Veranstaltungen: Dokumentation

26.1.2004

Biografien der Künstler: Performers Corner

Eisi Gulp

Geboren 1955, arbeitet Eisi Gulp zunächst im Tanzprojekt München mit. Es folgt Unterricht an den New Yorker Schulen von Alvin Ailey - Maggie Black – Merce Cunningham und Studien in Paris. Zusätzlich erlernt er diverse Techniken wie Einradfahren, Akrobatik, Jonglieren und Stunts. 1980 entsteht die erste One Man Show. Bis 2000 gab es bereits mehr als 2600 Auftritte mit der bekannten "Eisi Gulp Comedy Show" in Theatern, Kleinkunst-Bühnen, auf Galas sowie bei Theater- und Musikfestivals in Deutschland. Zahlreiche Haupt- und Nebenrollen im Fernsehen gehören ebenfalls zu den Errungenschaften des bekannten Künstlers.

Jubril Adekoya Sulaimon

Geboren 1968 in Lagos/Nigeria, führen ihn seine Schauspiel-Tourneen nicht nur durch afrikanische Länder, sondern auch nach China und Indien. Schon als Zwölfjähriger beginnt Jubril Sulaimon im Schülertheater mitzuspielen. Als Theaterpräsident eines Colleges in Lagos schreibt er erste Theaterstücke, inszeniert diese selbst und führt Regie. Die Entscheidung, eine Schauspielschule zu besuchen, steht bald fest. Erste nationale Beachtung findet Jubril Sulaimon 1986 als bester Schauspieler beim Jugendtheaterfestival in Lagos/Nigeria. Auch in Korea erhält er Auszeichnungen für seine Leistungen. 1991 wird er mit der Auszeichnung als "Künstler des Jahres" in den Theatern seiner Heimat gefeiert.

Louis Sitson

Louis Sitson studiert an der Universität von Augsburg Oberton-Gesang und Tanz. "Die Stimmung zu Hause war immer musikalisch. Meine Geschwister und ich trommelten, tanzten und sangen solange, bis die Einwohner von nah und fern angelockt wurden und mitmachten." Louis ist der jüngste Sohn einer künstlerisch veranlagten Familie aus dem Urwald "Bazou" im Westen Kameruns. Von seinem fünften Lebensjahr an verbringt er viel Zeit mit seiner Großmutter und alten Weisen. Von ihnen lernt er legendäre Geschichten, Märchen und Weisheiten seines Volkes "Bamileke". Mit begeisternder Vokalpercussion, Trommeln und viel Humor erzählt und besingt Louis Geschichten der afrikanischen Naturvölker. Seine Stimme ist virtuos. Sie imitiert eine Flöte, dann wieder eine Trommel, eine Geige oder Gitarre, ein Klavier oder Saxophon.

Maureen Maisha Raburu Eggers

Doktorandin, Diplom-Pädagogin, Diplom-Sozialpädagogin. Mit einem Stipendium der Heinrich Böll Stiftung arbeitet Maureen Maisha Raburu Eggers zur Zeit an ihrer Dissertation zum Thema: "Rassifizierung und die Identitäten von weißen und schwarzen Kindern". Daneben engagiert sie sich als Mitfrau bei Adefra e.V., "Schwarze Frauen in Deutschland". Weiterhin egagiert sie sich in dem EU Leonardo Projekt "Developing A Common European Framework for Anti-Racist Practice and Anti-Oppressive Practice for the Social Professions". Die Mitautorin des Buches "Suchbewegungen: Interkulturelle Beratung und Therapie" arbeitete u.a. fünf Jahre in der Anlauf- und Beratungsstelle des Mädchenhauses in Kiel und bietet darüber hinaus Supervision und Konfliktmediation für norddeutsche Frauenprojekte an. Durch diverse Veröffentlichungen und Vorträge will Maureen vor allem in Bezug auf Rassismus und andere Formen von Gewalt sensibilisieren.

Ida Kassiekpo Ouhé

Ouhé wird 1955 in Deukoué (Elfenbeinküste) geboren. Von 1975-1979 besucht sie das "Nationale Institut für Künste" - Bereich Theater ("Institut National des Arts de Cóte-d´Ivoire"). Noch während ihres Studiums absolviert sie 1977 einen Lehrgang über afrikanischen und klassischen Tanz, "Course de danses Africaines et classiques EDEC" in Abidjan. Danach folgen mehrere weiterführende Ausbildungen bzw. Beschäftigungen, z.B. in Paris (1984-1986 "Ecole d´art dramatique" "Studio 34") und in Belgien (1997 Gründung eines Studios für afrikanisches Theater beim "Cirque Divers" in Liége). Im Laufe ihres bisherigen künstlerischen Wirkens arbeitet Ida Kassiekpo Ouhé in vielen Theaterproduktionen in den verschiedensten Funktionen: Als Schauspielerin, Regieassistentin, Regisseurin und Autorin. Daneben fasst sie auch in der Film- und Fernsehbranche Fuß. Seit 1977 erfolgen Tourneen und Einladungen zu Festivals in mehreren afrikanischen Ländern wie Frankreich, Belgien, Schweiz und Dänemark. In ihrer Heimat wird sie 1996 und 1997 als beste Schauspielerin der Elfenbeinküste ausgezeichnet ("Kilimandjaro" und "Flambeau d´or"). Seit Februar 1998 lebt sie in Stuttgart. Im dortigen Theaterhaus spielt sie in den Produktionen wie "Kleine Engel", "Dirty Dishes", "Bezahlt wird nicht!", "I want to hold your Hendl" und "Warum das Kind in der Polenta kocht", "Hier sind Sie richtig" und "Bahnhof.Adieu".

