Veranstaltungen: Dokumentation

1.7.2003

Biografien

der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Die Kurzbiografien der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der bpb-Aktion "Weltfestspiele `73".

Klaus Uwe Benneter
Geb. 1947; Jurastudium in Berlin, seit 1975 Rechtsanwalt in Berlin, seit 1985 auch Notar. 1989-192 als Wahlbeamter Bezirksstadtrat für Gesundheit und Umweltschutz in Berlin-Zehlendorf. 1974-77 stellvertretender Bundesvorsitzender der JUSOs in der SPD, 1990-96 Schatzmeister der Berliner SPD, 1996-2000 stellvertretender Landesvorsitzender der Berliner SPD, seit 1999 Abgeordneter im Berliner Abgeordnetenhaus ; MdB seit 2002.

Boundless fever
1988 gegründete Rockband aus Schleiz/Thüringen: Julia Lehmann, 19 (Emma), Antje Müller, 19 (Angel), Ina Zieger, 19 (Luna).

Uschi Brüning & Enfant
Die herausragende Sängerin im Jazz der DDR erfreut sich seit den siebziger Jahren einer außerordentlichen Popularität. Uschi Brünings Bandbreite reicht von der eigenwilligen Interpretation bekannter Jazzstandards, über Rock, Pop und Soul bis zur freien Improvisation. Gemeinsam mit ihrem langjährigen musikalischen Partner, dem Saxophonisten Ernst-Ludwig Petrowsky firmiert sie seit Mitte der neunziger Jahre als Uschi Brüning & Enfant, am Piano/Flügel: Ulrich Gumpert.

PD Dr. Gerd Dietrich
Geb. 1945 in Rudolstadt; 1965-69 Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Diplomlehrer Geschichte und Sport; 1971-87 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Marxismus-Leninismus, Abteilung Geschichte nach 1945 in Berlin 1988-91 Wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Forschungsgruppenleiter am Institut für deutsche Geschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR, Wissenschaftsbereich Kulturgeschichte/Volkskunde; 1992-93 Arbeits- und Fördervertrag im Rahmen des Wissenschaftler-Integrationsprogramms (WIP) im Hochschulerneuerungsprogramm (HEP) bei KAI e. V., Berlin, und Lehrveranstaltungen an der Humboldt-Universität; 1994-96 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin im Rahmen des WIP, Institut für Geschichtswissenschaft, Lehrstuhl Zeitgeschichte; seit 1997 Oberassistent an der Humboldt-Universität, Institut für Geschichtswissenschaften, Lehrbefugnis im Fach Zeitgeschichte.

Electronic Welfare
Seit 1995 in vielen Lounges oder auf den experimentellen Floors zu hören; neben einigen Eigenproduktionen der Electronic Welfare-Crew (u.a. von Anne Westphalen: neue Suemi E.P: Everything Else, und einigen unreleasten Tracks von Rawell (WMF-Rec.) und Playback (Transition-Music), wird bei "Weltfestspiele 73" im Zusammenspiel mit visomat.inc eher die ruhige Seite der elektronischen Musik zwischen Cut-Up, HipHop, Jazz, Electronica und minimalen Soundstrukturen zu hören sein.

Knut Elstermann
Geb. 1960 in Ost-Berlin; diplomierter Journalist, erste journalistische Erfahrungen in der Nachrichtenredaktion des "Neuen Deutschland", Arbeit für die DDR-Kinozeitschrift "Filmspiegel", dann bei den Kultsendern "DT 64", "Sputnik" und "Radio Brandenburg";heute moderierender Filmkritiker bei Radio EINS und beim RBB-Fernsehen, diverse Filme u. a. über die DEFA, Rußlands Kino, Babelsberger Studiogeschichte, über Volker Schlöndorff und Andreas Dresen (RBB).

Floh de Cologne
1966 aus der Kölner Theaterwissenschaft hervorgegangenes Studentenkabarett; erstes Programm mit Rockmusik 1969 mit Fließbandbaby´s Beatshow; weiter Programme Profitgeier (1971), Lucky Streik (1972 – bei den Weltfestspielen mit Hansi Frank, Dieter Klemm, Theo König, Markus Schmid, Dick Städtler), Geyer-Symphonie (1973), Mumien (1974), Tilt (1975), Rotkäppchen (1977), Prima Freiheit (1978), Koslowsky (1979), Entrüstet euch (1982); danach Auflösung. Von den ursprünglichen Mitglieder treten als Gäste der Renft-Combo Hansi Frank und Markus Schmid auf; Hansi Frank lebt und arbeitet seit 1983 in Köln als Autor für Satirisches u.a. für das Satire-Magazin "Dreizack" des WDR, den wöchentlichen WDR-"Bundesadler"-Cartoon, zahlreich TV-Glossen; Songs und Szenen für das Kölner Kabarett "Die Machtwächter". Markus Schmid verließ Floh de Cologne 1974 und ging als Sekundarschullehrer zurück in die Schweiz, nebenher Texte und Kompositionen u.a. für das Theater St. Gallen.

Horst Friedemann
Geb. 1932, 1951-54 Studium Journalistik am Institut für Publizistik und Zeitungswissenschaft und an der DHFK (Deutsche Hochschule für Körperkultur) in Leipzig; 1954-90 Deutsches Sportecho; 1990-97 Leiter kicker-Außenredaktion Berlin und Neue Bundesländer; lebt und arbeitet als freier Journalist bei Berlin.

