Das "Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen"
14.2.2003
Das Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen ist
- seit 1997 ein großes Ausländerzentrum der Stadt Köln
- seit 1998 Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband
- seit 1998 ein anerkanntes Frauenbildungswerk (nach § 23 WBG NRW)
- seit 1998 eine angemeldete Ergänzungsschule
- seit 2000 Träger der freien Jugendhilfe
- und erhielt 1999 den Karl-Kübel-Preis
Wir setzen uns dafür ein, dass muslimische Mädchen und Frauen durch Bildung und Beratung befähigt werden, die Angebote dieser Gesellschaft in Anspruch zu nehmen. Die erworbene soziale Kompetenz soll sie in die Lage versetzen, selbstbewusst gegen Diskriminierung sowohl von gesellschaftlicher als auch von innerfamiliärer Seite anzugehen, um so ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Als bewusste Musliminnen sollen sie Konflikte in der Familie und in der Gesellschaft friedlich austragen, dialogfähig werden und zu Trägern neuer Gestaltungsideen in der deutschen Gesellschaft werden.
Unsere Zielsetzung im Einzelnen ist: muslimische Mädchen und Frauen entsprechend ihrer Fähigkeiten und Bedürfnisse zu fördern
- Hilfestellung bei gesellschaftlichen und familiären Problemen zu geben
- allgemeinbildend zu schulen
- die Möglichkeit zu bieten, das gesellschaftliche Angebot, insbesondere im Hinblick auf Ausbildung und Berufstätigkeit, besser nutzen zu können
- in Ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Selbständigkeit zu stärken
- eine Atmosphäre des Angenommenseins zu vermitteln
- Spiel- und Freizeitmöglichkeiten zu bieten, sowie sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen und zu förderneinen Beitrag zu leisten zu mehr Toleranz und Völkerverständigung
Was wir tun
Die genannten Ziele werden durch ein weitgefächertes Spektrum an Fort- und Weiterbildungsangeboten, Vorträgen, Seminaren, sowie Gesprächs-, Beratungs- und Begegnungsangeboten umgesetzt.
Unser Angebot umfasst im Einzelnen folgende Bereiche:
- Schulabschlüsse
- Sprachkurse ( Deutsch, Englisch, Arabisch)
- EDV
- Familienpädagogik
- Religiöse Bildung
- Kreative Gestaltung
- Übermittagsbetreuung
- Hausaufgabenhilfe
- Kinderbetreuung
- Soziale und Psychologische Beratung und Betreuung
- Durchführung von Dialog- und Informationsveranstaltungen an Schulen, Universitäten und kirchl. Einrichtungen
Mitarbeiterinnen
Unsere Mitarbeiterinnen kommen aus 10 verschiedenen Herkunftsländern, so dass wir Ansprechpartnerinnen in den Sprachen Arabisch, Bosnisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Flämisch, Kurdisch, Persisch, Türkisch und Russisch haben. Mit der Multikulturalität unserer Mitarbeiterinnen und Besucherinnen, die sich aus 40% Türkinnen, 20% Araberinnen, 20% Deutsche und 20% Sonstige zusammensetzen, setzen wir ein deutliches Zeichen gegen jegliche Art von Diskriminierung und Rassismus und für ein gewaltfreies Miteinander der verschiedenen Völker und Religionen.
Finanzierung:
Wir finanzieren uns zu 80% aus öffentlichen Mitteln und zu 20 % aus Eigenmitteln. Die öffentlichen Fördermittel erhalten wir überwiegend vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Qualifikation und Technologie des Landes NRW in Form von Projektfinanzierungen und Förderung von Motivations- und Integrationsmaßnahmen. Außerdem erhalten wir eine Projektfinanzierung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, eine Förderung des RPs Köln entsprechend des WBG § 23 für das vom Verein betriebene muslimische Frauenbildungswerk, sowie Fördermittel des städtischen und des Landesjugendamtes, kommunale Mittel des interkulturellen Referats, sowie HZA, ABM und SAM Finanzierungen. Zur Zeit erhalten wir darüber hinaus eine Projektfinanzierung der GEW- Stiftung Köln.
Die Eigenmittel setzen sich zusammen aus den regelmäßigen Beiträgen der ca. 220 Fördermitglieder, aus Kursgebühren, Bazarverkäufen und Einzelspenden von Privatpersonen Wir erhalten keinerlei finanzielle Unterstützung von anderen Organisationen, Vereinen oder Ländern.
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