Veranstaltungen: Dokumentation

"W on Air"-Awards

Lokaljournalistenprogramm

14.4.2003
Radio-Treff der bpb: Mehr als 100 Gäste bei der Hörfunk-Preisverleihung zur Bundestagswahl 2002

Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb hat am 9. Dezember im Bonner Uni Club fünf Journalistinnen und Journalisten für ihre Beiträge zum Wettbewerb "W on Air" 2002 ausgezeichnet. Der insgesamt mit 7.250 Euro dotierte Preis würdigt herausragende Darstellungsformen und Konzepte des Hörfunks rund um die Bundestagswahl am 22. September. Schirmherr des Wettbewerbs "W on Air" ist Bundesinnenminister Otto Schily. Der Preis wird von der Volkswagen AG und der Tank und Rast GmbH & Co. KG unterstützt.

Der erste Preis, dotiert mit 3.000 Euro, geht an Andreas Heine, Chefredakteur von Radio MK in Iserlohn, für sein Konzept zur Wahlberichterstattung. Nach dem Urteil der Fachjury – besetzt unter anderem mit dem Intendanten des Deutschlandfunks, Ernst Elitz, und dem Moderator Dieter Thomas Heck – hat das Konzept von Radio MK "in vorbildlicher und origineller Weise" zum Urnengang bei der Bundestagswahl am 22. September aufgefordert.

Die weiteren Preisträger

  • 2. Preis, dotiert mit 2.000 Euro: Stefan Zohm vom Südwestrundfunk (SWR) in Mainz für den Beitrag "Erststimme, Zweitstimme – die Sendung mit der Maus erklärt die Wahl";
  • 3. Preis, dotiert mit 1.000 Euro: das Team der Fritz-Wortredaktion (Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg) in Potsdam für sein Konzept der Wahlberichterstattung;
  • 4. Preis, dotiert mit 750 Euro: Björn Schüngel von Radio Essen für den Beitrag "Kandidatenfrühstück";
  • 5. Preis, dotiert mit 500 Euro: Frank Rasche von Hit Radio Antenne in Hannover für die täglichen Hintergrundberichte im Vorfeld der Bundestagswahl;
  • Einen von der Sennheiser electronic GmbH & Co. KG gestifteten Sonderpreis erhalten Heide und Rainer Schwochow vom Deutschlandfunk in Köln für ihr Feature "Ring frei – Oder: Am Anfang war das Wort".
Insgesamt sind 146 Beiträge von privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern eingesandt worden. Für bpb-Präsident Thomas Krüger erfüllen alle eingereichten Beiträge "die Qualität eines Quotenbringers für die Demokratie. Sie zeigen, dass über das Thema Wahlen bunt und packend berichtet werden kann – ohne dass darunter die Einschaltquote leiden muss."Wolfgang Grossmann, Chef vom Dienst bei SWR1 Rheinland-Pfalz, lieferte mit einem Fachvortrag Tipps und Ideen aus der Praxis für mehr Politik im Programm. Sein Fazit: "Bundespolitik in quotenorientierten Hörfunkprogrammen muss nur geschickt genug aufgearbeitet sein, um für die Hörer gleichermaßen informativ und nutzbar, weiterführend und unterhaltsam zu sein."In seinem Grußwort betonte der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums des Inneren, Fritz Rudolf Körper, wie wichtig qualifizierter journalistischer Nachwuchs für die Demokratie sei. Erst dadurch werde es möglich, Politik im Hörfunkprogramm zu haben und feste Sendeplätze für die politische Information zu bieten. Sein Appell: "Lassen Sie gerade die jungen Journalistinnen und Journalisten mehr und mehr in der Arena der politischen Berichterstattung arbeiten."Auch wenn Politik heute stark über das Fernsehen wahrgenommen wird, sieht der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, Dr. Norbert Schneider, das Interesse am Radio ungebrochen. "Der "W on Air-Award" belegt, dass Politik auch heute noch Gegenstand des Radioprogramms ist – nicht nur des öffentlich-rechtlichen, sondern auch des privaten Radios."

Zusatzinformationen:


 

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