Fun Horns
Die Fun Horns haben seit den achtziger Jahren mit Saxophonen, Klarinetten, Posaune und Trompete immer wieder frischen Wind in die Szene geblasen. Das Bläserquartett der Extraklasse musiziert mit einer im Jazz verwurzelten Vitalität und weiß eine Vielzahl stilistischer Einflüsse zu integrieren: von Jazz bis zu brasilianischer Musik und von Bach bis zu Funk-Grooves.

Andrej A. Gratchev
Dr. Andrej A. Grachev, geb. 1941; Studium am Institut für Internationale Beziehungen, Promotion in Geschichte an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften, Moskau; 1967-72 Vize-Präsident des Weltbundes der Demokratischen Jugend, 1972-73 stellv. Vorsitzender des Komsomol; 1973-85 Tätigkeit am Institut für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen in Moskau; 1985-91 stellv. Direktor der Internationalen Abteilung beim ZK der KPdSU; 1991 Assistent und Sprecher von Präsident Gorbatchow; seit 1992 tätig am Institut für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen der Russischen Akademie der Wissenschaften, Moskau; Berater der Gorbatchow-Foundation in Moskau; Gründungsmitglied des Rats für russische Außen- und Verteidigungspolitik; zahlreiche Gastprofessuren in Deutschland, England, Frankreich und Japan; zahlreiche Buch- und Zeitschriftenpublikationen, u.a. die Gorbatchow-Biographie "Le Mystère Gorbatchev".

Egon Günther
Geb. 1927 in Schneeberg (Erzgebirge), nach Schlosserlehre, Arbeit als technischer Zeichner in einem Konstruktionsbüro; nach dem Krieg Teilnahme an einem "Neulehrerkurs", danach Studium der Pädagogik, Germanistik und Philosophie in Leipzig. Tätigkeit als Lehrer, später als Verlagslektor in Halle/Saale. Nebenbei veröffentlicht er Gedichte, zwei Romane und eine Erzählung, ehe er 1958 als Dramaturg und Drehbuchautor an das DEFA-Studio für Spielfilme nach Potsdam-Babelsberg geht. Bereits 1964/65 beginnt Günther mit dem Film Lots Weib, seine eigenen Drehbücher, die oft nach Szenarien seiner damaligen Frau Helga Schütz enstehen, selbst zu inszenieren. Er dreht neben Gegenwartsstoffen für das Kino oder Fernsehen auch eine Reihe von Literaturverfilmungen, die die Zeit um den Ersten Weltkrieg reflektieren. Mitte der 70er Jahr beginnt eine Art Zyklus, der sich um die Person J.W. Goethes dreht: Lotte in Weimar nach Thomas Mann, Die Leiden des jungen Werthers, der Dokumentarfilm Weimar, Du Wunderbare und das Fernsehspiel Euch darf ich´s wohl gestehen. Im Sommer 1977 tritt Egon Günther aus dem Verband der Film- und Fernsehschaffenden der DDR aus, dessen Präsidium er angehörte. Nach ersten wenigen Fernseharbeiten im Westen dreht Günther ab Ende der 70er Jahre ausschließlich im Westen. Seit 1992 ist Egon Günther Professor an der Filmhochschule Babelsberg. Filme (Auswahl): Lots Weib (DDR 1965), Wenn Du groß bist, lieber Adam (DDR 1965, EA 1990), Der Dritte (DDR 1972), Die Schlüssel (DDR 1974), Lotte in Weimar (DDR 1975), Die Leiden des jungen Werthers (DDR 1976), Exil (BRD/F 1981, 7-teilige Serie), Mamas Geburtstag (BRD 1985), Stein (BRD 1991), Lenz (BRD 1992), Die Braut (BRD 1999, Kinofilm)

Annett Gröschner
Geb. 1964 in Magdeburg; schreibt Gedichte, Reportagen, Dokumentarliteratur und Rundfunkfeatures. In ihrer Heimatstadt erlebte sie als Zehnjährige nicht nur den Aufstieg des 1. FCM, sondern stürmte auch selbst in der Mädchenmannschaft. A. Gröschner lebt und arbeitet heute als freie Schriftstellerin und Journalistin in Berlin. Sie veröffentlichte u.a. die Studie "Sieben Tränen muß ein Clubfan weinen. 1. FC Magdeburg – Eine Fußballlegende".

Sonja Kandels Group
Als Tochter deutscher Entwicklungshelfer in Afrika aufgewachsen, hat Sonja Kandels eine enge Beziehung zu den Musikkulturen des schwarzen Kontinents. Mit ihrem Afrikanisches assimilierenden, dabei individuell geprägten Gesangsstil und ihren deutsch-afrikanischen Gruppen gelang der jungen Sängerin ein Senkrechtstart in der Jazzszene.

