Veranstaltungen: Dokumentation

24.4.2012

Weltfestspiele '73

Retroaktive Aktion zur Mentalitätsgeschichte der DDR

  • Das bpb-Spezial zu den Weltfestspielen '73.

    Das Programm der X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten im Sommer 1973 in Ost-Berlin umfasste über 200 politische und mehr als 1.000 kulturelle Veranstaltungen. Erreicht wurden insgesamt rund 8 Millionen Besucher, darunter 25.000 ausländische Gäste. Demonstriert werden sollten der politische Internationalismus und die Souveränität der DDR. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte öffnete sich die DDR einer so großen Zahl von Ausländern, zum ersten Mal bestand für die DDR-Jugend die Möglichkeit, in einem großen Ausmaß zu anderen Jugendlichen aus aller Welt Kontakte aufzunehmen, insbesondere zu jenen aus westlichen Ländern. Jugendliche bevölkerten die Straßen und die Parks. Das Aufeinandertreffen tausender junger Menschen entwickelte eine Eigendynamik, vielen Veranstaltungen ging das staatlich verordnete propagandistische Pathos schlicht abhanden.

    30 Jahre später – vom 1. bis 3. August 2003 – erinnerte die bpb in Berlin mit der inzwischen eingetretenen Distanz an dieses Ereignis und seinen historischen Kontext. Das Ereignis der Weltfestspiele kann gleichsam als Anfang vom Ende der DDR gedeutet werden. Mit ihnen war der Westen im Osten endgültig angekommen. An den Weltfestspielen 1973 lässt sich ein Mentalitätswechsel dokumentieren, in dem Bereits eine Ahnung vom Ende der DDR angelegt war.

    Was macht eigentlich den Mythos des "roten Woodstocks" aus? Was ist von ihm geblieben? Was haben die Weltfestspiele ausgelöst? Welche Nachwirkungen hatten sie?

    Zur Aktion gehörten Konzerte, Ausstellungen, Video-Installationen, Filmgespräche mit Regisseuren und Podiumsdiskussionen mit prominenten Zeitzeugen. Mit dabei waren: Boundless Feaver, Knut Elstermann, Thomas Krüger, Klaus Landowsky, Johano Strasser und viele weitere.

  • Biografien der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • PDF-Icon Flyer
  • PDF-Icon Ausführliches Programm

    Veranstalter

    Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

    Medienpartner

    RBB Brandenburg
    Die Tageszeitung
    Zitty


  • Event series

    Mapping Memories

    Mapping Memories is an event series focusing on commemorative culture in Eastern Europe and beyond. Current events include conferences, summer schools and practical workshops.

    Mehr lesen

    Fachkonferenz

    Konferenz zur Holocaustforschung

    Die Internationalen Konferenzen zur Holocaustforschung dienen dem Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und der Praxis politischer Bildung. Sie entstehen aus einer Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und Partnern aus der Wissenschaft.

    Mehr lesen

    TiT-Veranstaltungsreihe

    Themenzeit im Themenraum

    Themenzeiten: Kompakte Informationsmodule und anregende Diskussionen mit männl. und weibl. Experten zu Themen der politischen Bildung.

    Mehr lesen

    Veranstaltungsreihe

    Checkpoint bpb – Die Montagsgespräche

    Alle zwei Monate montags diskutiert der Checkpoint aktuelle Fragestellungen aus Politik, Gesellschaft und Forschung – anspruchsvoll, unterhaltsam und gerne auch kontrovers.

    Mehr lesen

    Veranstaltungsreihe

    What's up, America? – Perspectives on the United States and Transatlantic Relations

    Mehr als die Hälfte der Europäer steht TTIP positiv gegenüber – in Deutschland und zwei weiteren Ländern jedoch ist die Ablehnung innerhalb der Bevölkerung groß. Anhand dieses Fallbeispiels beschäftigt sich die Podiumsdiskussion mit der Frage, wieso wirtschaftliche Fragen auf beiden Seiten des Atlantiks und auch innereuropäisch auf so unterschiedliche Art und Weise diskutiert werden.

    Mehr lesen

    Blog zur Fachkonferenz

    Medienkompetenz 2014

    Zielsetzung der Fachkonferenz Medienkompetenz 2014 ist es, theoretische und praktische Konzepte angesichts aktueller digitaler Umbrüche und vor dem Hintergrund bestehender Modelle der Medienkompetenz zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

    Mehr lesen