Harry Louiserre

Geboren 1970 auf Guadeloupe (Karibik), lebte 20 Jahre in Frankreich ist seit 1994 in Berlin. Parallel zu seinem wirtschaftlichen Studium in Frankreich und Deutschland wird er im Klavierspielen unterrichtet und setzt sich zudem intensiv mit Theatertheorien auseinander. Seit seiner Ankunft in Deutschland arbeitet Harry in verschiedenen Theater- und Musikprojekten. Daneben ist er als Projekt Manager der internationalen Gruppe Fountainhead Tanz Theatre tätig. In den letzten Jahren hat Harry Louiserre eine klassische Gesangs-Ausbildung bei Nena Brazakovic an der Hanns Eisler Hochschule für Musik in Berlin absolviert.

Ensemblemitglieder von HAJUSOM!

Theater mit jugendlichen Flüchtlingen
Hassan Jalloh, geb. 1. 11. 85 in Sierra Leone; seit Jan. 2001 in Hamburg.
Aminatu Jalloh, geb. 25. 8. 88 in Sierra Leone; seit Feb. 2000 in Hamburg.
Ben Sanogo, geb. 23. 3. 86 in Benin, seit 2001 in Hamburg.

HAJUSOM! ist der Name einer Hamburger Theatergruppe, die zur Zeit aus 16 unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen besteht. Gegründet wurde HAJUSOM! 1998 von Ella Huck und Dorothea Reinicke, seit Mitte 2000 kam Claude Jansen dazu. Wichtigster Aspekt des Projekts ist die Annäherung an neue Formen politischen Theaters, interkultureller Verständigung und menschlicher Beziehungen. True Fiction lautet das Motto, unter dem die bisherigen Inszenierungen stehen, denn der größte Reibungspunkt für die jugendlichen Flüchtlinge besteht in der Suche nach der eigenen Identität.

Seit der Premiere der Produktion "7 Leben" in der Hamburger "Fabrik" im Dezember 2000 folgten zahlreiche Einladungen von freien Bühnen und Schauspielhäusern. Im Mai 2001 wurde HAJUSOM! für "7 Leben" mit dem Bundespreis der Berliner Festspiele ausgezeichnet, und zwei Jahre später erhielt das Ensemble eine erneute Nominierung für den Bundespreis der Berliner Festspiele für die Produktion "Die Kinder der Regenmacher".
Internet: www.hajusom.de

Yves Bobito Masanga

Als Sohn eines Betriebsarztes 1959 im Kongo geboren, zieht Yves Bobito Masanga mit seiner Familie in den folgenden 20 Jahren aufgrund der wechselnden Einsätze des Vaters von Tansania über Burundi nach Sambia, Kamerun und Uganda. Somit hat er viele Brennpunkte in Zentralafrika selbst erfahren. Heute ist er als Verwaltungsangestellter in München und Mitbegründer des kulturellen Vereins "Ruanda Gesellschaft e.V." tätig.

Patrick Diya Lumumba

Patrick Diya Lumumba ist Student für internationale Politik an der Universität von Perugia und arbeitet daneben als Komponist. Darüber hinaus ist er Organisator zahlreicher Veranstaltungen (Ausstellungen, Konzerte, Filmreihen, Tagungen) im Rahmen der "aperto per ferie", den Sommerkursen für Studenten der italienischen Sprache, an der Universität in Perugia.


Event series

Mapping Memories

Mapping Memories is an event series focusing on commemorative culture in Eastern Europe and beyond. Current events include conferences, summer schools and practical workshops.

Mehr lesen

Fachkonferenz

Konferenz zur Holocaustforschung

Die Internationalen Konferenzen zur Holocaustforschung dienen dem Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und der Praxis politischer Bildung. Sie entstehen aus einer Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und Partnern aus der Wissenschaft.

Mehr lesen

TiT-Veranstaltungsreihe

Themenzeit im Themenraum

Themenzeiten: Kompakte Informationsmodule und anregende Diskussionen mit männl. und weibl. Experten zu Themen der politischen Bildung.

Mehr lesen

Veranstaltungsreihe

Checkpoint bpb – Die Montagsgespräche

Alle zwei Monate montags diskutiert der Checkpoint aktuelle Fragestellungen aus Politik, Gesellschaft und Forschung – anspruchsvoll, unterhaltsam und gerne auch kontrovers.

Mehr lesen

Veranstaltungsreihe

What's up, America? – Perspectives on the United States and Transatlantic Relations

Mehr als die Hälfte der Europäer steht TTIP positiv gegenüber – in Deutschland und zwei weiteren Ländern jedoch ist die Ablehnung innerhalb der Bevölkerung groß. Anhand dieses Fallbeispiels beschäftigt sich die Podiumsdiskussion mit der Frage, wieso wirtschaftliche Fragen auf beiden Seiten des Atlantiks und auch innereuropäisch auf so unterschiedliche Art und Weise diskutiert werden.

Mehr lesen

Blog zur Fachkonferenz

Medienkompetenz 2014

Zielsetzung der Fachkonferenz Medienkompetenz 2014 ist es, theoretische und praktische Konzepte angesichts aktueller digitaler Umbrüche und vor dem Hintergrund bestehender Modelle der Medienkompetenz zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Mehr lesen

bpb:magazin 2/2017
bpb:magazin

bpb:magazin 2/2017

"Stadt, Land, Fluss" sind Kategorien, die zentrale politische Themen aufgreifen. Die Reise über Städte, Land und Flüsse in diesem zwölften bpb:magazin führt, wie gewohnt, durch das breit gefächerte Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung.

Mehr lesen