Jürgen Kerth
Geb. 1948; spielte schon in Schülerbands wie "Joker", "Team 65" und "Unisonos" und später in den sechziger Jahren mit "Gotte" Gottschalk bei den Spotlights, dann in "Rampenlichter" umbenannt. Seine erste eigene Band gründete er 1970 in der oben genannten Besetzung. 1971 wurde Kerth Profi. Ab 1976 Quartett mit Lothar Wilke (keyb), Roland Michi (b), Eberhard Meyerdirks später Artur Geidel (dr). Soundprägend im Rahmen der bluesgefärbten Rockmusik steht Kerths virtuose Gesangs- und Gitarrentechnik. Im Repertoire lassen sich drei Zielgruppen erkennen: lustig populäre Lieder ("Geburtstag im Internat", "Mädchen mir kommt' s verdächtig vor", "Helmut"), Instrumentals, die auf Blues und Jazz verweisen ("Yo-Yo", "Tanz der Alligatoren") und Gesangstitel - überwiegend mit Texten von Kerth -, die um tieferlotende Aussagen bemüht sind ("Blues von den zwei falschen Freunden", "He, junge Mutti"). Seit dem Tod von Roland Michi spielt Kerth in Trio-Besetzung. 1981 teilte ihm Amiga mit, daß alles aufgearbeitet sei und neue Aufnahmen nicht mehr in Frage kämen. Kerth spielte dann Live, um sich über Wasser zu halten. In den 90ern konnte Kerth in den USA spielen, trat mit B.B King auf.

Dr. Lutz Kirchenwitz
Geb. 1945; studierte an der Humboldt-Universität Berlin Kulturwissenschaften, arbeitete in verschiedenen kulturellen und wissenschaftlichen Einrichtungen, darunter Haus der jungen Talente, Generaldirektion beim Komitee für Unterhaltungskunst und Hochschule für Musik "Hanns Eisler", ehrenamtlich im Oktoberklub und beim Festival des politischen Liedes; seit 1991 Vorsitzender des Vereins Lied und soziale Bewegungen, der seit 2000 das Festival Musik und Politik veranstaltet

Thomas Krüger
Geb. 1959, nach Ausbildung zum Facharbeiter für Plast- und Elastverarbeitung Studium der Theologie, Vikar in Berlin und Eisenach; Gründungsmitglied der SDP in der DDR; Mitglied der Volkskammer; 1990-1991 Erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters Ost-Berlins; 1991–1994 Senator für Jugend und Familie in Berlin; 1994–1998 MdB; seit Juli 2000 Präsident der Bundeszentrale für politischen Bildung.

André Kubiczek
Geb. 1969 in Potsdam; studierte Gernmanistik in Leipzig und Bonn; lebt und arbeitet als freier Autor in Berlin. 1997 erhielt er das Arbeitsstipendium Brandenburg, 1998 das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste. Sein erster Roman Junge Talente beschreibt die Atmosphäre der DDR-Endzeit.

Klaus Landowsky
Anwalt und Berliner CDU-Politiker, 1973 bei den X. Weltfestspielen Delegationsleiter der Berliner Jungen Union.

Robert Lippok (To Rococo Rot)
Einer der renommiertesten deutschen Elektronik-Acts. To Rococo Rot liest sich vorwärts wie rückwärts gleich - ein Palindrom als Name einer Band, das ist Programm: aus musikalischen Bruchstücken durch Wiederholungen und Endlosschleifen Strukturen schaffen und jene durch geringfügige Variationen zum Tanzen bringen. Auf dem Apple-Notebook rücken fluffig-plockende Geräusch- und Klangpartikel nicht identifizierbarer Herkunft zusammen, oft ergänzt um leichtfüßiges Schlagzeug und melodische Bassgitarre. Electronic Listening kann man das nennen oder Wohnzimmer-Techno. Die New York Times hörte beeindruckt little clicks and whooshes und fühlte sich »an die leere Geschäftigkeit eines über Nacht angelassenen Computers erinnert«. Das Trio aus Robert Lippok, Ronald Lippok und Stefan Schneider hat seit 1996 Etliches veröffentlicht.

Olaf Leitner M.A.
Geboren in Berlin, studierte Germanistik, Publizistik und Theaterwissenschaften an der FU Berlin, spielte in einer Rockband, arbeitete bei verschiedenen Zeitungen und war von 1974 bis 1992 Musik- und dann kulturpolitischer Redakteur beim RIAS Berlin. Hielt bei diversen Bildungsinstitutionen Vorträge über Kulturpolitik im Sozialismus. Von 1992 bis 1994 war er Ressortleiter Kultur bei Radio Brandenburg (ORB), veröffentlichte 1983 das Buch "Rockszene DDR – Aspekte einer Massenkultur im Sozialismus" (Rowohlt), 1999 das "Dschungelbuch der Liebe" (Ullstein) und 2002 "West-Berlin! Westberlin! Berlin-West! Die Kultur – die Szene – die Politik" (Schwarzkopf & Schwarzkopf). Seit 1975 Kolumnist beim Berliner Kulturmagazin tip.

Joachim von Mengershausen
Filmemacher (u.a. Ende einer Kommune - über den frühen Fassbinder; Kein Ersatz für Perlen - futuristische Satire), Journalist (SZ u.a.), Fernsehredakteur (WDR-Fernsehspiel), jetzt Produzent (FilmForm Köln); in der Zeit als Fernsehredakteur Zusammenarbeit mit Wim Wenders, Christian Ziewer, Luc Bondy, Sarunas Bartas, Ferid Boughedir, Jan Schütte, Jo Baier, Egon Günther, Lars von Trier usw. Alice in den Städten wurde in enger Zusammenarbeit mit Wim Wenders entwickelt und in Koproduktion mit dem WDR durchgeführt.

