über die berichtet wird, einmal recht haben könnten. - Achte den Leser. Gönne ihm ab und zu einen überraschenden Gedanken, der ihn zum Nachdenken über seine Vorurteile bringt. - Bändige die Neigung zur Doppelmoral. Werfe anderen nicht ein Verhalten vor, das Du selber praktizierst.

Die Leser werden dann einiges bei uns vermissen. Aber wir werden sie zufrieden stellen, weil wir gelegentlich eben doch sündigen. Luthers Katechismus ist doch kein Presse-Kodex.

Aus reiner Menschenfreundlichkeit aber könnten wir Journalisten unseren Lieblingsgegnern, den Politikern, kostenfrei zwei Ratschläge geben:

Ratschlag Nummer 1: Mach Dich nicht zum Hampelmann, auch wenn Journalisten Dich dazu animieren!

Ratschlag Nummer 2: Du findest bei Journalisten auch dann Beachtung, wenn Du Dich nicht ständig bei ihnen anbiederst!

Damit wäre den Betroffenen geholfen, den Medien insgesamt kein Schaden zugefügt und dem Publikum bliebe manche Peinlichkeit erspart. Es ließe sich sogar ein neuer Fachterminus kreieren: Die Entdummung von Politik, Publikum und Medien.


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Mapping Memories is an event series focusing on commemorative culture in Eastern Europe and beyond. Current events include conferences, summer schools and practical workshops.

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Die Internationalen Konferenzen zur Holocaustforschung dienen dem Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und der Praxis politischer Bildung. Sie entstehen aus einer Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und Partnern aus der Wissenschaft.

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Alle zwei Monate montags diskutiert der Checkpoint aktuelle Fragestellungen aus Politik, Gesellschaft und Forschung – anspruchsvoll, unterhaltsam und gerne auch kontrovers.

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Mehr als die Hälfte der Europäer steht TTIP positiv gegenüber – in Deutschland und zwei weiteren Ländern jedoch ist die Ablehnung innerhalb der Bevölkerung groß. Anhand dieses Fallbeispiels beschäftigt sich die Podiumsdiskussion mit der Frage, wieso wirtschaftliche Fragen auf beiden Seiten des Atlantiks und auch innereuropäisch auf so unterschiedliche Art und Weise diskutiert werden.

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Zielsetzung der Fachkonferenz Medienkompetenz 2014 ist es, theoretische und praktische Konzepte angesichts aktueller digitaler Umbrüche und vor dem Hintergrund bestehender Modelle der Medienkompetenz zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

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