Veranstaltungen: Dokumentation

26.1.2004

Biografien der Gäste und Podiumsmitglieder

Harro Adt

Jahrgang 1942. Jurastudium in Tübingen, München und Freiburg. Nach dem Zweiten Staatsexamen 1972 trat er in den Auswärtigen Dienst ein. Einsatzorte im Ausland waren u.a. Kalkutta, Genf, Paris und Brüssel. Vor Übernahme seiner jetzigen Funktion als Afrika-Beauftragter des Auswärtigen Amtes war Adt drei Jahre als Inspekteur in der Organisationsprüfung und -Beratung deutscher Auslandsvertretungen des Auswärtigen Amtes tätig.

Dr. Uschi Eid, MdB

Geboren 1949 in Landau/Pfalz. Uschi Eid absolvierte mehrere Studiengänge (Haushaltswissenschaft, Wohnökologie, Postgraduiertes Studium in den USA). Promotion 1993 zum Dr. rer. soz. Mitglied bei den GRÜNEN seit 1980. 1984 – 1990 Mitglied im Deutschen Bundestag sowie im Ausschuss für Wirtschaftliche Zusammenarbeit. Uschi Eid ist parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie G8-Afrika-Beauftragte des Bundeskanzlers.

Matthias Kleinert

Geboren am 9. März 1938, aufgewachsen in Besigheim/Baden-Württemberg und Studium Politischer Wissenschaften an der FU Berlin. Der ehemalige Redakteur des Senders RIAS Berlin wurde 1975 zum Parlamentsrat im Baden-Württembergischen Landtag ernannt. Es folgte 1997 eine Auszeichnung durch die chinesische Elite-Hochschule Peking University mit dem Ehrentitel "Advisory Professor". Matthias Kleinert ist als Leiter des Bereichs Politik und Außenbeziehungen der DaimlerChrysler AG für ein weltweites Netz von Konzernrepräsentanzen verantwortlich. Er ist Mitglied des Kuratoriums der Asien-Pazifik-Wochen Berlin und Mitglied des Vorstands des Asien-Pazifik-Forums Berlin e.V. (AFPB).

Thomas Krüger

Geboren 1959, absolvierte in den Jahren 1976-1979 eine Ausbildung zum Facharbeiter für Plast- und Elastverarbeitung in Fürstenwalde. Anschließend nahm er ein Studium der Theologie auf und war in Berlin und Eisenach als Vikar tätig. Seine politische Karriere begann Krüger 1989 als eines der Gründungsmitglieder der SPD in der DDR und er blieb bis 1990 deren Geschäftsführer in Berlin (Ost) sowie Mitglied der Volkskammer in der DDR. Seit Juli 2000 ist Krüger Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung. Von 1995 bis 1999 war er Mitglied des Präsidiums der Filmförderungsanstalt und ist seit 1995 Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. Als Vorstandsmitglied des Kulturforums der SPD fungiert er seit 1997. Darüber hinaus war er von 1998 bis 2000 Vorsitzender des Stiftungsrates "Stiftung Neue Kultur". Nach einer Mitgliedschaft bei der Internationalen Stadtschlosskommission (2000 bis April 2002) wurde er im April 2003 Mitglied in der Kommission für Jugendmedienschutz. Seit August 2003 ist Thomas Krüger Mitglied des Kuratoriums für den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten.

Dr. Dr. Jacob Emmanuel Mabe

Geboren 1959 in Mandoumba/Kamerun, studierte Philosophie, Politikwissenschaften, Wissenschaftstheorie und Volkswirtschaftslehre in München. Er lehrte Philosophie in Frankfurt a. M. und Aachen und ist seit 2000 an der Humboldt-Universität sowie an der Freien Universität Berlin tätig. Mabe hat zahlreiche Veröffentlichungen u.a. zur Kultur- und Geschichtsphilosophie, Internationalen Politik und Energiewirtschaft vorgelegt.

Dr. rer. pol. Stefan Mair

Mair engagiert sich in der Forschungsgruppe Naher Osten und Afrika und ist Mitglied des Afrikaberatungskreises des Auswärtigen Amtes. Von 1988 bis 1991 war er in der Entwicklungsländer-Abteilung München tätig und arbeitete am Institut für Wirtschaftsforschung (ifo). Aktuelle Schwerpunkte betreffen vor allem innerafrikanische zwischenstaatliche Beziehungen, Demokratisierungshilfe und internationale Wahlbeobachtung sowie deutsche Interessen in Afrika, Staatszerfall und Konfliktlösung. Er veröffentlichte mehrere Bücher und Aufsätze zu diesen Themen. So zum Beispiel "Afrika südlich der Sahara" (1999) und "German-African Relations" (1998).

Dr. Andreas Mehler

Jahrgang 1963. Studium der Politikwissenschaften sowie der Mittleren und Neueren Geschichte an der Universität Mannheim. Es folgte die Promotion an der Universität Hamburg, eine Tätigkeit als freier Consultant und die wissenschaftliche Mitarbeit am Institut für Afrika-Kunde. Seit 2004 ist Andreas Mehler Direktor des Instituts für Afrika-Kunde (IAK) in Hamburg. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen gehören u.a. "Legitime Gewaltoligopole – eine Antwort auf strukturelle Instabilität in Westafrika?" (2003) sowie "Rebellion und Putschversuch in der Côte d´Ivoire. Westafrika vor seiner größten Herausforderung" (2002).