Prof. Dr. Ina Merkel
Geb. 1957; Volontärin und Redakteurin bei der Tageszeitung "Junge Welt". Studium der Ästhetik, Kultur- und Theaterwissenschaft 1978 - 1983 in Berlin. Anschließend Promotion zur Geschlechtsspezifik individueller Vergesellschaftung (1985). Wissenschaftliche Assistentin erst am Institut für Kulturwissenschaften, nach einem einjährigen Forschungsaufenthalt in den USA am Institut für Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Projektleiterin für verschiedene Ausstellungen. 1999 Habilitation zur Konsumgeschichte der DDR, anschließend Gastprofessur an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und Heisenberg-Stipendiatin der DFG. Seit 2000 Professorin am Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft der Philipps-Universität Marburg. Veröffentlichungen zu Problemen der Geschlechterverhältnisse, zur Medienforschung und zur Konsumgeschichte.

Dr. Erhart Neubert
Geb. 1940; Religionssoziologe, Bürgerrechtler; 1958-63 Studium der Theologie an der FSU Jena, 1964-84 Vikar und Pfarrer in Niedersynderstedt, ab 1973 auch Studentenpfarrer in Weimar; 1976 CDU (Austritt 1984); seit 1979 Mitarbeit in Friedenskreisen der ESG; seit 1984 Referent für Gemeindesoziologie in der Theologischen Studienabteilung beim Bund der EV. Kirchen in Berlin; 1989 Mitinitiator der Partei Demokratischer Aufbruch, 1989 –90 stellv. Vorsitzender und Vertreter des DA am Zentralen Runden Tisch; 1990 Parteiaustritt nach der konservativen Wende des DA; seitdem wieder im kirchlichen Dienst; 1996 CDU; Gründungsmitglied und stellvertretender Vorsitzender des Bürgerbüros zur Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur; seit 1997 Fachbereichsleiter in der Abteilung Bildung und Forschung bei dem/der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU).Zahlreich Veröffentlichungen zur Geschichte der DDR.

Dr. Bernd Noglik
Geb. 1948 in Leipzig, Studium der Kulturwissenschaft an der Universität Leipzig, seit 1976 freier Autor. Zahlreiche Buchpublikationen, u.a. Jazz im Gespräch, Jazzwerkstatt International, Klangspuren - Wege Neuer Musik; Mitarbeit u.a. an Jazz op. 2. Die heimliche Liebe des Jazz zur europäischen Moderne, rororo-Jazzlexikon und The New Grove Dictionary of Jazz. Zahlreiche Beiträge für Print-Medien und kontinuierliche Sendungen/Sendereihen für Radiostationen (MDR Kultur, Deutschlandfunk, Deutschlandradio, hr, SWR, NDR, Schweizer Radio DRS),Vorträge bei wissenschaftlichen Kolloquien/ Konferenzen, u.a. wiederholt beim Darmstädter Jazz Forum und bei der Internationalen Tagung für Improvisation in Luzern. Seit 1992 künstlerischer Leiter der internationalen Leipziger Jazztage und des alljährlich bundesweit ausgeschriebenen Jazz-Nachwuchsfestivals in Leipzig, Konzeption und Leitung von Konzert-Reihen wie "Avant wovon?", "Jazz Best Ost", "Dutch Improvisers", "German-French-Connections", "British Avantgarde"; Konzept und Regie musikalisch-szenischer Projekte: "Survival Songs" (mit David Moss), "Jazz Japan", "Cape Town Traveller", "Tribute To Bach", Initiator des Projektes "Bach Now" mit Joachim Kühn und dem Leipziger Thomanerchor.

Ulrich Plenzdorf
Geb. 1934; Schriftsteller; 1959-1963 Studium an der DDR-Filmhochschule in Babelsberg; Engagement als Szenarist und Dramaturg bei der DEFA, Filmszenarien zu "Mir nach, Canaillen" (1964), "Weite Straßen - stille Liebe" (1969) und "Kennen Sie Urban?" (1970); 1972 Uraufführung des Stücks "Die neuen Leiden des jungen W" in Halle, das zu einem sensationellen Erfolg in Ost und West wird (1976 in der Bundesrepublik verfilmt). 1973 Premiere seines Films "Die Legende von Paul und Paula", der in der DDR ein großer Erfolg und 1975 auch in der Bundesrepublik ausgestrahlt wird. Weitere Theatertexte, Drehbücher, Filme und Fernsehspiele u.a.: "Kein runter, kein fern", "Ein Tag länger als ein Leben", "Zeit der Wölfe", "Häschen hüpf oder Alptraum eines Staatsanwalts", Liebling-Kreuzberg, Vater Mutter Mörderkind, "Das andere Leben des Herrn Kreins", "Abgehauen"

Norbert F. Pötzl
Geb. 1948, seit 1972 Redakteur beim Spiegel. Als Berliner Büroleiter des Nachrichtenmagazins (1990-1994) war er Chronist der DDR-Vergangenheitsbewältigung. Er deckte Stasi-Verbindungen von Manfred Stolpe und Gregor Gysi auf. 2002 erschien seine Honecker-Biografie.

