Veranstaltungen: Dokumentation

25.3.2003

Künstlerische Interventionen im Stadtraum

Monofunktionale Nutzung sowie lebensweltliche Probleme führen oft zur Entfremdung der Bewohner von ihrem städtischen Umfeld. Um einer inneren Distanzierung entgegenzuwirken, sollen hier Kunstprojekte als "Fallstricke" eingreifen und so eine sensiblere Wahrnehmung der Umwelt und somit der städtischen Probleme fördern.

Unsere Städte sind überwiegend von monofunktionaler Nutzung geprägt, lebensweltliche Probleme und Defizite bewirken oft genug die Entfremdung der Bewohner und Bewohnerinnen von ihrem öffentlichen Raum. Die Folge ist eine innere Distanzierung und Abkopplung der Menschen von ihrem urbanen Umfeld. Eine solche fragmentierte Öffentlichkeit ist problematisch für das Gemeinwesen, das für vielfältige Dienstleistungen Sorge tragen muß.

Kunst und Kultur kann hier der Kitt sein, der den Bürgerinnen und Bürgern ein Gefühl von Heimat in ihrer Stadt gibt. Diese Potenziale jedoch dürfen nicht als unterhaltsame Eventkultur genutzt werden, vielmehr geht es um eine kritische Einmischung in das städtische Gefüge, um die verstörende Hinterfragung eingefahrener Strukturen.

Mit ihrem kritischen Ansatz und mit Mitteln spezifischer Kunstformen wollen Künstler durch Eingriffe in die städtische Öffentlichkeit quasi Fallstricke legen und mit verwirrenden Angeboten den Einzelnen direkt ansprechen, zu einer verschärften Wahrnehmung führen und damit zur Sensibilisierung für die reale Umwelt konditionieren.

Dieser Ansatz hat einen gesellschaftspolitisch hohen Stellenwert und einen wichtigen sozialpsychischen Effekt. Adressaten sind neben Stadtbewohnern auch die zuständigen Verwaltungen, Planer und Architekten, die durch diese Aktionen zum interdisziplinären Dialog aufgefordert werden. Die Dokumentation beruht auf einem Vortragsabend, den die Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Bundesarchitektenkammer e.V. am 18. März 2003 in Berlin veranstaltet hat.

Kontakt
Dr. Astrid Wokalek
Bundeszentrale für politische Bildung
Medien- und Kommunikationszentrum Berlin
Stresemannstr. 90
10963 Berlin
E-Mail: wokalek@bpb.de


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