Audrey Moutang

Mit einer explosiven Mixtur aus Afro-Latino-Rhythmen und -Klängen, gekleidet in europäischen Rock- und Jazz-Sound, entfacht Audrey Moutang beim Publikum immer wieder Begeisterungsstürme. Das Energiebündel mit natürlichem Show-Talent wurde in Pretoria, Südafrika geboren. Schon sehr früh ist sie nicht nur in Theater-, Tanz- und Gesangsgruppen ihrer Heimat aktiv, sondern auch in der Schwarzenbewegung ANC (Afrikanischer Nationalkongress). Im November 1989 erscheint ihr erstes Album "African Sun", das sie zusammen mit Grace aufnimmt. Später folgen "Colours can´t Clash" und "Light". Audrey, die "Voodoo Queen" nimmt teil an Festivals in den USA, Österreich, Frankreich, England, Dänemark, Sowjetunion und Finnland.

Wole Soyinka

Als im Oktober 1986 der Literatur-Nobelpreis vergeben wurde, war die Entscheidung des Stockholmer Komitees wie so oft eine Überraschung, obwohl der neue Träger der höchsten literarischen Auszeichnung kein völlig Unbekannter war: Wole Soyinka aus Nigeria hatte sich – im Osten früher als im Westen – längst einen Namen gemacht mit Romanen, Theaterstücken, Essays und seinen "Poems from Prison" – Gedichte aus dem Gefängnis. Soyinka verbindet traditionelle Mythen mit modernen Stilmitteln, hinterfragt kritisch alte und neue Götter, soziale und politische Konflikte. Geboren 1934 im damals noch britischen Westnigeria, studierte er Literatur- und Theaterwissenschaften in Nigeria und England und arbeitete als Dramaturg am Royal Court Theatre in London. Wegen seines Engagements gegen den Biafra-Krieg wurde er 1967 verhaftet und saß 28 Monate in Isolationshaft. Seit 1994 lebt er im Exil, nachdem durch einen Militärputsch die ersten freien Präsidentschaftswahlen annulliert wurden. Die Stimme, die der Theaterautor den Vergessenen seines Landes verleiht, ist eine Stimme der Hoffnung.

Dr. Richard von Weizsäcker

Jahrgang 1920, geboren in Stuttgart. Nach einem Studium an den Universitäten Oxford, Grenoble und Göttingen (Rechtswissenschaften, Geschichte), war er 1969 bis 1981 Mitglied des Deutschen Bundestages. Es folgte eine 3-jährige Ausübung des Amtes als regierender Bürgermeister von Berlin. 1979-1981 war von Weizsäcker Präsident der Bundesrepublik Deutschland, 1999 einer der "Drei Weisen", die vom Präsidenten der Europäischen Kommission Romano Prodi gebeten wurden, Vorschläge zur Reform der Institutionen der Europäischen Union auszuarbeiten, um sie in die Lage zu versetzen, neue Mitglieder aufzunehmen. Vor Übernahme seiner jetzigen Funktion war er 2001 als Mitautor des Berichts für die Vereinten Nationen "Crossing the Divide, Dialogue among Civilisations" / "Brücke in die Zukunft, Ein Manifest für den Dialog der Kulturen", als einer der von Generalsekretär Kofi Annan zur Mitarbeit eingeladenen "eminent persons" tätig. Seit 2003 ist von Weizsäcker Mitglied der Beratenden Kommission im Zusammenhang mit der Rückgabe NS-verfolgsbedingt entzogener Kulturgüter, insbesondere aus jüdischem Besitz.


Event series

Mapping Memories

Mapping Memories is an event series focusing on commemorative culture in Eastern Europe and beyond. Current events include conferences, summer schools and practical workshops.

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Fachkonferenz

Konferenz zur Holocaustforschung

Die Internationalen Konferenzen zur Holocaustforschung dienen dem Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und der Praxis politischer Bildung. Sie entstehen aus einer Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und Partnern aus der Wissenschaft.

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TiT-Veranstaltungsreihe

Themenzeit im Themenraum

Themenzeiten: Kompakte Informationsmodule und anregende Diskussionen mit männl. und weibl. Experten zu Themen der politischen Bildung.

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Veranstaltungsreihe

Checkpoint bpb – Die Montagsgespräche

Alle zwei Monate montags diskutiert der Checkpoint aktuelle Fragestellungen aus Politik, Gesellschaft und Forschung – anspruchsvoll, unterhaltsam und gerne auch kontrovers.

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Veranstaltungsreihe

What's up, America? – Perspectives on the United States and Transatlantic Relations

Mehr als die Hälfte der Europäer steht TTIP positiv gegenüber – in Deutschland und zwei weiteren Ländern jedoch ist die Ablehnung innerhalb der Bevölkerung groß. Anhand dieses Fallbeispiels beschäftigt sich die Podiumsdiskussion mit der Frage, wieso wirtschaftliche Fragen auf beiden Seiten des Atlantiks und auch innereuropäisch auf so unterschiedliche Art und Weise diskutiert werden.

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Blog zur Fachkonferenz

Medienkompetenz 2014

Zielsetzung der Fachkonferenz Medienkompetenz 2014 ist es, theoretische und praktische Konzepte angesichts aktueller digitaler Umbrüche und vor dem Hintergrund bestehender Modelle der Medienkompetenz zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

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bpb:magazin 2/2017
bpb:magazin

bpb:magazin 2/2017

"Stadt, Land, Fluss" sind Kategorien, die zentrale politische Themen aufgreifen. Die Reise über Städte, Land und Flüsse in diesem zwölften bpb:magazin führt, wie gewohnt, durch das breit gefächerte Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung.

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