Klaus Renft
Geb. 1942; 1957 erster Auftritt in der Schülerband "Kolibri", 1958 erste Auftritte der im Frühjahr gegründeten Klaus Renft Combo, 1962 Umbenennung in "Butlers", 1963 Facharbeiterprüfung als Möbeltischler, 1964 erster offiziell erwähnter Auftritt der "Butlers"; beim Deutschlandtreffen der FDJ erhalten die "Butlers" eine Auszeichnung; 1965 unbefristetes Spielverbot; 1972 ehrenamtliches Mitglied der Arbeitsgruppe Jugendtanzmusik, 1973 Goldmedaille für das Programm "Zwischen Liebe und Zorn"; 1974 in der NBI-Beatparade belegt Renft nach den Puhdys den 2. Platz; Titel "Aber ich kanns nicht verstehen" für den DEFA-Film "Wie füttert man einen Esel" mit Manfred Krug; letzter offiziell produzierter Renft-Song; 1975 Verbot der Klaus Renft Combo; Beschwerde an den Kultusminister; heimliche Aufnahmen, Ende Oktober Entziehung der Zulassung durch das Kultusministerium; Besuch bei Robert Havemann; im Dezember erscheint Artikel im "Spiegel" und eine Sendung im RIAS; im Dezember persönliche Abgabe eines Briefes an Erich Honecker; 1976 Vorladung durch den Rat des Bezirkes Leipzig; Antrag auf Ausreise; im Mai Anmeldung zum Notaufnahmeverfahren; 1981 Entlassung aus der DDR-Staatsbürgerschaft; 1990 Renft-Comeback im Leipziger "Haus Auensee"; 1992 Ausstellung von Renft-Bildern in Berlin Charlottenburg; Beginn der Ost-Tour "Renft is back"; 1998 Feier "40 Jahre Klaus Renft Combo", in Berlin und Leipzig steht die legendäre 70er Jahre-Besetzung erstmalig wieder zusammen auf der Bühne; im September erscheint "Nach der Schlacht. Die Renft- Story, von der Band selbst erzählt." 1999 erscheint das Album "Als ob nichts gewesen wär"

Prof. Dr. Hansjürgen Rosenbauer
Studierte Germanistik, Politologie und Soziologie und promovierte an der New York University mit dem Thema "Brecht und der Behaviorismus" zum Dr. phil. Seit 1968 Mitarbeiter verschiedener Rundfunkanstalten, beim HR wie beim WDR: u.a. als ARD-Fernseh-Korrespondent in Prag und Bonn, als Gesprächsleiter der Talkshow "Je später der Abend" und Moderator von Sendungen wie "Weltspiegel" und "Kulturweltspiegel"; seit 1983 Programmbereichsleiter (Fernsehen) Kultur und Wissenschaft im WDR 1991 erstmals vom Rundfunkrat des Senders zum Intendanten des ORB gewählt, 1997 Wiederwahl bis 2002. Seit WS 1990/91 hat er eine Professur an der Kunsthochschule für Medien in Köln; außerdemt Kolumnist der "Westfälischen Rundschau" und Moderator verschiedener Fernsehsendungen.

Prof. Dr. S.D. Sauerbier
Studierte Theater- und Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Publizistik in Wien, Hamburg und Berlin (FU); seit 1972 Dozenturen an Universitäten in Berlin, Köln und Aachen, seit 1986 apl. Professor für Kunstwissenschaft an der Universität Köln, 1990 und 1991 Gastprofessor für Kunstwissenschaft/Kunstvermittlung an der Gesamthochschule Kassel; seit 1993 Professor für Semiotik und Kommunikationswissenschaft an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Zahlreiche Buch- und Zeitschriftenbeiträge u.a. zu Arthur Köpcke, George Brecht, KP Brehmer, Rainer Gross, Allan Kaprow, G. Rühm, E. Williams sowie der Fluxus-Bewegung.

Dr. Christian Schicha
Geb. 1964, Politologe, von 1991 – 2002 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Essen, Dortmund und Düsseldorf; Vorstandssprecher des Institutes für Informations- und Kommunikationsökologie e.V. (IKÖ) mit Sitz in Duisburg; verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift für Kommunikationsökologie (ZfK); Jurymitglied der Initiative Nachrichtenaufklärung; derzeit Forschungsstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Universität Dortmund; seit 2001 außerdem Tätigkeit als Dozent an der Business and Information Technology School (BiTS) in Iserlohn. Zahlreiche Publikationen zur Inszenierung des Politischen, zur Theatralität von Mediendiskursen, zu Medieninszenierungen und Medienethik

Volker Schlott Quartett
Leichtigkeit und Spielfreude zählen zu den Markenzeichen des Quartetts um den Saxophonisten Volker Schlott. Das Spektrum reicht von sensiblen Klängen bis zu kraftvollen Steigerungen. Bei aller Freude an eingängigen Melodien gestalten die Musiker ihre Konzerte stets spannungsreich und anspruchsvoll. Das Interesse an folkloristische/weltmusikalischen Aspekten verleiht der Musik des Quartetts ein besonderes Flair.

Uwe Schmieder
Geb. 1959; 1981-85 Studium an der Theaterhochschule in Leipzig, danach Engagements in Rudolstadt, Greifswald und Berlin. Seit 1988 lebt und arbeitet er in Berlin: 1990 Mitbegründer und Schauspieler des ORPHTHEATERs in Berlin. Neben den großen Rollen in sämtlichen Produktionen dieses Ensembles seit 2001 Zusammenarbeit mit dem Regisseur Hans Werner Krösinger. Gründete zusammen mit Paul M. Waschkau Anfang 2003 in Berlin den NNU (Notwendiger Neuer Untergrund).

Julia Schoch
Geb. 1974, wuchs sie im Nordosten Deutschlands auf. Sie studierte Germanistik und Romanistik in Potsdam, Paris und Bukarest. Nach Veröffentlichungen in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien legte sie mit "Der Körper des Salamanders" 2001 ihren ersten Erzählband vor, für den sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Julia Schoch lebt in Potsdam und unterrichtet an der dortigen Universität französische Literatur.

Rolf Schübel
Geb. 1942, Studium der Literaturwissenschaft und Soziologie in Hamburg; Mitglied des SDS, seit 1967 Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Theo Gallehr bei 8 Dokumentarfilmen für WDR und NDR. Nach der Trennung von Gallehr eigene Filmproduktionsfirma, häufige Zusammenarbeit mit Harald Reetz, lebt und arbeitet in Hamburg. 1979 Mitbegründer des Hamburger Filmbüros. Filme (Auswahl): Landfriedensbruch (1967), Zwischen Wohlstand und Klassenkampf (1969), Rote Fahnen sieht man besser (1970/71), Die Aufsteiger – Saga (1973/74), Das Tor zum Garten der Träume (1977), Nachruf auf eine Bestie (1982/84), Der Indianer (1985/87), Todfeinde - Vom Sterben und Überleben in Stalingrad (1992/1994), Ein Lied von Liebe und Tod – Gloomy Sunday (1999).

Petra Schwarz
Geb. 1957; Studium an der Humboldt-Universität Berlin, Diplom-Kulturwissenschaftlerin; 1981-1991 Jugendradio DT 64 (Redakteurin, Autorin, Moderatorin), 1986-1989 Jugendfernsehen (Autorin, Moderatorin); seit 1992 Sender Freies Berlin / jetzt RBB (infoRADIO und SFB1-Fernsehen als Redakteurin, Autorin, Moderatorin); 1993-1996 mdr – Fernsehen (Moderation der Talks-Shows: "espresso", "Im Rampenlicht", "Zwischentöne"); daneben Autorin für diverse ARD-Anstalten; seit 1985 Moderation von Festivals, Podiumsdiskussionen, Tagungen, Unternehmenspräsentationen, Kongressen und Galas; seit 1997 Dozentin/Trainerin (MedienKommunikation / Führungsseminare/Präsentation) für Ministerien, Interessensverbände und Unternehmen.

Christian Semler
Geb. 1939, einer der prominentesten Repräsentanten der 68er-Bewegung und zeitweilig eine der einflußreichsten Organisationen der westdeutschen Linken; gehörte zu den Weggenossen Rudi Dutschkes im SDS; von der Gründung 1970 bis zur Auflösung 1980 Funktionär der maoistischen KPD. Seither Journalist ohne Partei und Amt; seit 1989 Redakteur bei der taz.

Jana Simon
Geb. 1972 in Potsdam, wuchs in Ostberlin auf. Osteuropastudien in Berlin und London, nebenbei Arbeit als freie Journalistin. Seit 1998 Reporterin beim Tagesspiegel, schreibt außerdem für Die Zeit und Geo Saison. Mit ihrem Buch "Denn wir sind anders. Die Geschichte des Felix S." erzählt sie die Geschichte der Generation der Wendekinder, die sich in einem Zwischenstadium befindet – nicht mehr Ost, noch nicht West

Antonio Skármeta
(Angefragt), geb. 1940, chilenischer Schriftsteller; einer der bekanntesten Autoren Lateinamerikas; in Deutschland erschienen u.a. "Mit brennender Geduld" "Die Hochzeit des Dichters", "Das Mädchen mit der Posaune"; Essays, Hörspiele, Drehbücher, Verfilmung etlicher seiner Texte (u.a. "Es herrscht Ruhe im Land"); 1973 Zusammenarbeit mit Peter Lilienthal; kam dadurch nach Deutschland; Teilnahme an den Weltfestspielen. Skármeta blieb bis 1989 im deutschen Exil, lebte in West-Berlin; Rückkehr nach Chile, dann wiederum Rückkehr nach Deutschland als Botschafter der Republik Chile bis Anfang 2003.

Jürgen Sparwasser
Geb. 1948 in Halberstadt; seit 1958 aktiver Fußballspieler, zunächst bei Lok Halberstadt, 1965-79 beim SC Aufbau bzw. 1. FC Magdeburg; Studium an der DHfK Leipzig, Dipl.-Sportlehrer; 1972 Olympische Spiele 3. Platz; 1974 Weltmeisterschaft 6. Platz; 1974 Europapokalsieger; 1976 Olympische Spiele Sieger; 1980-88 Sportlehrer an der Pädagogischen Akademie Magdeburg; ab 1988 in der Bundesrepublik; bis 1990 Jugendtrainer bei Eintracht Frankfurt; danach Trainer in verschiedenen Vereinen; 1997-99 Geschäftsführer und ehrenamtlicher Präsident der Vereinigung der Vertragsfußballer. Lebt in der Nähe von Frankfurt/M.

Prof. Dr. Johano Strasser
Geb. 1940; promovierter Philosoph, habilitierter Politologe, Professor für Pädagogik, Übersetzer, Redakteur, Schriftsteller und Dichter. Er nahm als stellvertretender Vorsitzender der Jusos an den Weltfestspielen 1973 teil. Mitglied der Grundwertekommission der SPD und seit 2002 Präsident des deutschen PEN. Veröffentlichungen zur Zeitgeschichte wie "Die Wende ist machbar" oder "Zukunft des Fortschritts", zur Arbeitsgesellschaft sowie Gedichte und Prosa (z.B. "Leben und Überleben).

Tiemponuevo
1965 in Valparaíso/Chile gegründete Volksmusikgruppe; seit 1969 arbeitet die Gruppe propfessionell. Neben Inti Illimani und Quilapayún gehört Tiemponuevo zu den wichtigsten chilenischen Musiformationen jener Zeit.In den Wahlkampagnen Salvador Allendes spielte Tiemponuevo eine bedeutende Rolle, genauso wie bei den kulturellen Aktivitäten während der Regierungszeit der Unidad Popular. Nach dem Militärputsch im Herbst 1973 ging Tiemponuevo ins argentinische Exil; 1974 reisten die Gruppenmitglieder nach Deutschland, wo sie sich niederließen und seither leben und arbeiten.

OLAF TON Band
Die Gruppe Olaf Ton entstand im Oktober 2000 im Umkreis der Berliner Musikhochschule "Hanns Eisler". Mit erfrischender Unbekümmertheit und erstaunlicher Souveränität spielt die Band über alle Stilkategorien hinweg. Das Quintett mit drei Bläsern, Kontrabass und Schlagzeug tummelt sich gern auf den Abenteuerspielplätzen der Improvisation und spielt ausschließlich eigene Kompositionen.

Michael Töteberg
Geb. 1951; wurde 1978 Laktor, später Geschäftsführer beim Frankfurter Verlag der Autoren; seit 1994 leitet er die Agentur für Medienrechte des Rowohlt Verlags. Zahlreiche Publikationen, Herausgeber u.a. von Das Ufa-Buch, Metzlers Film Lexikon, Szenenwechsel. Momentaufnahmen des jungen deutschen Films; Editionen u.a. der Essays, Interviews und Drehbücher von Rainer Werner Fassbinder, der Schriften von Wim W§enders, Edgar Reiz und Peter Lilienthal; Redakteur der Zeitschrift Text + Kritik und ständiger Mitarbeiter am Kritischen Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (KLG) sowie am Filmlexikon CineGraph. 2002 erschien seine Fassbinder-Monographie.

Ronald Trisch
Nach dem Studium der Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität in Berlin für die Künstleragentur der DDR tätig; 1973 Mitorganisator des Kulturprogramms der X. Weltfestspiele; 1973-1990 Direktotr der Internationalen Dokumentarfilm- und Kurzfilmwochen für Kino und Fernsehen in Leipzig; seit 1992 für die Berlinale im Protokollbereich tätig.

visomat.inc
Mediale Raumgestaltung, konstituieren sich Mitte der neunziger Jahre als Bestandteil des Berlin-spezifischen Crossover von Medienkunst und Clubkultur mit dem Ziel, Musik zu visualisieren. Indem sie den Videomix als Bild- und Kommentarebene gleichberechtigt zum Musikmix des DJ positionieren, schaffen sie ein visuelles und technologisches Pendant zum elektronischen Minimalismus der zeitgenössischen Musikproduktion. Mit den Videoinstallationen im Berliner Club 'WMF' im Jahr 1998 wurde von visomat inc. eine Infrastruktur geschaffen, die einige Videokünstler und -gruppen dazu animiert hat, sich mit dem Video-Live-Mix auseinanderzusetzen. Die daraus entstandene Berliner Clubvideo-Szene ist an künstlerischer Bandbreite und Lebendigkeit ohne Vergleich. Aktuelles Projekt ist der multifunktionale Raum "automaten" in Berlin-Mitte: eine nur für Mitglieder zugängliche, automatisierte Rauminstallation, die als Treffpunkt, Arbeitsraum, Bar und Veranstaltungsort genutzt wird. Integrativer Bestandteil dieses Raumes ist eine Multi-Kamera-Installation von visomat inc., die dem Benutzer im Stile eines Panoptikums Schutz bietet und Kontrolle über die Außenwelt verleiht.

Karsten Voigt
geb. 1941; Studium der Geschichte, Germanistik und Skandinavistik an den Universitäten Hamburg, Kopenhagen und Frankfurt; 1969 - 1973 Bundesvorsitzender und stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungsozialisten; 1976 - 1998 Mitglied des Bundestages, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss; 1983 - 1998 Außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion; 1984 - 1995 Mitglied des Bundesvorstandes der SPD; 1985 - 1994 Vorstandsmitglied der Sozialdemokratischen Partei Europas; seit 01.02.1999 Koordinator der Bundesregierung für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit.

Paul M. Waschkau
Underground-Dichter, Schauspieler/Performer und schreibender Reiter mit Hang zu dramatischen Täter-Texten. Ölebte längere Zeit in Paris, Buenos Aires, New York und bereiste Patagonien, Uruguay, Mexiko und Peru; seit 1987 mit Residez in Berlin. Theaterstücke: Kerker (1990), Radikal Elektra 2.2 (1991), Die Galeere der Kaltblüter (198); Hörspiele, Kurzfilme und Beteiligung an verschiedenen Kunstprojektilen wie "Schafott Drammat", "Hyde Kartell", "atelier archangelsk", "Büro Artaud". 1999 erschien sein erstes romantisches Fragment archangelsk/träume aus titan. Gründete zusammen mit dem Schauspieler Uwe Schmieder Anfang 2003 in Berlin den NNU (Notwendiger Neuer Untergrund).

Prof. Martin Wiebel
Geb. 1943 in Berlin; 1961-67 Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft, Publizistik und Soziologie an der FU Berlin. 1966-67 Theaterkritiker am "Spandauer Volksblatt"; 1967 70 Chefdramaturg an der Freien Volksbühne Berlin; 1970-1988 Dramaturg im Programmbereich Fernsehspiel des WDR; 1972-78 Leiter der Redaktionsgruppe Projekte/Medienkritik im Bereich Kultur des WDR ("Glashaus"); 1988-89 Direktor der Deutschen Film- und Fernsehakademie, Berlin (DFFB); 1989-98 stellv. Leiter der Programmgruppe Fernsehspiel des WDR, seit 1997 zusätzlich Leiter der Redaktion Europäische Kino-Coproduktion. 1997-2000 Vizepräsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste; ab 2000 Jury-Prädsident der "Bade-Badener Tage des Fernsehspiels". Seit 1998 Professor für creative producting an der Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg. Seit 1998 TV-Film-Consulting, Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen.

Dr. Stefan Wolle
Geb. 1950; Studium der Geschichte an der Humboldt-Universität in Berlin, 1976-1989 Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften der DDR; 1990/1991 Mitarbeit bei der Stasi-Auflösung; 1991-1996 Assistent an der Humboldt-Universität; seit 2002 Mitarbeiter im Forschungsverbund SED-Staat der FU. Zahlreich Publikationen zur Geschichte der DDR, u.a.: "Ich liebe Euch doch alle!" Befehle und Lageberichte des MfS, Berlin 1990, (zusammen mit Armin Mitter); Untergang auf Raten. Unbekannte Kapitel der DDR-Geschichte, München 1993 (zusammen mit Armin Mitter); Der Tag X. Der 17. Juni 1953, Berlin 1995, (zusammen mit Armin Mitter und Ilko-Sascha Kowalczuk); Die heile Welt der Diktatur. Alltag und Herrschaft in der DDR, Berlin 1998; Roter Stern über Deutschland. Die Sowjetarmee in der DDR, Berlin 2001, (zusammen mit Ilko-Sascha Kowalczuk).

Pascal von Wroblewsky
Steht seit ihrem 15. Lebensjahr auf der Bühne und wurde durch einen Auftritt beim größten europäischen Dixielandfestival ein fester Bestandteil des europäischen Jazz; wurde mehrfach auf internationalen Festivals ausgezeichnet und erhielt den Kritikerpreis der "Berliner Zeitung"; einem breiten Publikum wurde sie bekannt durch ihren Auftritt beim legendären ZDF-Jazzclub, sorgte für Überraschung bei den erfolgreichen Konzerten gemeinsam mit dem Philharmonischen Jazzorchester Dresden und den "Klazzbrothers".

Zeitreisen
1999 gegründete Veranstaltungsagentur junger Wissenschaftler und Künstler an den Schnittstellen von Kultur, Tourismus und Wissenschaft, die Vergangenes und Modernes an authentischen Orten in und außerhalb Berlins vermittelt. Seit der Gründung hat sich das Angebot von der Vermittlung von Stadtführungen zur Organisation touristischer und kulturelle Kompaktangebote erweitert.

Abini Zöllner
Geb. 1967 in Ostberlin; Arbeit als Model, Tänzerin und Nebendarstellerin im DDR-Fernsehen; Abendschullehrgang "Handwerk des massenwirksamen Schreibens". 1990 Korrespondentin der "Jungen Welt"; seit 1991 Redakteurin im Feuilleton der "Berliner Zeitung". In Schokoladenkind beschreibt sie ihr Leben als Farbige in der DDR und der Wendezeit.


Event series

Mapping Memories

Mapping Memories is an event series focusing on commemorative culture in Eastern Europe and beyond. Current events include conferences, summer schools and practical workshops.

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Fachkonferenz

Konferenz zur Holocaustforschung

Die Internationalen Konferenzen zur Holocaustforschung dienen dem Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und der Praxis politischer Bildung. Sie entstehen aus einer Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und Partnern aus der Wissenschaft.

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TiT-Veranstaltungsreihe

Themenzeit im Themenraum

Themenzeiten: Kompakte Informationsmodule und anregende Diskussionen mit männl. und weibl. Experten zu Themen der politischen Bildung.

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Veranstaltungsreihe

Checkpoint bpb – Die Montagsgespräche

Alle zwei Monate montags diskutiert der Checkpoint aktuelle Fragestellungen aus Politik, Gesellschaft und Forschung – anspruchsvoll, unterhaltsam und gerne auch kontrovers.

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Veranstaltungsreihe

What's up, America? – Perspectives on the United States and Transatlantic Relations

Mehr als die Hälfte der Europäer steht TTIP positiv gegenüber – in Deutschland und zwei weiteren Ländern jedoch ist die Ablehnung innerhalb der Bevölkerung groß. Anhand dieses Fallbeispiels beschäftigt sich die Podiumsdiskussion mit der Frage, wieso wirtschaftliche Fragen auf beiden Seiten des Atlantiks und auch innereuropäisch auf so unterschiedliche Art und Weise diskutiert werden.

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Blog zur Fachkonferenz

Medienkompetenz 2014

Zielsetzung der Fachkonferenz Medienkompetenz 2014 ist es, theoretische und praktische Konzepte angesichts aktueller digitaler Umbrüche und vor dem Hintergrund bestehender Modelle der Medienkompetenz zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

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bpb:magazin 2/2017
bpb:magazin

bpb:magazin 2/2017

"Stadt, Land, Fluss" sind Kategorien, die zentrale politische Themen aufgreifen. Die Reise über Städte, Land und Flüsse in diesem zwölften bpb:magazin führt, wie gewohnt, durch das breit gefächerte Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung.

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